Warum attackiert mein Hund meine Mutter?

  
Jenny0502 schrieb am 03.01.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


ich habe meinen 6 Jahre alten Dackel-Mischling seitdem er 1 1/2 Jahre alt ist. Seine Vorbesitzer haben ihm physische Gewalt angetan und ihn z.B. in ein Zimmer geworfen wenn Besuch kam. Am Anfang als er bei uns eingezogen ist hat er meinen Vater, meine Mutter und meinen Bruder total verunsichert angebellt, aber nach kurzer Zeit hat er sich mit Ihnen verstanden und keinerlei Aggressionen aufgezeigt. Nach circa einem halben Jahr haben sich sehr starke Probleme entwickelt (er beißt fremde Menschen und fremde Hunde, greift alle an die zu nah kommen wenn er einen Knochen hat, geht an meinen Wäschekorb und frisst meine Unterwäsche wenn ich nicht da bin, bellt manchmal in eine Ecke obwohl nichts in dieser Ecke ist was ihm Angst machen könnte, hat einen extremen Jagdtrieb entwickelt d.h. er hat fast mein Chinchilla umgebracht als er auf meinem Schoß saß und hat auch schon einem Vogel umgebracht beim Spazieren gehen und hebt sein Bein und markiert Hunde mit denen er einigermaßen klarkommt).


Das schlimmste ist allerdings das er nach circa einem Jahr angefangen hat meine Mutter zu attackieren. Das hat damit angefangen als sie mit mir auf der Couch saß und wir TV geschaut haben, das er sie auf einmal mit geducktem Kopf anvisiert hat und dann extrem attackiert hat, indem er sie am Arm gepackt und geschüttelt hat und erst abgelassen hat, nachdem ich ihn von ihr wegnehmen musste und in seine Box sperren musste. Dies ist circa 1x im Monat vorgekommen. In den darauf folgenden Monaten hat es immer mehr zugenommen und er hat angefangen sie anzuvisieren und zu attackieren, wenn sie einfach nur an mir vorbeigelaufen ist (hierbei hat er sich meistens auf die Beine und den Bauch konzentriert. Er hat immer wieder auf sie eingebissen und geschüttelt bis ich ihn wieder wegnehmen musste und in seine Box sperren musste. Meine Mutter schreit auch immer ganz laut während er auf sie einbeißt. Dies ist zu diesem Zeitpunkt eventuell alle 3 Wochen passiert, es gab aber auch Phasen wo er sie 3 Monate lang nicht attackiert hat und sogar mit ihr geschmust hat während ich direkt nebendran war.


Jetzt seit circa einem halben Jahr hat er sie so stark im Visier, dass er sie gar nicht mehr aus dem Augen lässt und sie mittlerweile täglich angreift, auch wenn ich und mein Freund nicht Zuhause sind. Das heißt egal ob sie nur auf der Couch oder am Tisch sitzt, in der Küche steht, die Treppe hoch laufen möchte egal wann. Erst visiert er sie an, steht auf, schleicht sich von hinten an und attackiert sie so schlimm, dass sie mehrere Bisswunden hat die sehr stark bluten. Es kommt aber auch vor, dass er sich nicht anschleicht sondern, dass er sie anvisiert und gleich aufs übelste auf sie zustürmt mit bellen und knurren, bis sie wieder blutet und ihn erst wieder jemand nehmen muss und in seine Box sperren muss bis er sich beruhigt hat.


Es ist sogar so schlimm, dass wir ihn dauerhaft an der Leine führen müssen im Haus wenn sie Zuhause ist. Mittlerweile seit einem dreiviertel Jahr fängt genau das gleiche bei meinem Vater an. Sobald er wieder seine "Phase" bekommt greift er meinen Vater an und beisst auf Ihn ein. Mein Vater reagiert so darauf das er ihn mit seinen Füßen versucht von sich wegzutreten bis jemand kommt um ihn wegzusperren bis er sich beruhigt hat. Wir sind mittlerweile alle am Ende und wissen einfach nicht weiter was wir machen sollen ... ich will ihn auf keinen Fall aufgeben, da ich eine sehr starke Bindung zu diesem Hund habe. Aber mein Vater hat mir gedroht, dass wenn er nochmal jemanden beisst er ins Tierheim kommt. Mein Vater meinte sogar, dass ich ihm ein Maulkorb besorgen soll, welchen er immer tragen soll wenn er mal nicht an der Leine ist im Haus. Ich möchte noch etwas zu meiner Mutter ihrem Zustand sagen, weil ich auch schon überlegt hatte, dass er sie deshalb angreift. Sie hat starke Depressionen und extremes Übergewicht, sie möchte sich absolut nicht an einen Psychologen oder einen Arzt wenden. Sie sagt auch oft, dass sie wünschte wir hätten keinen Hund. Aber es gab auch Zeiten wo sie ihn gestreichelt hat und mit ihm gekuschelt hat. Sie möchte sich absolut nicht mit dem Hund befassen egal ob es ums Spazieren geht oder zum füttern. Sie hat ihn auch vor circa 2 oder 3 Jahren mit dem Staubsauger geärgert, indem sie mit dem stab extra in seine Richtung gesaugt hat, obwohl er extreme angst und Unsicherheit gezeigt hat, indem er gebellt, auf den stab eingeschnappt hat und versucht hat auszuweichen.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.01.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Guten Tag,
    wenn ich Ihre Anfrage lese, bin ich ganz verzweifelt, weil ich Ihnen eigentlich nur eines raten kann: Wenn ein Hund derart Menschen beißt, sei es aus Eifersucht oder weil er z.B. einen Hirntumor oder eine andere Krankheit entwickelt hat, haben Sie die unbedingte Pflicht,Ihre Eltern vor dem Hund zu schützen. Auch mit einem Maulkorb können die Eltern schwer verletzt werden. Ich finde es unerträglich, dass Sie Ihre Mutter so oft haben beißen lassen, egal aus welchem Grund, ohne sie vor dem Hund zu beschützen. Sie suchen sehr viele Entschuldigungen und Schuld bei Ihrer Mutter, aber hier gibt es nur einen Weg: Geben Sie den Hund schnellstens weg, und ja, ich kann es Ihnen leider nicht ersparen, wenn ein Hund so extrem Menschen beißt, ist er krank, nicht mehr vermittelbar und sollte eingeschläfert werden.
    Leider ist hier mit Erziehung nichts zu machen, weil Sie so lange zugeschaut haben. Wenn Sie das nicht über das Herz bringen, dann absolutes Leinengebot, wenn Ihre Eltern dabei sind, Maulkorbtraining und keinen Kontakt mehr zu Ihren Eltern, die mir sehr leid tun!
    Bitte handeln Sie, ehe noch Schlimmeres passiert,
    mit traurigen Grüßen Inge Büttner-Vogt

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