Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Ich bin verzweifelt..

Thema: Allgemeines
  Rheinland-Pfalz
Mika schrieb am 05.02.2016   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Samojede, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,

ich versuche mich zumindest kurz zu fassen, wenn das überhaupt möglich ist.
Wir haben einen Samojeden Rüden, der 1 1/2 Jahre alt ist. Er heißt Mika.
Wir kennen uns mit der Rasse aus und wissen, dass sie "schwierig" sein kann. Aber was wir im Moment mit unserem Mika mitmachen, ist sehr merkwürdig und macht uns noch verrückt. Mika ist wirklich mein Ein & Alles und ich würde wirklich alles für ihn tun, ich weiß aber nicht wo ich anfangen soll. Wir haben ihn mit 8 Wochen bekommen und wollten alles richtig machen. Wir gingen nach wenigen Wochen in die Hundeschule, übten jeden Tag und trainierten mit ihm Gehorsam und Tricks. Mit ca. einem halben Jahr fing er an, Hunde beim Spaziergang anzubellen. Wir haben dies mit unserer Hundetrainerin besprochen, sie gab uns Tipps und wir versuchten diese umzusetzen. Leider haben wir bis Heute noch keine Methode gefunden, das Problem in den Griff zu bekommen. Jedenfalls wurde sein Verhalten im Freien immer schlimmer.. Ja, er ist in der Pubertät und er testet seine Grenzen ABER wir erreichen ihn gar nicht mehr. Wir gehen vor die Tür und es ist als würde sich ein Schalter umlegen; er ist total im Stress.. Wir gehen an die Straße und er bellt erstmal wenn wir nicht sofort rüber können, sind wir drüben bellt er trotzdem noch paar Minuten, ihm hängt die Zunge aus dem Maul, er ist nicht ansprechbar, nimmt keine Leckerli, durch nichts und niemand bekommt man seine Aufmerksamkeit, er zieht an der Leine, dass wir schon Blasen an den Händen hatten und ich manchmal gar keine Kraft mehr habe, wenn uns ein Auto entgegenkommt wird gebellt und wenn uns ein Hund entgegenkommt, dreht er völlig durch. Egal ob ruhiges ignorieren, Strenge, versuchte Ablenkungen.. wir erreichen ihn NICHT. Wir sind wirklich verzweifelt. Wir können ihn auch nirgens mithin nehmen, das ist die reinste Qual für ihn. Er ist mit allem überfordert. Er hechelt, dass es sich anhört als würde er gleich umfallen und ist total durch den Wind. :-(
Nun haben wir noch das Problem, dass er Nachts ständig umher läuft, stark hechelt und total u unruhig ist. Wir waren letzte Woche beim Tierarzt, er testete ihn auf Zucker, hat das Herz abgehört und nachdem das alles in Ordnung war, gab er uns Tabletten mit, mit denen eig. Epelepsie behandelt wird?!?! Er sagte mir, dass er testen möchte ob der Wirkstoff anschlägt. Er würde nach den Ausschlussverfahren vorgehen.. Eig sind wir sehr zufrieden mit diesen TA, aber sein Vorgehen verwundert mich nun. Ich bin wirklich verzweifelt. Ich sehe wie mein Hund nur unter Stress leidet und ich bin so machtlos. Ich bin die Letzte, die das Problem nicht bei sich selbst suchen würde, ich erreiche ihn aber einfach nicht. Ich kann NICHTS mit ihm üben. Mein Verdacht ist, dass er hyperaktiv sein könnte..
Ich würde gerne Meinungen hören. :-(
Wir wissen nicht mehr weiter..

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    wenn ein Hund dermaßen im Stress ist, auch nachts, helfen keine Strenge, kein Ablenken oder sonstiges. Sie haben die Probleme ja ausführlich beschrieben und ich tippe auf mangelnde Führung. Ohne die Situationen gesehen zu haben kann ich nur raten.
    Fordert der Hund öfter z. B. Streicheleinheiten, Futter, Spiel und bekommt es auch? Kennt der Hund Grenzen, springet er z. B. ohne Erlaubnis auf Bett oder Sofa? Wie reagieren Sie, wenn er so gestresst ist? Mit reden, schimpfen oder versuchen, den Hund zu beruhigen erreicht man immer das Gegenteil.
    Das Problem draußen liegt wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an mangelnder LeinenFÜHRUNG. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern oder sich lösen will. Wenn er zieht, bleiben sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung. Wenn er Sie einmal wohinziehen konnte, müssen Sie mit dem Training wieder von vorne anfangen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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