Was tun bei Angst vor Wind?

  
lena_oppermann schrieb am 07.04.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Max ist jetzt seit fast eineinhalb Jahren bei mir. Er kommt aus dem Tierschutz in Rumänien. Er kam bereits mit 6 Monaten hier her, und zeigte sich wohl zuerst recht aufgeschlossen und neugierig (Aussage Tierheim). Leider hat er bei seinen vorherigen Besitzern 8 Monate recht isoliert gelebt (übertriebene Rücksichtnahme) und hatte wenig kennengelernt. Das alles bekamen wir in den Griff. Nur die Angst vor Wind in der Wohnung ist ein Problem. Draußen findet er Wind super toll. Aber sobald er nur ins Haus soll, Panik pur.


Ratschläge im Internet laufen immer wieder auf CD oder Pheromone zur Beruhigung hinaus. Weder das eine noch das andere funktionieren. Die Panik wird dann recht schnell zu einer Art Starre. Er liegt dann, irgendwo in eine Lücke gezwängt. Beliebt ist dabei interessanterweise die Balkontür (nicht sinnvoll) und beunruhigender Weise das Gehege der Meerschweinchen, was aus diversen Gründen nicht so toll ist. Langsam gehen mir die Ideen aus. Vielleicht bekomme ich ja hier einen Rat der mir weiter helfen wird.

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.04.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    welche Art von Wind ist das? Zugluft? Woher kommt der Wind? Von jedem Türöffnen? Wann ist es unter welchen Umständen windstill?
    Wieso haben Sie Wind in der Wohnung?
    Ich kann es mir nicht vorstellen, dass man mit immer wieder Tür zu
    oder Zugluft vermeidet, den Wind nicht abstellen kann.
    Bitte erzählen Sie es mir noch genauer,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • lena_oppermann
    lena_oppermann
    schrieb am 08.04.2022

    Das hab ich tatsächlich sehr ungünstig formuliert... Also ich habe jetzt keinen Wind in dem Sinne in der Wohnung. Es sind die Geräusche die dabei entstehen. Wir haben auf einer Seite direkt vor der Tür Feld. Wenn der Wind von dort kommt pfeift es. Aber auch das Geräusch, was entsteht wenn eine Böe gegen ein Fenster drückt, oder das Durchzug Geräusch im Treppenhaus wenn jemand die Haustür öffnet. Aber auch visuelles wahrnehmen von Wind verunsichert ihn stark. So ist bei wenig Wind, die gekippte Balkontür okay, außer dadurch bewegt sich eine Gardine leicht hin und her. Das zuschlagen eines Fensters oder einer Tür dagegen, lässt ihn zwar kurz erschrecken, aber nach den ersten Sekunden ist alles wieder in Ordnung. Was ich nicht ganz verstehe, er ist ein wirklich helles Köpfchen, hatte aber wie bereits erwähnt wenig kennen gelernt und vor so ziemlich allem Angst. Räder jeglicher Art, Rohre unter Wegen, damit man sie überquert. Bei all den anderen Sachen speicherte er recht schnell ab, daß ihm nichts passiert und dann war das gut. Auch dass ein runter fallender Schlüssel etc. nichts ungewöhnliches ist. Er ist ein komplett anderer Hund, als der den ich im Dez 2020 aufgenommen habe und entwickelt sich ansonsten super. Aber sobald etwas Sturm aufkommt, ist es als wäre er gerade erst zu mir gekommen. Es ist halt auch diese Intensität die mir Sorgen macht. Er zittert nicht, er hechelt nicht, er erstarrt regelrecht. Er ist dann weder ansprechbar, noch reagiert er auf Berührung. Er weicht weder zurück, noch zeigt er Abwehrverhalten. Egal ob es um einfaches berühren geht oder sogar um hoch heben.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.04.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    Rumänien ist kein gutes Land für Hunde. Nehmen wir einmal an, er hat als Welpe jedesmal wenn eine Tür aufging, zusammen mit seiner Mutter nichts Gutes erlebt und ein Trauma entwickelt. Diese Erlebnisse aus der Welpenzeit sitzen sehr tief und werden jedesmal wieder aktiviert, wenn eine ähnliche Situation passiert.
    In der Psychologie würde man hier mit einer Konfrontationstherapie beginnen, z.B. bei der Angst vor Spinnen...
    Lassen Sie Ihren Hund hungern. Machen Sie einen sehr leichten Zug und füttern Sie ihn aus der Hand - aber kein Trockenfutter, sondern was richtig Gutes. Stress plus Fressen geht nicht. Wenn es IHnen gelingt, den Wind mit Futter, Leberwurst, Fleischwurst zu verbinden ,
    könnte es klappen, dass sich sein Gehirn umstellt, und das negativ Erlebte für das Gute verdrängt. Machen Sie sich einen genauen Plan,
    nicht zuviel Wind, atmen Sie aus!!! Sie versuchen Wind mit Futter zu verknüpfen.
    Ich wünsche Ihnen gaaanz viel Erfolg
    und ich würde mich freuen, irgendwann eine Erfolgsmeldung zu hören,
    viele Grüße
    Inge Büüttner-Vogt

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