Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hund hat Angst vor allem

  Bayern
Annalucky schrieb am 02.02.2017   Bayern
Angaben zum Hund: Chihuahua- Zwergspitz, männlich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Unser Rüde Lucky (nicht kastriert) ist ein kleiner Zwergspitz-Chihuahua Mischling und 1,5 Jahre alt. Aufgrund seiner Größe muss ich zugeben, dass wir ihn vielleicht ein bisschen zu sehr im Welpen-Alter verwöhnt haben...
Jedenfalls hat er seit dem Welpenalter panische Angst vor lauten bzw. plötzlichen Geräuschen. Auch wird jeder Hund der größer ist als er (was bei Luckys Größe nicht schwer ist;)) beim Gassi gehen angebellt und angeknurrt.
Wir haben wegen des Bellens schon Ablenkungen mit Leckerchen oder Spielzeug versucht, aber nichts hilft.
Gegen seine Angst vor Geräuschen haben wir noch nichts unternommen, da wir nicht wissen was wirklich hilft.
Seit neuestem rührt er auch das Fressen aus dem Napf nicht mehr an. Nur wenn man es ihm aus der Hand gibt oder ohne Napf einfach auf den Boden legt frisst er es.

Ich hoffe sie können uns helfen.
Lg

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Antworten(6)

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 03.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    Sie haben so einige Baustellen. Das einfachste ist das Futter. Stellen Sie dem Hund 3 mal täglich den Futternapf hin für 10 Minuten und nehmen ihn dann wieder weg. Spätestens am dritten Tag wird Ihr Hund ordentlich aus dem Napf fressen. Allerdings dürfen Sie ihn dabei nicht beobachten und keine Angst haben das er verhungert. Wichtig ist das er den ganzen Tag Wasser zur Verfügung hat. Ich weiß das hört sich brutal an, aber überlegen Sie doch mal wie viel Aufmerksamkeit SIE dem Fressen geben. Der Hund traut sich schon nicht mehr entspannt zu fressen. Wichtig ist, dass der Hund aber zwischendurch keine Leckerlie bekommt. Da er sonst schon von den Leckerlie satt ist und deshalb nicht mehr fressen mag. Das Problem mit den Geräuschen würde ich so lösen, dass ich den Hund an die Geräusche gewöhne. Das heißt z:B. ein Topfdeckel fällt auf den Boden und der Hund erschreckt sich. Dann würde ich ihn anlocken und ihm zeigen das der Topfdeckel nicht schlimm ist und auch das Geräusch machen damit er merkt das ist nicht schlimm. Und das mit allen Geräuschen die ich nochmal machen kann. Wichtig den Hund nie trösten und ihm den Eindruck vermittel das diese Geräusche alle schlimm sind. Und beim anbellen und anknurren von anderen Hunden würde ich schon das leiseste knurren streng verbieten. Der Hund soll lernen, dass Sie als Mensch es nicht dulden das er andere Hunde anpöpelt.
    Viel Erfolg wünscht Elke Heese

  • Gabriele Prenzel
    Gabriele Prenzel (Hundetrainer)
    schrieb am 03.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Wie sie ja selbst bereits gemerkt haben, haben sie eine Menge Probleme, die einer genaueren Verhaltensanalyse bedürfen.
    Vielleicht sollten sie überlegen, ob nicht eine individuelle Beratung abgestimmt auf ihren Hund die bessere Wahl für eine Problembehandlung wäre. Auch sollten sie insbesondere bei ihrer Rasse nicht das Risiko einer Unterzuckerung eingehen.

  • Annalucky
    Annalucky
    schrieb am 08.02.2017

    Hallo, danke für die schnellen Antworten. Das mit dem Futter haben wir wieder gut im Griff. Die Angst vor Geräuschen hat sich allerdings noch nicht wirklich gebessert. Vielleicht müssen wir das aber auch einfach nur noch ein bisschen mehr üben. Das Bellen und Knurren bei fremden Hunden wurde auch noch nicht besser. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es Lucky egal ist, wenn man mit ihm schimpft....

    Lg

  • Gabriele Prenzel
    Gabriele Prenzel (Hundetrainer)
    schrieb am 16.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Es ist ihm nicht egal, wenn sie ihn schimpfen. Aber es hilft ihm in der Sache auch nicht weiter. Das Verhalten ihres Hundes ist vermutlich auf Angst zurückzuführen und sein erlerntes Verhalten befriedigt seine Ängste. Wenn ich mich vor Löwen fürchte, wird es nicht weniger beängstigend sein, wenn sie mich dafür schimpfen.

  • Annalucky
    Annalucky
    schrieb am 12.03.2017

    Und was sollte ich dann ihrer Meinung nach tun?

  • Gabriele Prenzel
    Gabriele Prenzel (Hundetrainer)
    schrieb am 12.03.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Ich würde Ihnen empfehlen, dass sie sich eine vertrauensvolle Hilfe vor Ort suchen.
    Nach meiner Erfahrung haben sie alleine keine Chance, wenn sie nicht enorm viel Kenntnisse über Verhaltensverstärker haben.
    Ausschliesslich gezieltes Einzeltraining ist ausserdem für die Verhaltensänderung notwendig.
    Verhalten ist so komplex und individuell, dass eine Hilfe auf diesen Weg nicht möglich ist.

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