Sven S.
schrieb am 21.01.2013
Hallo Kathrin,
erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Familienmitglied!!!
Dein Hund hat sehr viel mitgemacht und solche Hunde haben mehr als mein Mitgefühl! Du darfst aber nicht den Fehler machen und deine Hündin bemitleiden. Ich möchte dir natürlich nicht unterstellen, dass du dieses tust, wollte es aber nur kurz erwähnen, da das Verhalten menschlich ist. Nur tut man seinem Hund dadurch kein Gefallen, da dieser dadurch verunsichert wird..
Nun zu deinem Problem: Es ist super, dass dein Hund nicht panisch wird! Deine Hündin darf ruhig ängstlich sein, das wäre auch ein Hund, der nicht aus schlechten Verhältnissen kommt und die Familie wechseln musste. Du beschreibst das Problem sehr gut. Du sagst, dass sie hin und her geht und nicht weiß wo sie lang möchte.
Deine Hündin erwartet von dir, dass du sie führst und nicht dass du nur hinter ihr her gehst. Sprich, halt deinen Hund an der kurzen Leine und das wichstigste daran ist, dass du zügig gehst. Denn nun muss sich dein Hund an dir orientieren und hat keine Zeit darüber nachzudenken, was sie eigentlich möchte oder ob um die Ecke irgend etwas schlimmes lauert. Wenn du an einer Wiese angelangt bist, wo sie sich entleeren soll, dann bleibst du stehen (nicht auf der Wiese hin und her gehen, sondern einfach stehen bleiben). Macht sie innerhalb von 5 min nicht, dann gehst du wieder zügig weiter bis zur nächsten Wiese und versuchst es erneut. Erleichtert sich deine Hündin, dann lobst du sie mit Worten und gibt ihr auch ein Leckerlie. Sie wird schnell merken was von ihr erwartet wird. Um sie stubenrein zu bekommen, musst du natürlich wie beim Welpen auch anfangs sehr oft rausgehen. Sie ist aber ein Junghund und ich bin mir sicher, dass das ziemlich schnell klappen wird.
LG