Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Gewöhnung an die Katze

  Rheinland-Pfalz
IngSa schrieb am 19.01.2017   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Mischling, männlich, kastriert, Alter 4-10 Jahre

Und hier auch direkt eine zweite Frage zu unserem Neuzugang. Und zwar haben wir eine etwa 5 Jährige Katzendame bei uns von kleinauf, die ja bald auf den Hund treffen wird. Sie haben vom Tierschutzverein aus schon einen Katzentest mit ihm gemacht, und gesagt er würde kaum reagieren. Dennoch sollte man ihn in der ersten Zeit nicht mit der Katze alleine lassen. Haben sie da eventuell Tipps bei der ordentlichen Zusammenführung von Hund & Katze? Nicht das direkt beim ersten aufeinandertreffen die Hölle losbricht. Wie lange dauert so eine ''Eingewöhnungszeit'' in etwa? Nicht das wir uns wundern wenn die ersten Wochen nur fetzen fliegen. Unsere Katze ist leider eine ziemliche Diva. Wir wären über jeden Tipp sehr dankbar, damit wir uns richtig vorbereiten können bis wir unseren Boni abholen können.

liebe Grüße
Inga

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Antworten(3)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 19.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Inga,

    die Zusammenführung von zwei Katzen ist oftmals schon eine große Herausforderung. Bei einem Hund und einer Katze ist dieser Prozess oftmals noch etwas schwieriger, da zwei verschiedene Spezies aufeinandertreffen. Selbst nach absolviertem Katzentest - die Situation im häuslichen Bereich kann sehr verschieden von der Situation im Tierheim sein, und auch Ihre Katze ist ein anderes Individuum als die Katzen im Tierheim. Von daher sei an dieser Stelle gleich zu viel, viel Geduld geraten. Lassen Sie sich Zeit - manchmal dauert es nur wenige Tage, manchmal auch ein paar Wochen. Wichtig ist, dass alle beteiligten Zweibeiner und Vierbeiner entspannt bleiben können.

    Zunächst einmal gilt es, einen Blick durch die Wohnung schweifen zu lassen. Schauen Sie doch einmal nach, ob Ihre Katze - die ja nun schon etwas länger bei Ihnen lebt - vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas mehr haben könnte an
    - Katzentoiletten, die sie stressfrei erreichen kann (ohne dabei dauernd einem Hund zu begegnen)
    - Futterschüsseln und Wasserschüsseln, die sie stressfrei erreichen kann (ohne dabei mit einem Hund teilen zu müssen) und die am besten an ganz verschiedenen Plätzen in der Wohnung aufgestellt sind
    - Liege-, Ruhe-, Schlaf- und Beobachtungsplätze, an die man sich zurückziehen kann (ohne sie mit einem Hund teilen zu müssen)
    - Ausweichmöglichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten
    - Möglichkeiten für ungestörte Sozialkontakte zu Ihnen
    - Möglichkeiten für ungestörtes Spielen

    Sinnvoll wäre es darüber hinaus, schon vor einem Aufeinandertreffen eine geruchliche Gewöhnung der beiden durchzuführen. Bleibt dafür noch ausreichend Zeit?

    Viele Grüße,
    Dr. Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

  • IngSa
    IngSa
    schrieb am 23.01.2017

    Vielen Dank für die schnelle Antwort :)

    Von der Zeit her wäre das wohl möglich, aber von der Organisation her wird es vermutlich eher schwieriger mit der gerulichen Gewöhnung, da er noch in Rumänien sitzt.

    Wir bereiten die Wohnung aber schon vor, und versuchen es der Katze so schön wie möglich zu machen. Vor allem mit Flächen ''in der Luft'', sprich viel mit Höhe arbeiten. Wir wollen einen Deckenhohen Kratzbaum besorgen (eventuell sogar 2), sowie ihr auf den Schränken & Regalen schöne Plätzchen herrichten. Und auch liegeflächen an den Wänden hoch. So das sie dem Hund immer ausweichen kann. Auch gewöhnen wir ihr jetzt schon an das sie ihr Futter und ihr Wasser auf dem Schrank bekommt. Wir wollen ebenfalls ein ''Kindergitter'' holen um die Räume voneinander zu trennen, so das die beiden erstmal nicht direkt aufeinander treffen.

    Wenn wir ihn abholen dürfen (ein genaues Datum ist leider noch nicht bekannt) , macht es da Sinn den Hund erstmal an der Leine zu lassen in der Wohnung? Um zu schauen wie er auf sie reagiert und umgekehrt? Wir sind uns fast schon sicher das unsere Diva erstmal nicht so begeistert sein wird, eventuell kann man da mit Leckerlies arbeiten, sodass sie sieht das seine Gegenwart angenehm ist? Wir sind am überlegen einen Raum abzustellen zu dem der Hund keinen Zugang hat, die Katze jedoch schon. Da wäre das Schlafzimmer die erste Wahl, oder wäre das für den Hund unangenehm ? Er soll sich ja auch nicht ausgeschlossen vorkommen. Oder reichen da gar die Kindergitter zwischen den Türen um sie klar abzugrenzen?

    liebe Grüße
    Inga

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 24.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Inga,

    die Ausnutzung der Wohnung in allen Dimensionen - vor allem in der Höhe, wird von vielen Katzen sehr gut und sehr gerne angenommen. Von oben hat man eben einen idealen Beobachtungspunkt auf alles darunter liegende ...

    Und auch die Idee, die beiden erst durch ein Kindergitter voneinander zu trennen, so dass für beide eine Kontaktaufnahme durch das Gitter hindurch möglich ist, ist für die Aneinandergewöhnung sehr sinnvoll. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass vor allem Ihr Hund lernt, sich zu entspannen, wenn Ihre Katze in der Nähe ist, und nicht ins Jagdverhalten umschwenkt (dies beginnt bereits mit Anspannung und deutlichem Hingucken). Wenn Sie nicht im Haus sind oder der Bereich mit dem Kindergitter unbeobachtet ist, könnte es dazu auch sinnvoll sein, die Tür zwischen Katzenbereich und Hundebereich zu schließen. Allzuoft schafft es einer der Vierbeiner leider doch unerwünschterweise die Grenze zu überwinden.

    Wenn es von der Wohnsituation für Sie möglich ist, könnten Sie die beiden in den ersten mindestens zwei bis drei Wochen so räumlich voneinander getrennt halten und in Ruhe beobachten, was sich bei den beiden tut. Diese Zeit kann Ihre Katze dann gleich nutzen, um sich an Geräusche und Gerüche und den Alltagsrhythmus zu gewöhnen und zudem in Ruhe die Umgebung zu erkunden.

    Schauen Sie doch einfach einmal, wie diese Zeit verläuft, und wir besprechen uns dann weiter, wenn die Zusammenführung etwas konkreter ansteht.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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