Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie bekomme ich die Angst meines Hundes in den Griff?

Jette259 schrieb am 07.11.2015
Angaben zum Hund: Labrador, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Hund verbindet einen bestimmten Wald mit Angst. Der Grund sind die lauten Schüsse (nur ein paar Meter von und entfernt) von Jägern. Wie bekomme ich ihn wieder in den Wald?

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Antworten(3)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 08.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, wird dort regelmäßig geschossen oder war es ein einmaliges Ereignis?
    Wenn es ein einmaliges Ereignis war, können sie folgendes versuchen.:
    gehen sie Richtung Wald, biegen sie aber vorher ab und wählen einen anderen Weg.
    Machen sie dort ein paar tolle Spiele mit dem Hund. Der Hund soll erst einmal lernen, es geht zwar Richtung "böser Wald" aber nicht ganz bis dorthin und dann gibt es IMMER etwas ganz tolles mit Frauchen zu erleben. Er wird sich bald auf den Weg dorthin freuen.
    Ohne viel Aufhebens zu machen, verlegen sie ihren Spaziergang immer näher an den Wald heran, gehen einfach ein wenig hinein, wieder tolle Spiele, hinausgehen. Spielen sie mit ihm im Wald, lassen sie ihn etwas suchen etc. da sind ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt.
    Sie können das Training mit Adaptiltabletten, Bachblüten rescue Tropfen oder Vetplus calmex unterstützen. Dies geben sie dem Hund vor dem Spaziergang in das "gefährliche" Gebiet. Es soll den Hund sanft unterstützen, seine Ängste zu überwinden und so ein erfolgreiches Training ermöglichen.
    Vielleicht haben sie auch die Möglichkeit mit einer Hundegruppe einen Spaziergang in diesen Wald zu unternehmen. Manchmal kann Gruppendynamik auch "Wunder" bewirken.
    Wird dort regelmäßig geschossen, müßten sie den Hund erst an die Schussgeräusche gewöhnen, bevor sie wieder in das "gefährliche" Gelände gehen.
    Sie werden viel Zeit und Geduld benötigen und dürfen nur in kleinen Schritten trainieren, da es sonst eventuell zu Rückschlägen kommen kann. Überfordern sie den Hund nicht.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

  • Jette259
    Jette259
    schrieb am 08.11.2015

    Dankeschön für diese schnelle Antwort. Einen Tag später, nachdem ich Ihnen diese Frage stellte, wurde sein Verhalten aber noch schlimmer. Er ging nicht mal mehr vom Grundstück und zog die Rute ein, wenn ich auch nur die Jacke anzog. Wir testeten schon ob er im allgemeinen davor Angst hat in einen Wald zu gehen oder ob es nur an diesem einen Wald liegt, indem wir mit dem Auto an einem ihm unbekannten und einmal einen anderen ihm bekannten Wald fuhren. Bei beiden war er normal es liegt also wirklich bloß an diesem einen Wald. Bei allen anderen ist er völlig normal. Ich weis nicht was ich machen soll, wenn er nicht mal aus dem Grundstück raus geht.

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 09.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, sie sollten die Ängste ihres Hundes schon ernst nehmen, aber sich diesen nicht unterordnen.
    Ziehen sie ihre Jacke an, leinen sie den Hund an und gehen hinaus. Er wird sich weigern, so wie sie es beschreiben. Aber sie ignorieren dieses Verhalten. Ziehen sie ihn ruhig ein Stück hinter sich her. Gehen sie nicht in Richtung Wald, sondern wählen eine alternative Gassirunde. Achten sie dabei auf ein gut sitzendes Geschirr/Halsband aus denen er sich nicht befreien kann.
    SIE bestimmen, wann und wohin sie gehen. Der Hund muß akzeptieren,d ass es eventuell Situationen gibt, in denen er sich unwohl fühlt - aber SIE bestimmen und ER kann sich auf sie verlassen.
    Diese Situation ist ähnlich wie es oft bei Tierarztbesuchen geschieht. Der Hund hat eine unangenehme Erfahrung an dieser bestimmten Stelle gemacht und möchte sie (naturgemäß) meiden. Leider geht dies nicht, ab und an muß der Hund trotzdem wieder dorthin. Also versucht man dem unsicheren Hund, diese Situation wieder etwas angenhemer zu machen. Oft helfen tolle Leckerchen oder andere (selbssichere) Hunde.
    Probieren sie dies auch aus. Gehen sie einfach los, belohnen sie den Hund mit tollen Leckerchen/Spiel wenn er locker an ihrer Seite ist.
    Machen sie aus der Situation kein großes Drama. Sicher ist es eine schlechte Erfahrung gewesen, aber auch damit muß er umgehen lernen. Seien sie selbstbewußt, geben sie ihm Sicherheit und übernehmen sie die Führung.
    Meist ist es so, dass die Hunde relativ rasch ihre Unsicherheiten ablegen.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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