Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund zieht und springt jeden an.

Thema: Leinenzug
  Berlin
HuskyLady schrieb am 29.03.2015   Berlin
Angaben zum Hund: Husky, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Guten Tag,

mein Hund hört sogut wie garnicht wenn man draußen ist. (Er ist ein Leittier.) Wenn wir draußen sind möchte er am liebsten alle anspringen und zieht ein durch die Gegend.
Wie könnte man ihm das ziehen am besten abgewöhnen?

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Antworten(1)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 29.03.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Husky Lady,
    Ein Hund, der vor unseren Füßen ist, trifft eigene Entscheidungen wie Kreuzen, Zerren, Bellen, weil er uns nicht zutraut, dass wir mit „Ereignissen“ (andere Hunde, Kinderwagen etc,) klarkommen. An der Schleppleine oder an der Flexileine kann er wieder eigene Entscheidungen weit vor Ihnen treffen - das wird nicht zum Fussgehen führen.
    In allen Strukturen gibt es „Vorgesetzte“, die die Regeln bestimmen, führen und beschützen – Hunde lieben Regeln!
    Nehmen Sie bitte eine kurze Leine, die sich später verlängern lässt und versuchen Sie Ihrem Hund zuerst einmal beizubringen, dass er hinter Ihren Füßen geht. Ihr Arm bleibt an der Hosennaht, atmen Sie aus, um den Druck herauszunehmen. Bleiben Sie stur. Kein Leinenruck. Sie führen! Gehen Sie mit dem Fuß los der auf der Seite des Hundes ist und stellen Sie sich auf einen schwierigen Anfang ein. Wenn Ihr Arm nach vorne geht, haben Sie verloren! Ihr Hund wird springen, zerren und kreuzen.
    Halten Sie ihn hinter Ihren Füßen. Wenn er da bleibt, loben, Leckerchen und lockerlassen der Leine zeigt dem Hund, was Sie von ihm wollen. Es ist nicht einfach, das in Worten zu erklären. Bleiben Sie nicht stehen, lassen Sie kein Sitz, Markieren oder Schnüffeln zu, sondern gehen Sie Ihren Weg. Gehen Sie an einer Mauer oder Hauswand entlang und bestehen Sie auf Führung, indem Sie ihn zurückdrängen. Üben Sie auch die links und rechts Wendung mit Hund. Auch da sollte der Hund sich an Ihnen Orientieren und die kurze Leine sollte locker sein.

    Wenn er Ihre Führung anerkennt, bekommt er mehr Raum. Ehe Sie ihn ziehen, gehen Sie ein Stück rückwärts, mit dem Gesicht zum Hund! Rufen, locken Sie ihn, werden Sie spannend! Wenn wir für Hunde spannend geworden sind, haben sie keinen Grund mehr, zu ziehen. Rufen Sie den Hund nur mit Rückwärts gehen. Gehen Sie vorerst viel allein, werden Sie zuerst mit Ihrem Hund ein Team. Dann nehmen Sie andere hinzu und überprüfen, ob er auch unter Ablenkung zu Ihnen hochschaut.
    Später:
    Arbeiten Sie mit dem Futterbeutel an der 5-m-Leine und spielen Sie viel. Bauen Sie aber die Impulskontrolle (bleib) mit ein.
    In allen Strukturen ist der Chef vorne und bestimmt den Weg, werden Sie Beschützer, vom Beschützer zum Vertrauten und Partner.
    Gern können Sie einen Hundetrainer bitten, Ihnen dies vor Ort mit Ihrem Hund zu zeigen.
    Viel Erfolg! Barbara Nehring

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