Was soll ich tun, wenn mein Hund mein Baby anknurrt?

  
selina_kordel schrieb am 11.06.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
mein Hund, ein kastrierter Labrador Rüde, ist 5 Jahre alt. Er ist sehr entspannt. Mein Sohn ist 10 Monate alt und krabbelt nun seit einiger Zeit. Er ist total verrückt nach dem Hund und krabbelt oft zu ihm hin. Ich halte meinen Sohn dann auf dem Arm oder dem Schoß, damit er ihn anfassen kann, aber ihn dabei nicht verletzt. Nun hat mein Sohn ihm an den Oberschenkel gefasst und der Hund hat geknurrt. Was das erste Mal war, also habe ich mir das mal alles genauer angeschaut und ich hatte das Gefühl der Muskel des Oberschenkels sei etwas dicker und härter, als auf der anderen Seite, also habe ich das Verhalten auf evtl. Schmerzen geschoben. Ein paar Tage später hat mein Sohn ihn an den Vorderbeinen angefasst und er begann wieder zu knurren. Nun zum Verständnis, ich hatte meinen Sohn dabei jedes Mal auf dem Arm und saß vor meinem Hund.


Nun spiele ich ehrlich gesagt mit dem Gedanken meinen Hund abzugeben, da ich Angst habe dass schlimmeres passiert. Es zerreißt mir auf der anderen Seite natürlich mein Herz und ich klammere mich an die Hoffnung, dass es besser wird. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich selbst merke, dass ich angespannt bin wenn wir zu dritt in einem Raum sind, einfach weil ich Angst um meinen Sohn habe, dadurch sperre ich meinen Hund nun immer weg. Was allerdings in meinen Augen auch nicht "gesund" und gut ist... Ich muss sagen ich bin etwas verzweifelt.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.06.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Selina, wenn der Hund knurrt sagt er erst einmal nur, daß er das nicht gutfindet, was gerade passiert. Kinder stehen weder in der Rangfolge über dem Hund noch genießen sie "Babyschutz". Meistens läuft das Zusammenleben jedoch gut ab, weil Babies die wichtigen Ressourcen der Hunde nicht bedrohen. Wagt sich jedoch ein kleines Wesen unbewusst zu weit nach vorn und es kommt zur Konkurrenz um Futter, Spielzeug, die Nähe zum Besitzer oder Ähnliches, wird das Kind vom Hund verwarnt. Diese Warnungen werden häufig übersehen: es fängt bei starrem Blick an bis hin zu dem tatsächlichen Drohen, Knurren, Zähne blecken etc. Bei den Drohungen müssen Sie handeln und sofort die Aufmerksamkeit vom Kind weglenken, Kind und Hund trennen, und mit dem Hund räumlich getrennt z.B. einige Kommandos üben, für die er dann ein paar Leckerlies bekommt. Niemals sollte man panisch schreien oder den Hund strafen, denn in seinen Augen hat er nichts falsch gemacht. Lassen Sie ihm Zeit und schaffen Sie ihm einen ruhigen Platz, von wo er sich die neue Situation anschauen kann. Falls Sie zu viele Bedenken haben, holen Sie sich bitte Hilfe vor Ort durch eine Fachfrau/-mann, der sich Ihren Hund und die Situation bei Ihnen zu Hause anschaut.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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