Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Allein sein

  Nordrhein-Westfalen
LaCoco schrieb am 09.03.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Cane Corso, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Unser hund 6 Monate jung ist seit gestern in sein eigenen zimmer weil er nicht mehr in den anderen Räumen bleiben soll aber heute bin ich absolut ratlos!!! Vorher ist er 1 Std allein geblieben aber nach 1 Woche fing er an unsere fußleisten zu zerkauen und hat ab und zu pipi vor der Tür gemacht... jetzt soll er in seinem Zimmer bleiben wo alles für ihn drinnen steht und als Tür dient ein treppenschutzgitter sodass er alles sieht denn das zimmer ist mittig von allen Räumen!
Aber heute liegen meine nerven blank!!! Er pinkelt mir ununterbrochen ins zimmer wenn er drüben ist und ich im wohnzimmer sitze und fernsehen schaue! Was soll ich denn nur tun? Ich weiß nicht mehr weiter, aber ich möchte das er in diesem zimmer alleine bleibt denn dort steht alles von ihm aufgebaut und er soll nicht in den anderen zimmern allein bleiben! Ich weiß nicht mehr weiter... ich lasse ihn schon tagsüber dadrinn sodass er sich an den zimmer gewöhnt und nicht den ganzen tag mit mir in einen raum ist... ich würde mich freuen wenn sie mir einen genauen ablauf plan schicken würden :/
Und wie soll ich mich verhalten wenn er immer pinkelt & ich es wegwische?

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Antworten(5)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 09.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Liebe Hundebesitzerin/lieber Hundebesitzer,
    es gibt Hunde, die haben so starke Trennungsangst, daß sie pinkeln oder Kot absetzen, wenn er Besitzer nicht in der Nähe ist. Pippi wegmachen, ohne Kommentar. Bitte nicht strafen - er macht das nicht um Sie zu ärgern. Er kann nicht anders. Auch das Fußleisten anknabbern ist typisch für Trennungsangst. Es macht einen Unterschied, wenn ich dem Hund plötzlich ein anderes Zimmer zuweise, wo er dann alleine sein soll und er nicht mehr folgen kann.

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox! Und geben Sie ihm etwas zu knabbern, damit er erst einmal beschäftigt ist. Bevor Ihr Hund alleine bleiben soll, muss er vorher ausgepowert worden sein.

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw.
    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.

    Viele Grüsse
    Kerstin Gebhardt
    www.kerstin-gebhardt.de

  • Coca
    Coca
    schrieb am 09.03.2016

    Super! Vielen dank durch dem anmeckern hat der kurze sehr angst vor mir bekommen :(
    Cane corsos sind ja bekanntlich sehr sensible und ich hoffe ich kann das auch wieder schnell aufbauen...er mag es nicht wenn man schreit!
    Wielange soll man denn immer bei den Minuten bleiben bis ich steigern kann?
    Gibt's da so eine Faustregel wie zb 3 tage 5 minuten dann 3 tage 10 min ?

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 09.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Mit den 3 Tagen liegen Sie gut. Hund bitte nicht anmeckern - Zähne zusammenbeißen und wegwischen.

    Lieben Gruss

    Kerstin Gebhardt
    www.kerstin-gebhardt.de

  • LaCoc
    LaCoc
    schrieb am 09.03.2016

    Ach mir ist da noch etwas wichtiges eingefallen, er schläft ja bei uns im bett was wohl in der Situation sehr schlecht ist, wo soll ich ihn denn jetzt am besten schlafen lassen? In dem zimmer bestimmt noch nicht oder? Und wie soll ich mich genau verhalten wenn ich wieder in der Wohnung rein komme? Soll ich ihn sofort frei lassen? Und ihn danach wieder einsperren für die nächsten 5 min oder wie mache ich das? Weil er hat ja nur das Gitter vor die tür denn die zimmertür lasse ich ja offen. Danke nochmal ich hoffe es wird klappen

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 10.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, gut, daß Ihnen das noch eingefallen ist. Wenn er bisher im Bett geschlafen hat,
    kann er nur meterweise aus dem Schlafzimmer erst einmal heraus befördert werden.
    Hund braucht Korb oder Box oder Decke und da muss er sich wohl und sicher fühlen.
    Diesen Korb/Box/Decke stellen Sie erst einmal in Ihr Schlafzimmer neben Ihr Bett und schauen, ob er erst einmal alleine in dem Korb/Box/Decke bleibt und dann schrittweise Meter für Meter bis er allein in einem anderen Zimmer schlafen kann.

    Wenn Sie wieder in die Wohnung kommen beachten Sie ihn nur, wenn er ruhig ist. Sofern er aufgeregt ist, bitte warten Sie bis er ruhig ist und lassen ihn dann frei. Üben Sie das Alleinebleiben 3 x am Tag und sperren ihn nicht sofort wieder ein. Sonst sind Sie nachher der Auslöser für Einsperren.

    Viele Grüsse
    Kerstin Gebhardt
    www.kerstin-gebhardt.de

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