Was tun, wenn der Hund plötzlich nicht mehr alleine bleiben kann?

  
susa0812 schrieb am 11.08.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


ich bin gerade total verzweifelt und brauche Hilfe. Ich habe einen knapp 1 jährigen Rüden, der plötzlich nicht mehr alleine sein kann. Seit dem er bei mir ist, habe ich ihn behutsam und Schritt für Schritt ans Alleine bleiben gewöhnt. Anfangs hat meine Mutter ihn mit betreut und wir haben die Zeiten langsam erhöht, um das alleine bleiben zu üben. Das hat bis vor meinem Urlaub alles super geklappt. Keine großen Probleme. Kein Bellen, jaulen, einfach nichts. Er hat seine Leckerlies aus seinem Schnüffelteppich und Kong zusammengesucht, dann aus dem Fenster geschaut und geschlafen. Nun hatten wir 3 Wochen Urlaub. Und waren auch mit ihm verreist. Im Urlaub hat er auch gebellt und gefiept, sobald ich die Unterkunft verlassen haben. Und das obwohl mein Sohn bei ihm war.


Letzte Woche Freitag war der erste Tag, wo er wieder alleine bleiben musste. Die erste halbe Stunde war er ruhig und dann kam ein kurzes, aber heftiges Gewitter. Ich denke das ist einer der Hauptauslöser!? Nun ist es absolut vorbei mit der Ruhe . Er rennt nur noch aufgeregt hin und her, kratzt an der Flurtür, bellt mit einer Ausdauer, dass es kaum auszuhalten ist (ich beobachte ihn durch eine Kamera). Seine Leckerlies interessieren ihn gar nicht mehr. Er legt sich immer mal ein paar Sekunden hin, um sich dann wieder aufzubäumen und zu bellen. Er ist total gestresst und ich auch. Da ich es sehr belastend finde und ich meine Nachbarn nicht verärgern möchte. Ich habe schon mit allen gesprochen und um etwas Verständnis und Geduld gebeten. Zum Glück habe ich verständnisvolle Nachbarn. Aber deren Geduld hat wahrscheinlich auch mal ein Ende. Was kann ihn tun, dass ich ihm den Stress und die Angst nehmen kann? Wieder komplett von vorn anfangen?


Viele Grüße

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Antworten(3)
  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.08.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    das war ein Riesenpech mit dem Gewitter! Hier kommen zwei Sachen zusammen: Urlaub, immer zusammen, viel gemacht, Bezugsperson des Hundes, Ihr Sohn zählt nicht. Dann kommen Sie nach Hause, er bleibt wieder allein, Gewitter - Sie sind nicht da, um ihn zu beschützen, so was von Pech!
    Ich fürchte, dass Sie wieder ganz von vorn anfangen müssen. Leider kann man Gewitter nicht trainieren. Es gibt CDs mit Geräuschen, aber die nimmt kein Hund ernst. Sollte das nächste Gewitter angesagt werden, versuchen Sie, nach Hause zu kommen. Ignorieren Sie den Hund, nicht trösten, da sein und sich selbstversändlich verhalten. Das Gewitter in das Training einbauen, wie Sie es schon alles super gemacht haben. Kommen und gehen.
    Ich wünsche Ihnen von Herzen Erfolg!
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

  • susa0812
    susa0812
    schrieb am 17.08.2022

    Hallo Frau Büttner-Vogt,
    vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
    Das Blatt hat sich Gott sei Dank wieder gewendet. Ich habe unabhängig von Ihrer Antwort das Alleine sein wieder viel mit ihm trainiert. Ich habe alle Routinen frühmorgens durchbrochen - also das was ich früh mache, mache ich einfach auch immer mal nachmittags. Gewisse Türen öffnen, schließen und zulassen. Mit meiner Tasche durch die Wohnung laufen. Wohnung verlassen und Wohnungstür zuschließen. Kurz danach bin ich wieder reingegangen. Beim Verlassen der Wohnung und wieder reinkommen habe ich ihm die ersten Minuten wenig bis keine Beachtung geschenkt. Mit Schuhen durch die Wohnung gelaufen. Kurz gesagt, ich bin für ihn einfach nicht mehr berechenbar :-D
    Und was soll ich sagen, er scheint wieder der Alte zu werden/sein. Er ist nicht mehr gestresst, rennt nicht mehr aufgeregt hin und her. Er legt sich einfach entspannt hin und schläft, spielt oder schaut aus dem Fenster. Sicher wird immer mal wieder ein Tag dazwischen sein, an dem es nicht so gut klappt. Trotzdem bin ich so froh, glücklich und erleichtert, dass sich das Training der letzten anderthalb Wochen so schnell auszahlt und ich ihm dadurch den Stress und die Aufregung wieder nehmen konnte. Erste Erfolge sind mittlerweile auch in dem Punkt sichtbar, dass er mir in der Wohnung nicht mehr auf Schritt und Tritt folgt. Ich verweise ihn auf seinen Platz und dort bleibt er auch für einen kurzen Moment. Das bedarf noch viel Übung, aber das bekommen wir auch noch hin :-)
    Viele Grüße

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 18.08.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Super!
    Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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