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Zweithund

  Baden-Württemberg
Jenny1604 schrieb am 24.07.2017   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Weißer Schweizer Schäferhund, männlich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo zusammen, wir werden kommende Woche einen Hund aufnehmen bei dem beide Halter binnen kürzester Zeit verstorben sind. Der Hund ist der Bruder von unserem Hund auf dem selben Wurf. Beides sind 40kg Hunde. Unserer ist ein (nahezu) perfekter Familienhund, der gut sozialisiert ist und sehr gut hört/abrufbar ist. Der Neue ist bis jetzt ein "Hofhund" gewesen, der zwar ein paar Grundkommandos beherrscht, aber diese in Frage stellt. Das erste aufeinandertreffen der beiden hatten wir auf neutralem Boden, schnell war klar das unserer der "Chef" war.

Der Neue wird bei uns bis zur Vermittlung einziehen. Wir wissen allerdings nicht ob ein vorsichtiges/langsame Eingewöhnung oder ein "schmiss ins kalte Wasser" besser für beide Hunde wären. Und ist bewusst, dass unserer weiterhin die Aufmerksam bekommen muss wie bisher. Aber der Neue benötigt sehr viel Training - was wir gerne mit ihm machen würden, bis das perfekte zuhause gefunden wird. Aber wichtiger ist die Frage, wie beide Hunde aneinander gewöhnen? Wie den neuen Hund integrieren ohne es noch schwerer für ihn zu machen.

Beides sind unkastrierte Rüden! Der Neue hat sich gleich in die rolle des Devoten eingefunden.
Wie können wir es ihm leichter machen von Hof- auf Haushund ihn zu gewöhnen?

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 24.07.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, auch wenn das erste Zusammentreffen auf neutralem Boden problemlos geklappt hat, bedeutet es noch lange nicht, daß es zu Hause ebenso unproblematisch abläuft. Denn da kommen dann zwangsläufig irgendwann Ressourcen ins Spiel ( Liegeplatz, Futterschüssel, Spielzeug etc) die unter Umständen verteidigt werden. Auch von dem neuen Hund.
    Da auch nicht geplant ist ihn zu behalten, sondern es nur eine Übergangslösung ist, wäre es vielleicht sinnvoll beide nicht zu sehr aneinander zu gewöhnen. Denn dann fällt ihnen möglicherweise später eine Trennung von einander schwer und sie leiden darunter.
    Sie können auf jeden Fall in der Zwischenzeit versuchen dem Gasthund Grundgehorsam etc beizubringen. Besteht die Möglichkeit, daß eine Person mit dem Familienhund trainiert, die andere mit dem Neuen?
    Dann fühlt sich keiner benachteiligt.
    Lassen sie dem Neuen auch die Wahl, ob er überhaupt ins Haus möchte. Wenn er es gewöhnt ist draussen zu sein, wird er sich unter Umständen nicht unbedingt wohl fühlen im Haus. Wenn er es erkundet einfach schauen, ob er sich an ihrem Hund orientiert oder ob ihr Hund eventuell sein Haus verteidigt.

    Es gibt unzählige Möglichkeiten, was passieren könnte. Beobachten sie die Beiden genau, damit sie im Notfall rechtzeitig einschreiten können.

    Ich persönlich würde es langsam und vorsichtig versuchen, wenn ich in der Situation wäre. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, daß der Gasthund eben nur eine befristete Zeit da sein wird und ich da nichts riskieren muß.


    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/Verhaltensberater IHK/BHV

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