Hund beißt Fremde, was tun?

  
Hundemamii schrieb am 15.02.2022   
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Meine Hündin 2 Jahre ist zuhause eine ganz liebe, aber wenn Besuch kommt auch Personen die sie schon öfter gesehen hat knurrt und bellt sie die Personen an und setzt sich immer neben mir, sie akzeptiert nicht wenn jemand bei uns zuhause ist. Und auch draußen will sie beißen sobald uns nur jemand zu nah kommt ob groß oder klein das ist egal. Sie war nicht immer vom Welpen bis 1 Jahr hat sie sich noch von anderen anfassen lassen und auf einmal war sie wie ausgewechselt und will nach alle schnappen, und mit anderen Hunden spielt sie 1-2 Minuten und danach will sie auch beißen aber in der Zeit ist vom Welpen bis 1 Jahr ist nichts passiert was dazu führen könnte. Ich freue mich wenn ich ein paar Tipps bekommen könnte und bedanke mich schonmal recht herzlich


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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.02.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    das ist sehr schwer zu beantworten, weil Hunde nichts umsonst tun. Vor einem Jahr muss etwas in ihrem Hundeleben Entscheidendes passiert sein und Ihre Aufgabe ist es, sich das Gehirn zu zermartern, um herauszufinden, was es war. Umzug, Trennung, Schrecken, plötzliches Alleinlassen nach Homeoffice, ein Fremder, der in Ihre Wohnung gekommen ist, Handwerker,
    alles, jede Kleinigkeit ist wichtig, da Hunde andere Dinge schlimm finden als wir. Diese Verhaltensänderung würde passieren, wenn sie zu Hause allein war und jemand Fremdes hat in Ihrer Wohnung etwas erledigt...
    Sie setzt sich neben Sie, Sie sind ihre Lebensversicherung, die sie nach diesem "Ereignis" verteidigt, als könnten Sie "noch einmal" verloren gehen.
    Denken Sie sich in Ihren Hund hinein - alles ist wichtig!
    Draußen:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

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