Was tun, wenn Hund immer öfter knurrt?

  
YvonneMaylo schrieb am 09.03.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo.
Unser Labrador ist mittlerweile 5 Jahre alt und von klein auf ängstlich und unsicher im Umgang mit Menschen. Wir sind eine Familien mit zweit Kinder, 12 und 14. Eigentlich hat es ganz gut gekappt, hin und wieder kam ein Brummer, wenn es ihm gefühlt zu eng wurde. Gewohnt war er 6 Stunden am Tag allein zu sein, was ihm sehr gut tat. Seit einem Jahr, Corona, spitzt sich die Situationen zu.
Wir sind zur Zeit alle Vier 24 Stunden am Tag zuhause. Er brummt immer öfter, ganz besonders unseren 14-jährigen Sohn an. Er geht ihm regelrecht aus dem Weg und wenn das nicht gelingt, brummt er ihn an. Selbst mir gegenüber wirkt er zur Zeit öfter angespannter. Er ist allgemein unruhig und immer auf der Hut. Man merkt er möchte dabei sein, fühlt sich aber nicht so recht wohl wenn wir alle da sind und geht wieder.
Was kann ich tun, um ihm zu helfen und das Vertrauen zu meinem Sohn wieder aufzubauen. Ich bin ratlos. Vielen Dank Yvonne

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Antworten(9)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 11.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    Ihr Sohn soll den Hund komplett ignorieren. Das ist nicht einfach: Nicht ansprechen, ANSCHAUEN, Anfassen, kein Leckerchen - nix. ER soll weder auf ihn zugehen noch irgendetwas wollen. Der Hund braucht Abstand. Vielleicht nähert er sich selbst wieder und dann bitte auch nicht gleich wieder etwas tun. Geben Sie Ihrem Hund Zeit und Raum - respektieren Sie absolut den Platz auf dem er liegt. Keiner geht hin und streichelt ihn dort!!!!! Ignorieren Sie ihn, geben Sie ihm Raum, wenn Sie nichts von ihm wollen, kann er sich wieder nähern. Seien Sie sehr streng mit Ihren Kindern, wenn sie das absolute Verbot nicht befolgen! Denn der Hund hat mit seinem Brummen völlig recht. Wie anders soll er sich gegen Übergriffe wehren? Besonders, weil er von Anfang an nicht gelernt hat, mit Menschen umzugehen, sollten Sie es jetzt respektieren.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • YvonneMaylo
    YvonneMaylo
    schrieb am 11.03.2021

    Hallo Frau Büttner Vogt,
    Vielen Dank für ihre Antwort.
    Ihren Ratschlag haben wir schon seht häufig ausprobiert, doch so wurde es schlimmer. Das er auf senem Platz absolute Ruhe bekommt, wissen alle. Wir haben ihm sogar Raum im Büro geschaffen, wo er so gut wie ungestöhrt ist. Trotz alle dem sucht er verständlich Zuneigung und ist neugierig. Den Umgang mi Menschen hat er auch kennen gelern. Nur fühlt er sich in Räumen mit mehreren Menschen schon immer sehr unwohl. Zu Beginn war es sehr dramatisch, denn als Welpe hat er sich bei Besuch entleert und wollte sich verstecken. Draußen sieht es anders aus, dort ist er mittlerweile aufgeschlossener, dank vieler intensiver Arbeit. Die letzten Tage lief es besser bis mein Sohn Besuch von seinem Freund bekam, allerdings im Garten und Maylo war im Haus, war es wieder vorbei. Kann das eine Ursache sein?
    Einen schönen Abend, Gruß Yvonne Kläs

