Geduld ist das A und O

Das Wichtigste, um scheuen Katzen die Angst zu nehmen, ist eine Menge Geduld. Geben Sie der Samtpfote genug Zeit, die neue Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Damit Ihr Stubentiger Vertrauen aufbauen kann, muss er sich sicher fühlen. Deshalb sollten Sie ihm möglichst einen eigenen Raum oder wenigstens Bereich als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung stellen. Futter, Wasser und Katzenklo sowie ggf. auch Kratzbaum und ein Spielzeug sollten dort vorhanden sein. Wichtig ist, dass Sie diesen Bereich nur betreten, um Futter und Wasser aufzufüllen und das Katzenklo zu säubern. Ihre Samtpfote soll das Gefühl bekommen, dass der Raum ihr Reich ist, in dem ihr nichts passiert.

Vertrauen gewinnen durch richtiges Verhalten

Merken Sie, dass Ihre Katze langsam auftaut und ihren Rückzugsraum immer öfter verlässt, um die neue Umgebung zu erkunden, können Sie vorsichtige Annäherungsversuche wagen. Dabei ist wichtig, dass Sie immer auf Distanz bleiben und keinen direkten Blickkontakt zu Ihrem Stubentiger aufnehmen. Katzen sehen es in der Natur als Bedrohung an, wenn man ihnen direkt in die Augen schaut. Nehmen Sie eine Beobachterrolle ein und bedrängen Sie Ihren Liebling nicht. Sie können z.B. in die Hocke gehen und der Katze die Hand zum Beschnuppern hinhalten. Auch kleine Spiele mit einer Schnur oder einer Katzenangel können scheue Samtpfoten zum Auftauen bringen. Traut sie sich noch nicht, sich Ihnen anzunähern, zwingen Sie Ihre Katze zu nichts.

Wenn die Katze scheu bleibt

Einige Katzen sind von Natur aus scheuer als andere. Deshalb ist es durchaus möglich, dass eine scheue Samtpfote auch nach längerer Zeit ihr Verhalten nicht ändert. Ist dies der Fall, können Sie zunächst selbst nach den Ursachen forschen. Gibt es vielleicht andere Familienmitglieder, die sich falsch verhalten und die Katze bedrängen? Oder fehlt es der Samtpfote an etwas? Wissen Sie keinen Rat mehr, können Sie sich auch an einen Tierarzt wenden. Er erkennt womöglich andere Ursachen für das Verhalten Ihrer Katze und weitere Tricks, um ihr die Angst zu nehmen.

Verwendetes Bildmaterial

Foto: © Werner Fellner/fotolia.com

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