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Leinenführigkeit

Thema: Leinenzug
  
BenBalou schrieb am 29.12.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Meine zwei DSH Mix Rüden, 1,5 und vier Jahre alt, sind völlig erziehungsresistent wenn es um das Laufen an der Leine geht. Zudem bellt der Kleine die ersten 100 Meter die Welt zusammen und beide ziehen ohne Rücksicht auf Verluste. Habe schon einiges ausprobiert.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 30.12.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    Ganz sicher sind Ihre Hunde nicht erziehungsresistent. Sie haben nur ganz einfach gelernt, zu ziehen und damit Erfolg zu haben. Das Bellen des jüngeren Hundes ueigt seine Unsicherheit, weil er nicht geführt wird und meint, selbst regeln zu müssen.
    Am besten üben Sie die Leinenführigkeit vorerst nur mit einem Hund. Erst, wenn es mit den einzelnen Hunden funktioniert, üben Sie mit beiden zusammen.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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