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 12.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    Er geht ihm regelrecht aus dem Weg und wenn das nicht gelingt, brummt er ihn an. Dieser Satz hat mich irritiert, das klingt danach, als lege Ihr Sohn es darauf an, aber Sie sagen ja, so ist es nicht.
    Sie haben tatsächlich ignorieren ausprobiert und es wurde schlimmer?
    Das verstehe ich nicht. Ich bin auch ein bisschen vorsichtig mit: Haben wir ausprobiert - Prozesse im Hundegehirn dauern Wochen, immer wieder, Regeln und Rituale, Geduld und Ruhe, immer wieder dasselbe...
    wochenlang, bis der Hund der neuen Situation vertraut. Ihr Kinder waren 5 Jahre jünger als der Hund kam, hier ist vermutlich schon einiges schief gegangen oder?Den letzten Satz verstehe ich vom Ablauf nicht...
    Ich würde mich freuen, wenn Sie den letzten Satz noch einmal erklären...
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • YvonneMaylo
    YvonneMaylo
    schrieb am 12.03.2021

    Guten Morgen,
    die Situation "Brummen" mit meinem Sohn passiert meistens dann, wenn unser Hund und unser Sohn sich im Flur begegnen, d.h. aneinander vorbei gehen müssen. Hier gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. diese Situation lässt sich sehr schwer vermeiden. Mein Sohn schaut ihn nicht an, spricht nicht mit ihm, gar nichts. Aber vielleicht haben wir es, wie sie schon sagen, nicht lange genug vollzogen. Es ist sehr schwer diese Situation zu sehen, wie Beide leiden. Sie erwähnten die letzten 5 Jahre mit den Kindern. Unsere Kinder sind mit Hunden groß geworden und wissen Regeln und Rituale zu befolgen. Sie sind sehr rücksichtsvoll und lassen ihm schon von Beginn an seinen Freiraum, so wie sie es von Klein an gelernt haben. Wie ich zu Beginn schon erwähnte ist Maylo sehr skeptisch, allem und jedem gegenüber. Es muß nur ein falsche Bewegung, Geste oder Stimmlage sein und er verhält sich so.
    Vermehrt passiert es zwar bei meinem Sohn. Aber es gibt auch Momente wo er mich oder meinen Mann anbrummt, sowie unseren Besuch. Und keiner erkennt warum. Er lässt sich streichen, freut sich, mit einem Mal brummt er.
    Drei Tage passiert nichts (Erläuterung letzter Satz) doch mit einem Mal fängt es wieder an. Obwohl alles wie immer ist. Ich verstehe es nicht.
    Viele Grüße Yvonne Kläs

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 13.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    zum Treffen auf dem Flur: Ihr Hund zeigt mit dem Brummen an, dass ihm etwas zuviel ist, er nicht damit umgehen kann. Ihr Sohn soll sich umdrehen und in sein Zimmer gehen, bis der Hund vorbei ist - rufen Sie den Hund am anderen Ende.
    Wenn er kommt und gestreichelt werden will, streicheln Sie ihn sofort und er brummt, wenn er genug hat? Das würde bedeuten, dass er Abläufe entscheidet, wann sie beginnen und enden?
    Können Sie sich an die erste Zeit erinnern? Haben Sie sich für ihn entschieden, weil er zurückhaltend war? Was haben Sie in der ersten Zeit gemacht, um ihn zu stärken? Warum kann er alles mit Brummen regeln?
    Vielleicht kommen wir weiter, wenn Sie mir noch mehr erzählen, wenn Sie wollen...

