Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Leinenführigkeit

Thema: Leinenzug
  Hessen
hundi07 schrieb am 27.06.2015   Hessen
Angaben zum Hund: Schäferhund/Beagle/DuckTollingRetriever-Mix, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wie schaffe ich es, dass mein Hund an der Leine ordentlic "bei Fuß" läuft. Wir haben es versucht mit:
stehen bleiben
Leinenruck
Richtungswechsel
Begrenzen
Halti.
Er lässt sich durch nichts so richtig beeindrucken. Er weiß genau was "Fuß" bedeutet. Ohne Leine klappt das super. Sobald er angeleint ist: alles vergessen.
Gibt es noch irgendwelche Tipps, die man anwenden kann.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 27.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    alles, was Sie gemacht haben, kann nicht klappen, weil es der Hund nicht versteht, außer das "Begrenzen". Das machen Hunde auch.
    Hunde ziehen von uns weg, weil wir vielleicht nicht spannend sind und nur „Gassi-gehen“.
    Ein Hund, der VOR unseren Füßen ist, trifft eigene Entscheidungen wie Kreuzen, Zerren, Bellen, weil er uns nicht zutraut, dass wir mit „Ereignissen“ (andere Hunde,Kinderwagen etc,) klarkommen.
    In allen Strukturen gibt es „Vorgesetzte“, die die Regeln bestimmen, führen und beschützen – Hunde lieben Regeln!

    Nehmen Sie bitte eine kurze Leine, die sich später verlängern lässt und versuchen Sie Ihrem Hund zuerst einmal beizubringen, dass er HINTER Ihren Füßen geht.
    Ihr Arm bleibt an der Hosennaht, atmen Sie aus, um den Druck herauszunehmen. Bleiben Sie stur – kein Leinenruck – Sie führen – basta! Gehen Sie mit dem LINKEN Fuß los und stellen Sie sich auf einen schwierigen Anfang ein. Wenn Ihr Arm nach vorne geht, haben Sie verloren! Ihr Hund wird springen, zerren und kreuzen.
    Halten Sie ihn HINTER Ihren Füßen. Bleiben Sie nicht stehen. Wenn er hinten bleibt, loben, annehmen und lockerlassen der Leine zeigt dem Hund, was Sie von ihm wollen. Es ist nicht einfach, das in Worten zu erklären. Bleiben Sie nicht stehen, lassen Sie kein Sitz oder Schnüffeln zu, sondern gehen Sie IHREN Weg. Gehen Sie an einer Mauer oder Hauswand entlang und bestehen Sie auf Führung, indem Sie ihn etwas zurückdrängen. Setzen Sie auch gern ein Leckerchen ein, aber „keksen“ Sie ihn nicht bei Fuss.
    Wenn er Ihre Führung anerkennt, bekommt er mehr Raum. Ehe Sie ihn ziehen, gehen Sie ein Stück rückwärts, rufen, locken Sie ihn, werden Sie spannend! Wenn wir für Hunde spannend geworden sind, haben sie keinen Grund mehr, zu ziehen. Rufen Sie den Hund nur Mit RÜCKWÄRTS gehen.
    Viele Vorschläge und genaue Anleitungen finden Sie in meinen Büchern über meine Homepage www.hundimedia.de. „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Arbeiten Sie mit dem Futterbeutel an der 5-m-Leine und spielen Sie viel.
    In allen Strukturen ist der Chef vorne und bestimmt den Weg, werden Sie Beschützerin , von der Beschützerin zur Vertrauten, die der Hund nicht mehr aus den Augen läßt.
    In meiner Schule ist das eine Einzelstunde, die immer sehr erfolgreich ist, weil ich in dieser Stunde an Ihrer Körpersprache forme - wenn die stimmt, zieht der Hund nicht mehr. Dies zu beschrreiben ist nicht einfach, weil SIE lernen müssen - bleiben Sie stur, nicht nur probieren,
    viele Grüße Inge Büttner-Vogt


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