Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund legt sich hin

  Bayern
Jota123457 schrieb am 24.12.2016   Bayern
Angaben zum Hund: mix, männlich, nicht kastriert, Alter 6-12 Monate

Hallo,
ich habe mir vor 2 Wochen einen Hund aus dem Tierheim geholt. Er ist ein Mischling, ca. 1 Jahr alt und hatte sehr viel Angst vor mir und auch meinen anderen Hunden. Mittlerweile hat er Vertrauen. Allerdings hoert er nicht, nur wenn meine Stimme lauter wird, reagiert er sofort mit weglaufen. Habe es mit Leckerlies probiert, aber auch dann kommt er nur sehr zoegernd, wenn ueberhaupt. Eine Leine laesst er sich problemlos anlegen, allerdings legt er sich dann sofort hin. Habe es wie gesagt mit Leckerlies probiert, einmal auch leicht gezogen, aber nichts hilft. Natuerlich will ich keine Gewalt anwenden, vielleicht kennt jemand eine "sanfte" Methode fuer Filo's Problem? (an der Leine wirkt er nicht aengstlich, eher, als ob das Methode waere...)

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Antworten(5)

  • Marie-Louise Kretschmer
    Marie-Louise Kretschmer (Hundetrainer)
    schrieb am 27.12.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo, guten Morgen, Sie haben Ihren Hund erst seit 2 Wochen aus dem Tierheim. Er muss natürlich jetzt erst einmal Vertrauen finden und dazu brauchen Sie Geduld. Ich denke, dass es eine große Portion Ängstlichkeit ist, die ihn in seinem bisherigen Leben geprägt haben, wie z.B. auch das sofortige Hinlegen und das verängstigte Kommen. Spielen Sie zunächst viel mit Ihrem Hund und bauen so das Vertrauen auf. Wenn er dann auch ein Verhalten zeigt, wie z.B. "Kommen", "Sitz", "Platz" dann loben Sie ihn überschwenglich. Hier ist aber von Ihnen Geduld gefragt.
    Ich wünsche Ihnen viel Freude mit Filo.
    Marie-Louise Kretschmer
    www.hundeausbildung-naturnah.com

  • Jota123457
    Jota123457
    schrieb am 27.12.2016

    Haben Sie vielen Dank Frau Kretschmer fuer Ihre Antwort. Genauso habe ich es versucht, und heute nimmt er die Leckerlies schon lieber als Gestern oder gar Vorgestern. Trotzdem muss er das baldmoeglichst lernen, wir muessen ja auch mal zum Tierarzt, im Januar sind die Impfungen faellig, da muss er an der Leine gehen koennen. Als ich gestern uebte, habe ich doch mal leicht an der Leine gezogen und siehe da, er robbt ziemlich routiniert und geschickt auf der Seite liegend mit. Fuer mich sieht das so aus, als ob da Methode dahintersteckt! Als ich noch etwas mehr mehr zog, stand er auf und kaempfte gegen die Leine an. Da gabs sofort ein Leckerli, da er es annahm glaube ich, dass er keine Angst hatte. Danach habe ich mit ihm gespielt, er liess sich das erste mal darauf ein und tollte durch den Garten. Mal sehn, wie das weitergeht, auf jedenfall Danke fuer die Ratschlaege!