  • YvonneMaylo
    YvonneMaylo
    schrieb am 13.03.2021

    Guten Abend,
    erst einmal vielen Dank für Ihre Mühe.
    Wenn er gestreichelt werden will, kommt er zu einem, legt sich sogar neben uns, stupst auch gerne, lässt sich streicheln und nach einer Weile verändert sich seine Haltung und er brummt. Ohne das etwas gewesen ist. Auch bei Besuch, er fordert regelrecht zum Streicheln auf. Lässt es eine ganze Weile zu und brummt mit geduckter Haltung.
    Zur Anschaffung. Ehrlich gesagt war ich von dem Züchter nicht so begeistert, im Gegensatz zu meiner Familie. Ich dachte, wir bekommen das schon irgendwie hin. Ausgesucht haben wir ihn uns, weil er ein Rüde war und schwarz. Er war sehr ängstlich. Bei der Abholung hat er sich versteckt und am ganzen Leib gezittert. Draußen ist er vor Allem weggelaufen oder hat sich, Schwanz eingezogen, hinter uns versteckt. Bei der Abholung haben wir auch erfahren, das sein Wurf mit 6 Wochen von seiner Mutter getrennt wurde und mit 2 anderen Würfen zusammen gesteckt wurde. Die Züchterin nannte ihn bei der Abholung, Ihren Brummbär. Er hätte immer so gebrummt wenn sie ihn zum Kuscheln mit ins Bett genommen haben. Es war sicher ein Fehler ihn mit zu nehmen. Wir haben es uns auch anders vorgestellt. Aber jetzt gehört er zu unserer Familie und wir haben ihn trotz seiner Macken sehr lieb gewonnen.
    Wir lesen viele Bücher, ich habe ihn ausgebildet, Grundgehorsam, Dummy, Mantrailing. Es klappt draußen perfekt. Er hört wie eine 1, ist für alles offen. Nur im Haus weiß ich nicht mehr weiter. Er ist sehr sensibel was meine Stimmung angeht und sehr fixiert auf mich. Seine Freude mir gegenüber ist auch eher sehr überdreht.
    Wie habe ich Ihn gestärkt. Eine gute Frage. Im Haus...ich weiß es nicht. Dem Besuch habe ich gesagt, sie sollen Ihn ignorieren, weil er so ängstlich war. Unter uns Vier habe wir ihm auf seinem Platz in Ruhe gelassen, aber wenn er zu uns kam haben wir ihm sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Eine lange Zeit lang (fast immer) habe ich bei seinen Brummern geschimpft und Ihn auf sein Platz geschickt (eine Empfehlung von einem Hundetrainer). Das war sicher ein Fehler. Seit Corona und ständig Leben im Haus kommt er nur zur Ruhe oder schläft tief und fest wenn er allein in einem Raum ist.
    Ich hoffe ich habe nichts vergessen.
    Vielen Dank Yvonne Kläs

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 13.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    mit dem Züchter habe ich mir schon so gedacht, hilft aber nichts.
    Gehen wir es an:
    Sie rufen ihn zu sich und streicheln ihn drei-viermal und schicken ihn auf den Platz. Wenn er stuppst, schicken Sie ihn auf den Platz, rufen ihn nach ein paar Minuten zu sich, knuddeln, aufhören EHE er brummt.
    Sie setzen Regeln und Rituale. Ich denke, dass der Grundstein dazu bei der "Züchterin" gelegt wurde. Nun müssen wir versuchen, immer dem Brummen und der geduckten Haltung zuvor zu kommen. Lächelnd knuddeln, selbst aufhören, selbst anfangen!
    Versuchen Sie mehr auszuatmen. Vermutlich WARTEN Sie schon, dass er brummt und nehmen jederzeit Rücksicht. Ihr Hund hält Sie für unsicher, hat recht damit und schon wird seine Angst wieder bestätigt.
    Gehen Sie jeden Punkt im Haus durch und verändern Sie ihn:
    Begegnung im Flur mit Ihrem Sohn - Stupsen ignorieren, dann rufen,
    Fremde streicheln ihn nicht, wenn er selbst kommt. Rufen Sie ihn zu sich: Sag mal guten Tag, kurz streicheln, wieder auf die Decke.
    Alle Punkte am Tag sollten so sein, dass der unsichere Hund keine Entscheidungen mehr treffen muss, sondern Sie ihm IMMER zuvor kommen.
    Wenn er zu Ihnen kam, haben Sie immer viel Aufmerksamkeit geschenkt, bis zum Brummen. Ja, das auf den Platz schicken war falsch, weil er es gar nicht verstehen konnte. Jetzt machen Sie sich einen Sport daraus, dass er keine Gelegenheit bekommt zu Brummen, eine eigene Entschidung zu treffen, Sie zu etwas zu bringen und mit Brummen wieder zum Aufhören zu zwingen.
    Ich freue mich wieder von Ihnen zu hören, aber nicht nur Probieren, sondern echt
    durchhalten!
    Viele ERfolg
    Inge Büttner-Vogt

