Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund hat Angst vorm Gassi gehen !

  
martin-g schrieb am 23.05.2012   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo, mein 3 jährige Australian Shepard Hündin hat wahnsinnige Angst davor Gassi zu gehen! An Sylvester 2010 wurde in Ihrer nähe ein Böller gezündet, seit diesem Ereignis hat sie kaum noch Lust dazu Gassi zu gehen und es wird immer schlimmer. Mittlerweile erschrickt sie bei jedem noch so kleinen Geräusch (Kinderlachen,Fahrradklingel usw.) Dann fängt Sie das bocken an möchte so schnell wie möglich Nachhause und stranguliert sich an der Leine bzw. möchte sich aus dem Geschirr herauswinden!
Auch das locken mit dem Lieblingsspielzeug,Leckerli oder gar der Versuch mit dem Nachbarhund sie zu motivieren scheiterten bisher! Ich leide sehr mit dem Tier da es für diese Rasse untypisch ist .Ich weiß nicht wo ich bei diesem Hund ansetzen soll um das Problem in den Griff zu bekommen! Ich überlege sogar einen Hundepsychologen zu beauftragen!
Ich hoffe sehr auf Ihre Antwort!

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 23.05.2012
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,


     


    das Problem, das bei Ihrem Hund besteht, entwickelt sich leider sehr oft in genau der Art und Weise, wie Sie es beschreiben: Ein Hund bekommt einmal Angst vor einem bestimmten Reiz, und nach und nach verallgemeinert sich das Problem auf alle möglichen Situationen. Man bezeichnet das Phänomen als Generalisierung.


     


    Bei Angst und Panik, insbesondere bei so weit generalisierten Problemen, besteht eine Therapie aus intensivem Training, dass in sehr kleinen Schritten erfolgen muss und dementsprechend langwierig ist. Es hat sich gezeigt, dass dabei - vor allem in den ersten Wochen bis Monaten - eine Unterstützung durch Ernährungsumstellung bzw. Ernährungsergänzungsstoffe sowie insbesondere Medikamente enorm hilfreich oder sogar notwendig ist. Ihre Idee, einen "Hundepsychologen" zu kontaktieren, halte ich daher für sehr sinnvoll. Ich würde Ihnen allerdings empfehlen, nicht irgendeinen "Hundepsychologen" (Achtung, keine geschützte Berufsbezeichnung) zu wählen, sondern sich an einen Tierarzt zu wenden, der sich auf Verhaltenstherapie spezialisiert hat (siehe www.gtvmt.de).


     


    Viele Grüße,
    Stefanie Ott 

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