Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Macht alles kaputt

  Nordrhein-Westfalen
Brittalea schrieb am 26.03.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Mischlinge ab 45 cm, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo. Mein Hund macht alles was er zwischen die Zähne bekommt kaputt. Er beißt den Linoleumboden raus, Tapete, Schränke einfach alles.
Er ist vormittags eine Zeit alleine von Ca 3 Stunden.
Wenn wir im Feld spazieren gehen, rennt er sobald etwas interessantes zu sehen ist weg und er hört garnicht mehr.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 27.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Liebe Hundebesitzerin,

    ich weiß jetzt nicht genau wie alt Ihr Hund ist. Entweder ist er im Zahnwechsel oder hat Trennungsstress beim Alleinesein. Oder beides! Wie man das Alleinesein übt erfahren Sie nachstehend:

    Eine häufige Ursache für dieses Verhalten ist Trennungsangst. Oftmals haben es diese Hunde im Welpenalter nicht gelernt, auch einmal alleine zu bleiben. Oder aber es gab ein für sie einschneidendes Erlebnis, wie z.B. ein Umzug, der sie so aus der Bahn geworfen hat, dass sie im neuen Zuhause nicht mehr alleine bleiben können. Diese Hunde müssen nun in ganz kleinen Schritten lernen, alleine zu bleiben. Das kann unter Umständen bis zu einem Jahr und länger dauern!

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox!

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw.
    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.

    Sollte er im Zahnwechsel sein bieten Sie ihm geeignetes Kaumaterial an.

    Zu draußen: Draußen ist bei seinem Trainingsstand die Ablenkung noch zu groß, daß er immer und überall hört und die erlernten Kommandos und Signale dort zuverlässig umsetzen kann. Üben Sie bitte auch hier schrittweise unter immer größerer Ablenkung die Kommandos. Wenn der Hund es in der Wohnung kann, heißt es nicht, dass er sie im Garten beherrscht und schon gar nicht, wenn er Hundekumpels sieht. Evtl. mit Schleppleine üben bis die Kommandos sitzen!!

    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    www. kerstin-gebhardt.d
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