  • YvonneMaylo
    YvonneMaylo
    schrieb am 13.03.2021

    Hallo,
    Das hört sich gut an. Hab aber einige Fragen. Wie sollen die Kinder vorgehen. Sollen sie ihn auch auf den Platz schicken oder zwei dreimal streicheln und dann gehen? Darf er von seinem Platzt dann aufstehen wann er will? Wenn er dann doch brummt und ich ihn zu mir rufe, soll ich ihn dann belohnen, ablenken mit spielchen? Wenn Besuch kommt, Hund auf seinen Platz schicken, Besuch ankommen lassen, Hund begrüßen lassen und wieder auf seinen Platz schicken? Auf seinem Platz kann ich ihn Belohnen? Viele Fragen, sorry, aber es ist wirklich so das ich mittlerweile schon auf das Brummen warte. Wir werden daran wirklich arbeiten. Ich werde morgen eine Liste machen nund diese dann mit der Familie durchgehen, damit auch allle fleißig mitmachen.
    Ich kann wirklich nur danke sagen.
    Grüße Yvonne Kläs

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Morgen,
    Das hört sich gut an. Hab aber einige Fragen. Wie sollen die Kinder vorgehen. Sollen sie ihn auch auf den Platz schicken oder zwei dreimal streicheln und dann gehen?
    Das kommt darauf an. Wenn sie ihn auf den Platz schicken, wird er nicht getreichelt, sondern nur mit freundlicher Stimme gelobt. Wenn er dabei bleiben soll/kann, zweimal streicheln, ehe er brummt. Wie ist denn ein Spielchen mit Leckerchen, Ball oder so? Geistiges Training?
    Darf er von seinem Platzt dann aufstehen wann er will?
    Nein, Sie rufen ihn grundsätzlich zu sich. Wenn er aufsteht, schicken Sie ihn für zwei Minuten zurück, dann darf er gehen, wenn Sie es sagen.

    Wenn er dann doch brummt und ich ihn zu mir rufe, soll ich ihn dann belohnen, ablenken mit spielchen?
    Sie können solange mit ihm spielen, solange er nicht brummt. Seien Sie immer ein bisschen schneller und hören Sie früher auf, gern Leckerchen werfen, streicheln, dann wieder auf den Platz.

    Wenn Besuch kommt, Hund auf seinen Platz schicken, Besuch ankommen lassen, Hund begrüßen lassen und wieder auf seinen Platz schicken?
    Ich würde ihn grundsätzlich an die Leine (Schutz!) nehmen HINTER Ihre Füße, den Besuch zusammen begrüßen, dann auf den Platz schicken, lieber Brummen vermeiden...
    Auf seinem Platz kann ich ihn Belohnen?
    Wenn er bleibt ja, wenn nicht zurückschicken und belohnen, nicht streicheln, aber gern was Gutes.
    Erklärung: Streicheln war für ihn immer nach einer gewissen Zeit übergriffig, dann hat er gebrummt, deshalb sollten Sie versuchen, brummen zu vermeiden. Machen Sie einen fröhlichen Sport darauf, lächeln Sie, atmen Sie aus, bleiben Sie entspannt - zeigen Sie Ihrem HUnd, dass Sie sicher und zuverlässig sind.

    Viele Fragen, sorry, aber es ist wirklich so das ich mittlerweile schon auf das Brummen warte. Wir werden daran wirklich arbeiten. Ich werde morgen eine Liste machen nund diese dann mit der Familie durchgehen, damit auch allle fleißig mitmachen.
    Ich kann wirklich nur danke sagen.
    Grüße Yvonne Kläs
    Gern, ich würde mich auch noch über eine Bewertung freuen, muss aber nicht sein...
    Halten Sie mich auf dem Laufenden?
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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