Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bellt und knurrt Fremde an

  Niedersachsen
Frauchen2016 schrieb am 28.07.2016   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Staffordshire Mix, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo,

vor kurzem haben wir eine Hündin aus dem Tierheim geholt (Staff-Mix). Sie ist ein perfekter, liebevoller und gehorsamer Hund, wäre da nicht das Problem mit Fremden...
Sobald sie jemanden kennt, liebt sie diese Person und zeigt nicht mal in Ansätzen irgendeine Form von Agression. Klingelt es aber, springt sie sofort hoch und bellt und knurrt. Dabei stellt sie auch die Nackenhaare auf sowie die am Hintern. Auf Ansprache reagiert sie etwas. Sie geht auf ihre Decke, bellt aber weiter und regt sich auf. Das geht dann auch nur zu zweit. Wenn einer von uns allein ist, wird sie weggesperrt, da es schnell gehen muss (Postbote).
Sie bellt und knurrt sogar, wenn es bei den Nachbarn klingelt oder diese im Garten nebenan sprechen/ die Tür laut aufgeht o.ä.
Beim Gassi gehen ist es ähnlich.
Sie mag niemanden, der ihr entgegenkommt. Sei es Mensch oder Hund. Sie fixiert auch sofort und die Nackenhaare gehen wieder hoch. Sobald diejenigen dann an uns vorbeigehen, fängt sie meist an zu bellen und will drauf. Das ist aber auch immer unterschiedlich. Meist jedoch wie beschrieben. Fahrradfahrer sind ihr komischerweise egal und sobald sie ihr Spielzeug hat und es Richtung Spielwiese geht, interessiert sie sich auch für keinen mehr. Da versagt dann aber auch der Gehorsam.
Sie ist auch schon 11 und dementsprechend festgefahren. Laut Tierheim war das anfangs sogar noch extremer und ist besser geworden.
Sie ist so ein tolles Tier, aber diese Intoleranz Fremden gegenüber ist echt nervig.
Was können wir tun? Würde clickern helfen, um beim Gassi gehen die Fixierung aufzulösen?

LG

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.08.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    ich bin ziemlich sicher, das es sich um ein Führungsproblem handelt und clickern ersetzt nicht eine souveräne Führung.
    am besten fangen Sie beim Klingeln an.
    Üben Sie zuerst mit dem Hund, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn die Hündin den Platz verlassen will, bringen Sie sie kommentarlos wieder hin. Wenn sie dort bleibt, geben Sie ihr ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das funktioniert, bitten Sie jemanden, zu klingeln und zu klopfen. Zuerst nur einmal kurz. Sie reagieren aber nicht darauf, schicken die Hündin, wie zuvor geübt, an ihren Platz. Evtl. benötigen Sie etwas Geduld. Geben Sie aber nicht auf, lassen den Hund an seinem Platz und reagieren nicht auf das Klingeln. Wenn das bei einem Klingeln funktioniert, kann man das Geräusch steigern und wenn das dann klappt, den Besuch rein bitten. Sobald der Hund wieder bellt, gehen Sie einen Schritt zurück, bis dorthin, wo es noch funktioniert hat.
    Das andere Problem liegt wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an der Leinenführigkeit. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn er zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.
    Wenn die Hündin nicht mehr gehorcht, sobald sie ihr Spielzeug hat, machen Sie Gehorsamsübungen mit Spielzeug.
    Sehr wichtig ist auch Ihre Reaktion wenn sie fixiert, bellt u.s.w.. Wenn Sie versuche, abzulenken, zu beruhigen, schimpfen, "Aus", "Nein" sagen, verstärken Sie die Reaktion der Hündin.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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