Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Fehlverhalten

Nathalie_Bienert schrieb am 27.09.2015
Angaben zum Hund: Berner Sennenhund, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo,
immer wenn Aslan denkt, er hätte etwas falsch gemacht, und ich ihn rufe, will er entweder nicht kommen oder er duckt sich bei mir sofort auf den Boden. Dann ist es ein bisschen schwierig ihn wieder zum aufstehen zu bekommen, weil er schon ganz schön schwer ist. Meine Frage: Was kann ich tun damit er aufhört sich zu ducken und auf den Boden zu kauern?
Mit freundlichen Grüßen N. Bienert

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 27.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, an irgendeiner Stelle hat das Vertrauensverhältnis des Hundes zu ihnen zu Schaden gekommen. Er hat leider "Bestrafung/Unangenhemes" mit ihnen als Person verknüpft.
    Ihre Aufgabe ist es jetzt, dieses wieder aufzubauen. Ihr Hund zeigt ein Beschwichtigungs/ Unterwürfigkeitsverhalten. Dies zeigen Welpen/Jungshunde, wenn sie einen Konflikt vermeiden wollen , wenn sie unsicher sind oder wenn sie (innere) Spannungen abbauen wollen.
    Versuchen sie bitte ihre Handlungen so zu verändern, dass Aslan nicht mehr in diese für ihn vermeintlich "bedrohliche" Situation mit ihnen kommt.
    Konkrete Vorschläge wären für den Alltag:
    Wenn er nicht zu ihnen kommt, hocken sie sich hin, beschäftigen sie sich mit einem interessanten Spielzeug/Leckerchen. Wenn er kommt, loben sie ihn. Es ist sowieso zu spät ihn für ein Fehlverhalten zu bestrafen, denn dies kann er nicht mehr verknüpfen. dafür hätten sie maximal 3 Sekunden Zeit.
    Loben sie ihn mehr. Wenn er z.B. "Sitz" machen soll und es nicht tut, warten sie geduldig. Er wird sich stzen - es kann aber etwas dauern. Sitzt er, belohnen sie ihn sofort. Er verknüpft positives nämlich schnell mit seinem gezeigten Verhalten. Sie werden sehen, er bald wird schneller und mit Freude mit ihnen arbeiten.
    Macht er einen Fehler, belohnen sie ihn nicht, bestrafen sie ihn aber auch nicht. Ignorieren sie dies und lassen sie ihn überlegen, wie er zu seiner Belohnung kommt, Die möchte er nämlich haben, deswegen wird er ihnen auch irgendwann das gewünschte Verhalten zeigen. Haben sie Geduld.
    Belohnen ist nicht immer Leckerli - dazu gehören Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten, gemeinsames Spiel. Variieren sie.
    Auch unter den großen Hunden gibt es sehr sensible Tiere, die empfindlich auf ( aus ihrer Sicht) "harte" Maßreglungen reagieren. Aslan scheint dazuzugehören, auch wenn er sonst vielleicht ein "starker" Jungspund ist.
    Eventuell finden sie in ihrer Nähe auch eine Hundeschule, die sich mit solchen Rassen auskennt und die Beschäftigung und Training für große Hunde anbietet.
    Dies fördert ganz nebenbei das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen Beiden.
    Adressen finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freunlichen Grüßen Sabine Kutschick

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