Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Unsicher und verlust angst

Thema: Allgemeines
  Nordrhein-Westfalen
Boozu schrieb am 12.05.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Sheltie, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo liliebe Hundetrainer
Ich habe zwei Sheltierüden Murphy 4Jahre und Chester 3Jahre wobei Chester die Probleme hat er isr halt total unsicher und hat vor vielen geräuchen Angst wie z.B. wenn was auf den Boden fällt läuft er weg und versteckt sich im Schlafzimmer. Zu der verlust angst wenn ich gehe bellt er und heult wie ein wolf. Wenn ich dann wieder komme wird ein fass auf gemacht mit springen und ganz viel Aufregung und pipi unter sich machen.
Lg Janina

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.05.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Boozu,

    trainieren Sie das Alleinebleiben mit Ihrem Hund. Ich habe nochmals die einzelnen Schritte für Sie aufgeschrieben:

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox!

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw.
    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.

    Zu der Geräuschangst machen Sie zuerst einmal eine Liste, welche Geräusche es im einzelnen sind, die Ihrem Hund Angst machen und wie er darauf genau reagiert. Läuft er weg und hechelt oder speichelt sogar etc. Erst mit einer genauen Aufstellung, welche Geräusche es genau sind, kann man daran arbeiten. Sie sollten Ihren Hund nicht in seiner Angst bestärken mit gut Zureden oder Streicheln und Beruhigen. Im Zweifel verstärkt es noch die Angst.

    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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