Tierlexikon zu Hunden & Katzen

Hier findest Du alle wichtigen Themen rund um Hunde- und Katzenhaltung kurz und bündig erklärt.

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Pflegehund aufnehmen

Einen Hund in Pflege nehmen – eine verantwortungsvolle Aufgabe

Freunde benötigen einen Hundesitter, während sie im Urlaub sind. Vielleicht spielen Sie mit dem Gedanken, sich einen eigenen Hund anzuschaffen und wollen testen, wie der Alltag mit dem tierischen Begleiter aussieht. Was auch immer die Beweggründe für die vorübergehende Aufnahme eines Vierbeiners sein mögen – die Pflege und Betreuung eines Hundes ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der es ein paar Punkte zu beachten gibt.

Vor dem Einzug: Informationen einholen

Damit sich der Vierbeiner bei Ihnen möglichst wohlfühlt, gilt es, in Ihrem Haus entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Um die speziellen Bedürfnisse des Hundes zu kennen, sollten Sie möglichst viele Informationen einholen. Unzählige Fragen wollen geklärt werden:

  • Wie sieht der normale Alltag des Hundes aus? Herrscht bei ihm meistens Action oder wohnt er eher in einem ruhigen Umfeld?
  • Wie sieht es mit der täglichen Beschäftigung aus? Wie oft und wie lange gehen seine Besitzer mit ihm spazieren? Wie viel Zeit wird zuhause mit ausgelassenem Spiel verbracht?
  • Welche Regeln gelten für den Hund? Darf er aufs Sofa oder ins Bett? Hat er Zugang zu allen Räumen?
  • Was bekommt das Tier zu fressen? Lassen Sie sich das gewohnte Futter mitgeben und fragen Sie gegebenenfalls nach Bezugsquellen.
  • Gibt es besondere gesundheitliche Dinge zu beachten? An welchen Tierarzt sollen Sie sich im Notfall wenden?

Je vertrauter dem Hund im neuen Heim die Abläufe sind, desto besser wird er sich einleben. Natürlich müssen Sie nicht alles genauso handhaben wie zu Hause – darf der Vierbeiner jedoch normalerweise mit ins Bett, können Sie so immerhin nachvollziehen, warum er das jetzt so vehement einfordert.

Willkommen bei uns

Endlich ist es so weit: Der Feriengast zieht ein. Selbstverständlich haben Sie alles vorbereitet und gefährliche Gegenstände aus dem Weg geräumt. Seine gewohnte Decke, das Lieblingsspielzeug und der vertraute Futternapf erleichtern die Eingewöhnung. Lassen Sie den Hund zunächst in Ruhe alles kennenlernen, geben Sie ihm Zeit – wenn er sich entspannt auf seinem Platz niederlässt, hat er alles für gut befunden und einer schönen Urlaubszeit für Sie und den Hund steht nichts mehr im Wege.

Pheromone für Hunde

DAP – Das Wohlfühlpheromon

Pheromone können beim Hund dazu beitragen, dass sie insgesamt ruhiger werden und sich wohlfühlen. Besonders das sogenannte „Dog Appeasing Pheromone“ oder DAP hat sich als vorteilhaft erwiesen. Natürlicherweise wird dieser Duftstoff von der Mutter abgesondert: Der Geruch des Pheromons übermittelt den Welpen Sicherheit, Geborgenheit und signalisiert, dass das Muttertier immer in der Nähe ist. Auch wird den Welpen so über die Nase der Weg zu den mütterlichen Zitzen gezeigt – eine Situation, die die Vierbeiner, auch wenn sie älter werden, noch als positiv empfinden. An diesen Punkt knüpft eine pheromongestützte Therapie an, um mit glücklichen Empfindungen Situationen zu entspannen, die der Hund als unbehaglich empfindet.

