Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund hat vor allem was Geräusche macht angst

  Rheinland-Pfalz
14121992 schrieb am 02.12.2015   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Husky,Mischling , männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo
Mein Schatz Yoko ist ein angst Hund aus Bulgarien. Hat vor Geräuschen die er nicht kennt angst. Ist misstrauisch. Guckt immer ob jemand da ist oder nicht.
Hat seine Ohren überall. Und kann sich deswegen aufs wesentliche zbs. Gassi gehen nicht konzentrieren. Er ist jetzt 2,5 Jahre alt ansonsten ein total lieber.Hat keine angst vor menschen, Hunden oder Flugzeugen. Aber vor Regen was an die Scheibe klopft hat er angst. Warum ist das so??

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 03.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,wo ist er aufgewachsen? Sehr abgeschieden (Dorf/Land)? In eine Familie integriert oder auf der Straße?
    Sind die Schilddrüsenwerte des Hundes überprüft worden? Dies kann ebenfalls eine Ursache für ein solches Verhalten sein bzw. es verstärken.
    Sollten diese in Ordnung sein, können sie verschiedene Dinge ausprobieren:
    Im Internet finden sie etliche Möglichkeiten, wo sie unterschiedliche Geräusche downloaden können. Diese können sie GANZ LEISE!!!! als Dauerschleife z.B. beim Frühstück oder anderen Situationen in denen alle entspannt sind, laufen lassen. Bitte beachten, für sie sollte es kaum hörbar sein, Hunde ein haben ein sehr viel besseres Gehör als wir Menschen! In dem Raum, in dem sie diese Geräusche abspielen, können sie auch noch einen Adaptilzerstäuber aufstellen. Adaptil imitiert ein beruhigendes Pheromon der Mutterhündin.
    Bieten sie dem Hund dort vielleicht eine "Höhle" an, in die er sich zurückziehen kann.
    Bleiben sie ruhig, bedauern sie ihn nicht wenn er sich erschrickt, seien sie einfach nur da.
    Bevor sie Gassi gehen, können sie auch versuchen ihm Adaptiltabletten, Bachblüten rescue Tropfen oder Vetplus calmex rechtzeitig vorher zu verabreichen. Dies reduziert das Stresslevel und ihr Hund kann sich innerlich entspannter der "bedrohlichen" Umwelt stellen. Nur wenn er entspannter ist, kann er dies verarbeiten und irgendwann als "nicht bedrohlich" abhaken.
    Vielleicht gelingt es ihnen, ihn irgendwann mit etwas sehr leckerem zu "ködern", so dass er seine Unsicherheit/Angst "wegfressen" kann.
    Alles in allem werden sie sehr viel Geduld benötigen und müssen auch immer wieder mit Rückschlägen rechnen. Auch bei einem anfänglichen Erfolg kann sich sein Angstverhalten im Alter wieder verstärkt zeigen.
    Ich würde ihnen trotz allem noch empfehlen, sich an einen erfahrenen Hundetrainer zu wenden.
    Möglicherweise könnten sie auch noch andere Dinge versuchen (Alternativverhalten, Entspannungstraining etc.) dieses kann man aber nur vor Ort beurteilen, je nach den gegebenen Möglichkeiten.
    Adressen von Hundetrainern finden Sie z.B auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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