Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund wird aggressiv gegenüber anderen Hunden

  Nordrhein-Westfalen
Biancacharly schrieb am 02.05.2017   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Labrador-Mix, männlich, kastriert, Alter 1-3 Jahre

Wenn wir mit unserem Hund spazieren gehen und ein anderer Hund kommt, fängt er durchgehend an zu bellen. Ab und zu fletscht er auch die Zähne. Wir selber können ihn dann kaum halten und sind deswegen auch ein bisschen überfordert. Bei Hunden, die er kennt, ist dass kein Problem. Er bellt nicht und sagt eigentlich kein Wort. Er hat auch schon ein Halsband bekommen, welches sich ein bisschen zusammen schnürt, wenn er pausenlos zieht.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 09.05.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, mit dem Zughalsband verstärken sie ihr Problem leider. Der Hund hat Stress in der Hundebegegnung und über das Halsband ( Luft abschnüren) wird weiterer Druck (unangenehm//Panik) auf den Hund ausgeübt. So lernt er leider, daß andere Hunde wirklich sehr, sehr unangenehm sind und wird sein verhalten nicht ändern.
    Agieren sie bitte und überlassen es nicht ihm, die Situation zu managen.
    Geben sie ihm ein Verhalten vor, welches er zeigen soll, wenn ein anderer fremder Hund kommt. Daran kann er sich dann orientieren und wird sein Gebelle einstellen können. Ob er dann mit dem Gegenüber spielen kann, können sie später immer noch entscheiden. Aber erst einmal soll er sich ihnen zuwenden.
    Beginnen sie ihrem Hund jetzt ein Alternativverhalten anzutrainieren, welches er bei Hundebegegnungen zeigen kann. Dies bedeutet, daß er lernen soll, das ein Hund die Ankündigung für ein bestimmtes Verhalten ist.. Z.B. du siehst einen Hund, drehe dich zu mir um und wirst dafür belohnt. Belohnung kann alles sein,ihr Hund muß es nur richtig toll finden.
    Wählen sie anfangs die Distanz so groß, daß der Hund den anderen zwar gesehen hat, aber noch ansprechbar ist. Belohnen sie ihn, wenn er leise ist. Üben sie: du siehst den Hund, schau mich an, dafür wirst du belohnt. Belohnung kann alles sein.

    Wenn der Hund dann von sich aus zu ihnen Kontakt aufnimmt, können sie schrittweise die Distanz zum anderen Hund verringern.
    Er soll lernen andere Hunde sind nicht mehr negativ sondern super toll, weil sie sich mit ihm beschäftigen und er etwas tolles bekommt, wenn er sich zu ihnen wendet und die anderen ignoriert.
    Irgendwann kommen sie auch ohne den ganzen "Aufwand" an anderen Hunden vorbei und ein "Fein/super" genügt als Belohnung.
    Der Hund muß auch erst einmal lernen ihnen zu vertrauen in solchen Begegnungen.
    Sollten sie alleine nicht vorwärts kommen, suchen sie sich professionelle Hilfe. Hund - Hund - Begegnungssituationen kann man auf einem Hundeplatz gut trainieren, weil man sie kontrolliert arrangieren kann und ihnen so das Rüstzeug für den Alltag mitgeben..
    Adressen finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter www.hundeschulen.de
    Dann klappt es bald auch mit entspannten Hundebegegnungen.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/Verhaltensberater IHK/BHV

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