Einsatz von Pheromonen bei Hunden

Die unterstützenden Wohlfühlpheromone für Ihren Hund führen Sie dem Tier am besten über ein spezielles Halsband zu. So wirken die Pheromone unterstützend bei:

  • Der Eingewöhnung in ein neues Zuhause
  • Der Zusammenführung mit einem neuen Hund oder anderen Tieren
  • Angstsituationen
  • Neuen Umgebungen wie Hundeschule oder Tierarzt
  • Reise und Transport
  • Kontakt mit vielen fremden Personen
  • Abwesenheit des Besitzers, z.B.  Aufenthalt in Tierpension, -heim oder -klinik
  • Unsauberkeit
  • Übermäßigem Bellen

Der Einsatz von Pheromonen ist kein Allheilmittel, aber es hilft mitunter, bestimmte Situationen zu entspannen, damit der Hund besser ansprechbar ist. So kann besser auf ihn eingewirkt und mit ihm gearbeitet werden. Besonders wirksam in Angstsituationen Gerade in Angstsituationen kann das DAP helfen, Ihren Hund zu unterstützen und ihn zu beruhigen. Der zugeführte Wirkstoff mindert den Stress Ihres Vierbeiners, vermittelt ihm Sicherheit und entspannt ihn. So wird es möglich, den Hund auch in Angstsituationen empfänglich für Kommunikation zu machen. Denn das gestaltet sich andernfalls oft schwierig. Der Hund zieht die Rute ein und ist so gepackt von seiner Angst, dass er auf die Ansprache seines Frauchens oder Herrchens gar nicht mehr reagiert.

Durch die angewendeten Pheromone wird die Situation für Ihren Hund erträglicher und leichter zu bewältigen. Außerdem können auch Sie entspannter an Angstsituationen herantreten, was wiederum Ihrem Tier noch ein wenig mehr Sicherheit und Zuspruch vermittelt.

Vorteile einer Pheromontherapie

Besonders vorteilhaft ist die Anwendung von Pheromonen dadurch, dass es im Vergleich zu anderen angstlindernden oder beruhigenden Medikamenten keine Nebenwirkungen gibt. Die folgenden Aspekte sind außerdem von Vorteil:

  • Die Therapie verknüpft eine bestimmte Situation mit einem positiven Gefühl.
  • Pheromonhalsbänder sind geruchslos, einfach anzuwenden und haben keine Auswirkung auf den Menschen.
  • Ihr Hund wird ausgeglichener und zuversichtlicher.
  • Die Behandlung kann die Erziehung und das Arbeiten mit Ihrem Vierbeiner erleichtern.

Pheromone für Katzen

Als Pheromone werden Botenstoffe bezeichnet, die von einem Tier abgegeben werden und einem anderen Tier derselben Art Informationen vermitteln. Das heißt, dass Katzenpheromone auch nur von Katzen wahrgenommen werden können – auf den Menschen oder andere Tiere haben diese Duftstoffe keine Auswirkung. Katzen besitzen an vielen Stellen ihres Körpers so genannte Duftdrüsen, mit denen sie ihre Pheromone überall verteilen können. Sei es durch das Reiben des Kopfes an der Couch oder beim Wetzen der Krallen an dem Kratzbaum. Alles wird von Ihrem Haustier unsichtbar markiert. Den verteilten Botenstoff nimmt die Katze allerdings nicht über die Nase wahr sondern über ein speziell dafür zuständiges Organ. Über diesen zusätzlichen Sinn werden bestimmte Pheromone mit positiven Situationen in Verbindung gebracht. Dies können Sie sich zunutze machen, wenn Sie es zum Beispiel mit einer ängstlichen Katze zu tun haben. Über spezielle Duftstecker können Pheromone in die Luft abgegeben werden, die Ihr Tier beruhigen und sich wohlfühlen lassen. Denn überall, wo Katzen diesen Duftstoff wahrnehmen, fühlen sie sich behütet.

Wann ist der Einsatz von Pheromonen nützlich?

Da Pheromone eine sehr sanfte und natürliche Lösung ohne Nebenwirkungen sind, können sie in einer Vielzahl von Situationen eingesetzt werden:

  • In Angstsituationen wie an Silvester, bei Tierarztbesuchen, usw.
  • Bei Veränderungen im Haus
  • Bei neuen Tieren im Haus
  • Bei der Zusammenführung von mehreren Katzen
  • Bei aggressiven oder unruhigen Katzen

Generell sollten Sie zuerst einmal versuchen, die Quelle bzw. den Auslöser für die Reaktion ihrer Katze zu finden und zu beseitigen. Oft ist dieser ideale Lösungsansatz aber nicht zu realisieren, denn viele Situationen sind einfach unvermeidbar. Hier helfen Pheromone, den Stress Ihrer Katze zu mindern und sie zu beruhigen, damit sie sich auch in einer neuen oder ungewohnten Situation wohl fühlen kann.

