Hund reagiert nach Biss auf fremde Hunde

Aggressivität ❯ Gegenüber anderen Hunden
Anne S. schrieb am 17.08.2023
Hallo, mein DSH-Mali Mix, bald2 Jahren alt, reagiert auf fremde Hunde aggressiv. Er bellt u tobt an der Leine. Ist er frei, ist er der liebste Hund. Dies ist auch erst aufgetreten, nachdem er selbst beim spielen mit einem Freund von einem frei dazu laufenden Kangal grundlos gebissen wurde! Mit bekannten Hunden spielt er total lieb. Bei fremden Hunden - zu denen er nicht hin darf! - rastet er aus! Darf er frühzeitig „hallo“ sagen- mit oder ohne Leine - klappt alles prima. Leider gibt es aber Situationen in denen er u der fremde Hund an der Leine sein müssen u sich nicht begegnen dürfen um sich auszutauschen. Dann dreht er ab! Leinenfrust? Was kann ich hier machen? Bis auf dieses Problem ist er ein Traumhund. Er hört gut, liebt Kinder u andre Tiere, kurzum er ist ein Goldschatz. Bis auf dieses Problem! Wir machen viel Kopfarbeit,(Leckerchensuche, Schüffelspiele, Intelligenzspiele aus Holz…..)sind mind.4 std unterwegs, spielen Ball, Frisbee, Fußball u er spielt täglich mit Artgenossen. Außerdem besuchen wir regelmäßig die Hundeschule (Erziehung u Agility)u trainieren täglich. Alles klappt. Sehen wir einen fremden Hund u er darf nicht hin wird er wild! Wie können wir das ändern u ist das weil er so böse gebissen wurde ? 
1 Antwort
Guten Tag,

bitte versuchen Sie folgendes:
Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der kurzen Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis ABGEWANDTEN Seite.
Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit. Hunde brauchen Regeln und Rituale, die Sie festlegen und durchsetzen. Dann fühlt sich ein Hund gut, weil er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
Um Ereignisse (Menschen und Dinge) gehen Sie Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den BLICKKONTAKT heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
Viele Grüße

Inge Büttner-Vogt

www.hundimedia.de
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