Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein hund macht was er will

Thema: Leinenzug
  Nordrhein-Westfalen
Sau schrieb am 18.03.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Schäferhund, Belgischer mix, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo mein hund macht an der Leine was er will er zieht hört nicht schlägt an egal welcher hund uns entgegen kommt er leckt den Boden ab wo vorher ein anderer hund hin gemacht hat ich bin der dritte besitzter von dem hund und bekomm das alles aus ihm nicht raus ich habe alles ausprobiert selbst mit dem suabildungsgeschirr aber sobald wir nach hause kommen macht er zuhause was er will wenn ich ihn alleine lasse für zwei drei Stunden nimmt er mir die Wohnung auseinander er weiss was er falsch macht aber er ändert nichts ich habe wirklich schon alles durch ich hoffe sie können mir weiter helfen

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 19.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Liebe Hundebesitzerin/lieber Hundebesitzer,

    Ihr Hund macht an der Leine, was er will, weil Sie keine Führung übernehmen. Hier ist ein Leinentraining erforderlich. Wie das funktioniert kann Ihnen eine Hundetrainerin oder ein Hundetrainer zeigen oder Sie lesen die Tipps auf der AGILA-Seite unter Leinenführigkeit. Hier haben meine Kolleginnen ausführlich beschrieben wie es gehen kann. Welches Ausbildungsgeschirr Sie verwendet haben, weiß ich nicht. Ihr Hund sollte ein Halsband oder ein gut sitzendes Brustgeschirr tragen. Die Erziehungsgeschirre, die den Hund unter den Achseln einschnürren sollten Sie nicht verwenden, der Hund hat große Schmerzen, die er u.U. mit allem möglichen verknüpfen kann und meistens gewöhnt der Hund sich daran und zieht trotzdem.

    Ihr Hund ist unkastriert, da vermute ich, daß er den Urin der läufigen Hündinnen ablenkt. Das ist ein normales Verhalten.

    Zuhause hat er beim Alleinebleiben STRESS, da er wahrscheinlich nicht in kleinen Schritten gelernt hat, allein zu bleiben. Anleitung, wie es funktioniert, siehe nachstehend:

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox!

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw.
    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.

    Der Hund macht es alles nicht ohne Grund, auch wenn wir als Hundebesitzer meinen, er weiß, daß er es nicht machen soll. Nur Sie können ihm helfen, mit Training und guter Führung bei Ihnen zu einem guten Begleiter zu werden. Stellen Sie auch zu Hause Regeln auf!

    Bei weiteren Problemen wenden Sie sich bitte an Fachleute und buchen dort Einzelstunden.

    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    www.kerstin-gebhardt.de
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