Das Wohlfühlpheromon

Haben Sie sich für den Einsatz von Pheromonen entschieden, müssen Sie diese nur noch in Form eines Steckdosen-Präparates in Ihrer Wohnung anbringen und ein wenig Geduld haben. Denn die Wirkung tritt meist erst nach einigen Tagen ein. Wenn Sie ein Pheromonpräparat als Spray benutzen, ist es entscheidend, dass Sie es in kritischen Situationen bei sich haben. Ein solches sprühbares Präparat ist besonders nützlich für Problemfälle, die außer Haus auftreten. Dazu gehören unliebsame Tierarztbesuche oder lange Autofahrten. Achten Sie trotzdem darauf, dass Sie Ihrer Katze jederzeit genügend Rückzugsmöglichkeiten bieten. Wohlfühlpheromone können unterstützend wirken und helfen, Aggressionen, unliebsames Markieren und Ängste zu therapieren, allerdings bieten sie keine Rundum-Lösung. Sie erleichtern die Arbeit mit Ihren Katzen aber ungemein und schaffen bei so kleineren und größeren Problemen Abhilfe.

Physiotherapie beim Hund

Physiotherapie oder Krankengymnastik wird bei uns Menschen schon lange im Rahmen der Schmerzlinderung, der Entspannung und der Rehabilitation durchgeführt. Wer bereits einmal unter Schmerzen und Verspannungen gelitten hat, weiß, wie wohltuend eine Massage sein kann. Im Anschluss an eine Operation ist eine physiotherapeutische Behandlung oftmals unumgänglich. Sie trägt dazu bei, dass wir uns möglichst schnell wieder wie gewohnt bewegen können. Ebenso sinnvoll ist auch die Physiotherapie beim Hund. 

Pododermatitis beim Hund

Bei der Pododermatitis handelt es sich um eine Zwischenzehenentzündung, die bei Hunden aller Rassen und Altersgruppen auftreten können. Die Entzündung wird vor allem beim Spreizen der Krallen sichtbar.

Symptome der Zwischenzehenentzündung

Erkrankt ein Hund an Pododermatitis, äußert sich dies meist in klaren Symptomen:

  • Juckreiz zwischen den Zehen
  • Hund beginnt, die betroffenen Stellen stark zu belecken, daran zu nagen oder zu knabbern
  • Eventuell Ausfall von Fell an den betroffenen Stellen
  • Gerötete Haut zwischen den Zehen
  • Bei lang anhaltender Erkrankung: Blutungen, Anschwellen der Haut, Knotenbildung

Für den Hund ist diese Krankheit überaus unangenehm, weshalb er schon früh damit beginnen wird, die betroffene Stelle zu bearbeiten. Betroffen sein können alle vier Pfoten, häufig sind es aber die Vorderpfoten, die von einer Zwischenzehenentzündung befallen sind.

Behandlung und weitere Maßnahmen

Die Diagnose ist meistens schnell gestellt, allerdings dauert es dann eine Weile, bis die Entzündung vollständig bekämpft ist. Zuerst einmal sollte herausgefunden werden, was die Ursache für die Pododermatitis ist. Es können eingetretene Fremdkörper, Unverträglichkeit und Allergien von Futter, Parasiten oder eine Pilzinfektion für den Juckreiz verantwortlich sein. Die Behandlung erfolgt nach der Diagnose: Einfache Verletzungen durch Fremdkörper beispielsweise werden mit desinfizierenden Pfotenverbänden behandelt. Vorher können Sie in diesem Fall Salben gegen eventuelle Pilz- oder Bakterienbefälle auftragen. Zudem verhindern Verbände, dass Ihr Hund weiter auf seiner Pfote nagt.

Weitere Ursachen, wie eine Futtermittelallergie, müssen systematisch behandelt werden: Hier beginnt erst einmal die Suche nach dem Stoff im Futter Ihres Hundes, der die Allergie auslöst. Dabei müssen Sie sich unter Umständen auf eine längere Behandlungszeit einstellen. Spezielle Blutuntersuchungen können zwar einen Indikator für eine bestehende Allergie liefern, geben aber keinen Aufschluss über den Futterbestandteil, der die Allergie eventuell auslöst.

