Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Aggressivität gegenüber Besuch

  
1alexandra1 schrieb am 28.11.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


ich habe eine Mischlingshündin aus dem Tierschutz. Shiva ist nun seit 6 Monaten bei uns. Jetzt ist sie 11 Monate alt. Von Anfang an hatte sie Probleme an der Leine mit anderen Hunden, erst wenn sie diese kennt und vertraut, geht sie nicht auf Abwehr. Nun haben wir ein massives Problem mit neuen Besuchern. Sie regt sich auf und steigert sich extrem in die Situation hinein. Festheben und anbinden, steigert es noch mehr. Alle die sie kennengelernt hat und denen sie vertraut, dürfen sie anfassen und kraulen, schaut dann schon nach Unterwürfigkeit aus. Sie war von Anfang an ängstlich gegenüber Fremden. Trainingsstunden haben wir mit ihr seit sie ein Monat bei uns ist. Ist das Unsicherheit oder Angst vor Fremden?


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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 02.12.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Alexandra,
    wie Sie bei den Besuchern schon bemerkt haben, steigert sich die Hündin beim festheben oder anbinden nur noch mehr. Wenn Sie dann wahrscheinlich noch schimpfen, AUS, NEIN oder Ähnliches sagen, verstärkt sich das Verhalten dann noch weiterr.
    Draußen, bei anderen Hunden ist es ähnlich. Da liegt das Problem wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an der fehlenden Leinenführigkeit und zusätzlich noch am Schimpfen. Achten Sie darauf, dass Ihre Hündin immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und die Hündin muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihre Hündin nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von der Hündin wohin ziehen, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn sie zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.
    Damit sich die Hündin nicht mehr bei Besuchern so aufregen muss, sollten Sie ihr auch hier Sicherheit vermitteln. Das geschieht, indem Sie der Hündin ZEIGEN, dass Sie alles im Griff haben und sie nicht regeln muss.
    Üben Sie zuerst mit der Hündin, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn sie den Platz verlassen will, bringen Sie sie kommentarlos wieder hin. Wenn sie dort bleibt, geben Sie ihr ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das funktioniert, bitten Sie eingeweihte Besucher dazu.
    Übrigens muss kein Hund, schon gar nicht, wenn er Angst vor Menschen hat, sich von jedem streicheln und kraulen lassen. Manche mögen es, andere nicht und das soll man, genau so wie bei uns Menschen akzeptieren. Auch dadurch, wenn Sie die Hündin in dem Fall beschützen, wächst das Vertrauen zu Ihnen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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