  • Marie-Louise Kretschmer
    Marie-Louise Kretschmer (Hundetrainer)
    schrieb am 27.12.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, ich würde Ihnen gerne noch einige Tipps zur Leinenführigkeit mit auf den Weg geben: zunächst gilt es zu definieren, was unter einer guten Leinenführigkeit zu verstehen ist. Manche Halter übertreiben auch damit, was sie von ihrem Hund erwarten. Ein kurzes Anspannen der Leine, weil der Hund neugierung an den Wegrand läuft, um zu schnüffeln, würde ich nicht als Ziehen bzw. als Problem deuten. Häufig korrigieren sich die Hunde selbst, wenn sie das Ende der Leine spüren. Eine gute Leinenführung beginnt nicht beim Hund, sondern beim Halter selbst. Wenn Sie ihrem Hund vermitteln wollen, dass das Ziehen nicht erwünscht ist, dann dürfen Sie selbst auch nicht ziehen. Der erste Trainingsschritt besteht deshalb darin, dass Sie lernen, sehr achtsam mit der Leine umzugehen. Es ist schnell passiert, dass der Hund irgendwo schnüffelt, uns das dann zu lange dauert und wir ihn wegziehen. Auch beim Richtungswechseln und beim Weiterlaufen nach Stehenbleiben wird der Hund häufig weitergezogen, statt ihn anzusprechen und mit einem freundlichen "Auf geht's" oder "weiter" zum Mitgehen aufzufordern. Wie soll den unser Hund verstehen, dass das Ziehen an der Leine nicht erwünscht ist, wenn wir selbst ziehen? Wir führen den Hund über unsere Körpersprache und Stimme und nicht dadurch, dass er über die Leine einfach mitgezogen wird. Üben Sie deshalb zunächst, ihm über ein freundliches "weiter§ und eine Richtungsanzeige mit der Hand ihn mitzunehmen. Benutzen Sie nicht den Leinenruck und führen Sie ihn bitte nicht an einer sog. Flexileine, diese steht dem Ziel einer Leinenführigkeit nur im Wege. Benutzen Sie also für Spaziergänge, in denen er angeleint ist, eine ca. 3 m Leine, damit er auch wirklich sich frei bewegen kann und auch mal schnüffeln kann, ohne gleich Zug zu bekommen. Suchen Sie sich ein Grundstück, z.B. Garten oder Feld/Waldwiese oder einen Parkplatz eines Supermarktes außerhalb der Öffnungszeiten zum üben, wo keine Ablenkungen vorhanden sind. Beginnen Sie zunächst mit kleinen Übungseinheiten, nicht lägner al 1 Minute. Nehmen Sie Ihren Hund seitlich von ihm stehen an die Leine, nicht frontal über ihn beugen und ihn dadurch bedrängen. Dann gegen Sie ihm freundlich das Kommando "weiter" und zeigen ihm mit der Hand die Richtung. Bitte mit Hör- und Sichtzeichen arbeiten und loben ihn freundlich, wenn er sich danach richtiget. Vielleicht müssen Siei m Anfang auch leise und freundlich mit ihm sprechen, wenn er ohne Zug an der Leine neben Ihnen läuft. Keine langen Strecken gerade aus laufen, liebe eine Acht, einen Kreis oder ein Viereck und machen Sie häufig Richtungswechsel, und bitte achten Sie darauf, dass auch Sie nicht ziehen. Sobald er schenller wird, sofort Richtungswechsel. Zeigen Sie Ihrem Hund aktiv, welches Verhalten von ihm gewünscht wird und dann durch freundliches Ansprechen.
    Ich denke, das ist zunächst ein guter Ansatz, um eine gute Leinenführigkeit zu bekommen. Denn er hat ja bisher gelernt, Ziehen an der Leine lohnt sich, damit komme ich zum Ziel.
    Das wäre aber erst einmal ein guter Start. Ich wünsche Ihnen viel ERfolg und vor allem Geduld!
    Ihre
    Marie-Louise Kretschmer
    www.hundeausbildung-naturnah.com

  • Jota123457
    Jota123457
    schrieb am 27.12.2016

    So werde ich es machen! Danke fuer die prima Tipps. Habe das im Prinzip scheinbar unbewusst aehnlich gemacht mit meinen anderen Hunden, denn keiner zieht an der Leine. Klar, Mami auch nicht, sie wartet, bis fertig geschnueffelt ist.......

  • Jota123457
    Jota123457
    schrieb am 28.12.2016

    Erstaunlich, habe am naechsten Tag wieder geuebt und Filo hat sich nicht einmal hingelegt, gekaempft oder gezogen! Ich ging los, er mit. Gleich gabs wieder Leckerlis, mehr als 2 Minuten habe ich nicht geuebt. Aber jetzt bin ich mir sicher, dass das alles nur eine Masche war!

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