Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Bellen und beißen

  
mona_k. schrieb am 22.10.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Liebes Agila-Team,
Wie kann ich meinem Hund in folgenden Situationen das Bellen und Beißen abgewöhnen? (Bitte nicht lachen, es sind wirklich crazy Situationen):
1.) Sobald ich meine Hose anziehe, beißt er in die Hosenbeine und bellt wie verrückt! Wahrscheinlich weiß er, dass es dann raus geht oder ich das Haus verlasse,
2.) Wenn ich ins Bad gehe, fängt er an zu kläffen,
3.) Wenn wir raus in den Garten gehen beißt er wie wild in meinen Schuh,
4.) Wenn ich ihn in seine Transportbox ins Auto setze und diese am Reißverschluss zu machen möchte, möchte er in meine Hand beißen,
5.) Wenn ich ihm nach dem Spazierengehen seine Pfoten säubern möchte, beißt er grundsätzlich in die Hand.
Es ist zwar jedes Mal kein festes Zubeißen und oft wahrscheinlich auch spielerisch gemeint, ebenso wie das Bellen, aber wenn ich ihn mit einem lauten, kräftigen "Nein!" ermahne und ihn dabei ansehe, muss er auf mich hören und das unterlassen! Stattdessen interessiert ihn das Null und er macht einfach weiter.
Ich kann mir auch nicht erklären, was ihm immer nicht passt, dass er sich so verhält.
Habt ihr Tipps für mich?
Zur Info: Es handelt sich um einen 3 Jahre alten Chihuahua-Mischling aus dem Tierheim.
Ich bedanke mich herzlichst im Voraus für Eure Antwort und Hilfe!


Liebe Grüße!

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Deine Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 22.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Mona,
    Ihr Hund muss nicht aufhören, wenn Sie laut "Nein" sagen und ihn anschauen. Er muss es aus dem Grund nicht unterlassen, weil er nicht versteht, was Sie meinen. Hunde verstehen unsere Sprache nicht! Da kann man noch so laut und kräftig etwas sagen. Die Hunde verstehen es dann immer noch nicht. Besser ist es immer, einem Hund zu ZEIGEN, was man will oder auch nicht. Wenn man zuviel redet, erreicht man eigentlich immer das Gegenteil von dem, was man möchte. Man kann einem Hund ein Kommando beibringen. Aber auch hier sollte man ihm zeigen, mit viel Zeit und Geduld, was das Kommando bedeutet. Man kann, wenn er es nicht gelernt hat, noch so laut und kräftig das Kommando wiederholen, er wird es nicht ausführen.
    Was ich denke ist, dass der Kleine nie gelernt hat, alleine zu bleiben. Deswegen auch das Bellen, wenn Sie ins Bad gehen. Er will Sie kontrollieren und kann das dann nicht mehr.
    wenn Ihr Hund es schon nicht ertragen kann, dass Sie ohne ihn ins Bad gehen, hat er natürlich eine Menge Stress, wenn Sie die Wohnung verlassen.
    Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
    Üben Sie mit ihm das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Der Hund soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann er entspannen. Wenn Sie merken, dass er entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn er sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.
    Desweiteren denke ich, dass Sie dem Kleinen keine Grenzen aufgezeigt haben. Das wären z. B. wenn der Hund etwas von Ihnen fordert, wie Streicheleinheiten, spielen oder Futter, sollten Sie es ignorieren.
    Springt der Hund von sich aus auf Bett oder Sofa, wird er sanft weggedrückt. Er darf dort nur hin, wenn Sie es erlauben.
    SIE agieren, der Hund reagiert, NIE umgekehrt. Dann sind Sie der "Boss". Wenn es umgekehrt ist, wie jetzt, ist es der Hund.
    Wenn Sie etwas tun, machen Sie es bitte, ohne auf den Hund einzureden. Das regt ihn auf und ich bin mir sicher, deswegen beißt er auch.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deiner Erziehungsfrage?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Weglaufen bei geöffneter Tür

Ich habe 5 Chihuahuas. Mutter, Vater, Tochter und 2 Söhne. Einer der... mehr

Ständiges bellen beim Gassi gehen

Meine Labrador/Husky Hündin (3Jahre) zieht an der Leine beim Gassi... mehr

Bindung eines Herdenschutzhundes?

Mein Herdenschutzhund (9Jahre alt) hat sich angewöhnt immer öfter... mehr

Hund hört nicht

Hallo Mein labbi 8 monate alt,hört kein stpck wenn er um garten... mehr