Einer Pododermatitis vorbeugen

Damit eine Entzündung der Zwischenzehen bei Ihrem Hund gar nicht erst auftritt, können Sie einige Maßnahmen vorbeugend ergreifen:

  • Nach einem Spaziergang sollten Sie die Pfoten Ihres Hundes kurz waschen und gut trocknen. So können reizende Einflüsse wie Kies, Sand, Dünger oder Ähnliches entfernt werden.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Zwischenzehenräume Ihres Vierbeiners. So können Fremdkörper entdeckt und entfernt werden, bevor eine Entzündung entstehen kann.
  • Im Winter hilft es, die Pfoten Ihres Vierbeiners mit Vaseline einzucremen. Das hilft gegen Kälte, Nässe und Reizungen durch Streusalz. Gerade von Letzterem sind Hunde in der kalten Jahreszeit besonders betroffen.
  • Sollten Sie merken, dass Ihr Hund sich übermäßig viel mit seinen eigenen Pfoten befasst, kontrollieren Sie diese umgehend. Je früher die Entzündung entdeckt wird, desto schneller geht auch die Heilung vonstatten und Ihr Hund ist frei von seinen Schmerzen.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Polyarthritis beim Hund

Was ist Polyarthritis?

Als Arthritis beim Hund wird eine entzündliche Erkrankung an den Gelenken bezeichnet. Dabei sind zwei Arten von Arthritis zu unterscheiden:

  • Infektiöse Arthritis: Verursacht durch Bakterien.
  • Nicht-infektiöse Arthritis: Entzündung als Reaktion des Immunsystems.

Die Polyarthritis gehört zu den nicht-infektiösen Arthritisarten, sie ist also eine Autoimmunkrankheit. Das Immunsystem zerstört hierbei sämtliche Gelenke. Daher auch die Bezeichnung Polyarthritis – bei dieser Erkrankung werden mehrere Gelenke gleichzeitig angegriffen.

Ursachen der Entzündung

Die Ursachen der Entzündung bei immunbedingter Arthritis sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Es wird aber davon ausgegangen, dass das Immunsystem des Hundes bestimmte Botenstoffe bildet, die einen entzündlichen Prozess in den Gelenken auslösen. Damit reagiert das Immunsystem auf Bakterien, die sich nach einer Infektion noch im Gelenk befinden.

Symptome der Polyarthritis

Entwickelt sich bei Ihrem Hund eine Polyarthritis, kommt es oft von einem Tag auf den anderen zum Auftreten dieser Symptome:

  • Auffällige Lahmheit des Hundes
  • Geschwollene Gelenke
  • Schmerzende Gelenke
  • Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Abgeschlagenheit

Sollten Sie bemerken, dass Ihr Hund körperlich abrupt abbaut und sich nicht mehr so viel bewegt wie gewöhnlich, begeben Sie sich umgehend mit ihm zu Ihrem Tierarzt. Oft treten die Symptome in Schüben auf: Mal äußert sich die Krankheit in schmerzenden Gelenken, mal humpelt Ihr Hund oder schläft den ganzen Tag, nur um sich am nächsten Tag wieder völlig normal zu verhalten. Diese Tatsache macht es schwierig, die Diagnose frühzeitig zu stellen.

Polyarthritis ist nicht heilbar, Medikamente können aber dabei helfen, dass der Hund sich wieder bewegen und fröhlich an Ihrem Leben teilhaben kann. In erster Linie wird die Entzündung mit Cortison behandelt und zusätzlich werden Schmerzmittel verabreicht. Allerdings ist dies aufgrund der Unheilbarkeit der Krankheit eine andauernde Therapie und es dauert zudem eine Weile, bis die Wirkung eintritt. Sollte Ihr Hund an Polyarthritis erkranken, sollten Sie darauf achten, dass er seine Gelenke nicht zu sehr belasten muss. Sorgen Sie aber trotzdem sanft dafür, dass Ihr Vierbeiner in Bewegung bleibt. Aufgrund der verminderten Bewegung muss besonders auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden, um Übergewicht zu verhindern. Dies würde die Gelenke nur unnötig belasten.

Für den Gang aufs Sofa oder ins Auto können Sie Ihren Vierbeiner mit einer Hundetreppe unterstützen, die dafür sorgt, dass die Gelenke nur minimal belastet werden. Übermäßiges Hüpfen und Springen sollte eingeschränkt werden, auch wenn der Hund sich besser fühlt – damit dies auch so bleibt.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

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Anzeigenbild: © Mia Anderson – unsplash.com

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