Warum schnappt mein Hund nach Menschen?

Thema: Allgemeines
  
hamza_soyleyen schrieb am 02.01.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


ich habe einen 11 Monate alten Rottweiler Rüden. Gestern Mittag ist was sehr schreckliches passiert was mich als Besitzer auch sehr runtergezogen und sehr verunsichert hat und das spürt er bestimmt. Ich war bei meiner Freundin zu Besuch als er sie sah dreht er immer hoch auf. Das macht er bei Menschen die er kennt. Dann kam die Mutter und der Vater und es war eng im Flur und ich wollte dann auch raus und das taten wir dann auch dann kam der Vater strecke seine Hand zu meinem Hund er ist zu der Hand hingegangen und wieder weg, so ca. 1 Meter.


Der Vater ist wieder hingegangen und hat ihm an den Kopf gestreichelt und plötzlich hat er angefangen zu schnappen. Ich war so geschockt, der Vater meinte auch er hat sehr komisch geguckt und ich denke er meint damit dieses einfrieren und die weißen großen Augen. Ich habe es nicht gesehen aber ich kann mir gut vorstellen, wie er geguckt hat und ja vielleicht ist es auch wichtig das mein Hund ein vorderer Wächter ist laut meinem Hundetrainer. Wir machen gerade auch die Begleitprüfung und sind nebenbei bei einem anderen Trainer wo wir intensiv unsere Probleme klären. Die sind gerade aber in der Winterpause und ich bitte um einen Rat. Ist es der Beschützerinstinkt, ist es Unsicherheit? Es gab noch weiter Fälle wo er mal zugeschnappt hat aber das hat sich eig. alles gebessert seit wir intensiv das Deckentraining machen. 

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 04.01.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    Rottweiler sind Schutz- und Wachhunde. Er ist eher unsicher, weil er für Sie Entscheidungen treffen muss. Das überfordert Hunde .
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu, vermeiden Sie enge Situationen. Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an (Vater kam von vorn und oben - ganzverkehrt!) und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und ganz wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund/Mensch oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund. Gehen Sie immer davon aus, dass er schnappen muss, wenn es eng wird, deshalb führen Sie ihn aus allen Gefahren hinaus.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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