Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

wie kann ich meinem Hund die Aufregung nehmen

  Nordrhein-Westfalen
aradia schrieb am 15.11.2014   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Shar-Pei BulldoggenMix, weiblich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Ich arbeite mit psychisch u. demenziel veränderten Menschen u. habe meine Hündin schon mehrfach für kurze Zeit mit in die Einrichtung genommen ( während meiner Freizeit) .
Meine Hündin Lea benimmt sich ganz toll u. ist sehr sensiebel im Umgang mit den Bewohnern, leider ist sie auch immer sehr aufgeregt.Ich würde meine Lea aber gerne während meines Dienstes mitnehmen zumindest an den kurzen Tagen (4Stunden). Wie kann ich ihr helfen nicht aufgeregt oder überfordert zu sein?

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Antworten(5)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    ich arbeite mit Shadow auch im Altersheim und an einer Schule und sehe sofort, wenn ihm etwas zu viel ist und nehme ihn aus der Situation heraus.Nur dasss Sie sehen, dass ich Sie verstehen kann.
    Für mich passt jetzt sich " toll benehmen" nicht mit "aufgeregt sein" zusammen.
    Wie führen Sie?
    Was machen Sie - wie?
    Wie beschützen Sie den Hund? Hat er an Ihrer Seite klare Aufgaben?
    Wenn ja welche?
    Aufgeregtheit ist immer dann, wenn der Hund keine klaren Strukturen hat - kann das sein?
    Ich freue mich auf eine Antwort,
    Inge Büttner-Vogt

  • aradia
    aradia
    schrieb am 19.11.2014

    Hallo,
    danke das Sie mich zum Nachdenken gebracht haqben,
    Ich weiß nicht wie ich führe, ich weiß nur das Lea stehts an meiner Seite bleibt u. sich nur entfernt wenn sie darf.Wenn sie dann die Umgebung erkundet schaut sie immer wo ich bin, u. achtet darauf das der Abstand nicht all zu groß wird. Das macht sie auch im Wald, und bleibt auch bei Widwechsel ruhig, sie schaut aufmerksam, bleibt entspannt u. zeigt keinerlei Jagdverhalten.Wenn sie Aufgeregt ist hechelt sie aber bleibt an meiner Seite.
    Setze ich mich zu einem Bewohner legt sie sich zu meinen Füssen und scheint bis auf das hecheln entspannt.Ruft einer der Bewohner Lea schaut sie mich an u. warten auf das Komando das sie gehen darf. Wenn sie Ruhe haben möchte legt sie sich auf ihr Kissen welches wir immer dabei haben damit sie weiß wo ihr Platz ist. Zu einer Dame im sehr reduziertem Allgemeinzustand legt sie sich vorichtig zu ihr ins Bett wenn wir das Bett herunter fahren und liegt ganz entspannt ohne hecheln neben der Dame. Lea läuft gut am Rollstuhl oder Rollator ohne hecheln.
    Vielleicht fehlt ihr auch eine klare Aufgabe. Zuhause bewacht sie die freilaufenden Meerschweinchen so das diese nicht aus einem der Kinderzimmer ausbüxen oder vor unserer Katze (die beiden lieben sich) Zuhause hält sie den Garten im Blick u. begrüßt jeden freundlich der mit oder ohne Hund den kleinen Weg hinter unserem Garten nutzt.
    Ich werde mir wohl überlegen müssen welche konkreten Aufgaben sie in der Einrichtung übernehmen sollte/ könnte ausser lieb sein. Und ganz besonders wo es evt. noch an den Strukturen hapert was ich gerade als schwierig empfinde da ich bisher der Meinung war ich würde ihr klare Strukturen vorgeben.
    Herzlichen Dank dafür mich u. meine Beziehung zu Lea mal gründlch zu überdenken um das ganze noch zu optimieren . Habe nie drüber nachgedacht da ich immer das Gefühl hatte es läuft wunderbar, da Lea auf den kleinsten "fingerzeig" reagiert , mich beobachtet u. zu wissen scheint was ich gerade von ihr erwarte.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 19.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    das ist sehr schwierig, darauf zu antworten. Im Prinzip machen Sie alles richtig und wunderbar. Vielleicht hat sie auch zu viele Aufgaben? Lea ist ein Hund, der Ihnen alles recht machen möchte und sich darüber aufregt. Sie loben bestimmt auch genug - ist dieses Lob genug "abgesetzt" - also herzlich, von den Kommandos.
    Hecheln kann auch zuviel Wärme in den Zimmern bedeuten?
    Sie geben ihr klare Strukturen, aber ich glaube herauszulesen, dass Lea oft ein bisschen überfordert ist. Sie glaubt vielleicht, sie hat immer etwas zu erledigen an Ihrer Seite...?
    Wie gesagt, es ist nicht einfach, Im GRunde klingt alles toll, was Sie machen - wir können gern gemeinsam weiter überlegen,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • aradia
    aradia
    schrieb am 20.11.2014

    Hallo,
    Danke für Ihre Worte, hatte bisher nie Probleme mit Hunden, habe als Reitermädchen im heimischen Tiergarten erfolgreich auf ihre neuen Familien vorbereitet, vom Tierschutz Anlage 1 Welpen zur sozialisierung bekommen und selber früher Staffs gehabt die im positiven immer bekannt wie bunte Hunde waren als vorzeige Beispiel das das Problen an der anderen Seite der Leine ist. Ich handel einfach aus dem Gefühl heraus. Aber Sie haben recht, Lea versucht es immer allen recht zu machen. Die Aufgaben im Haus hat sie sich selberauferlegt nachden sie mitbekommen hat das meine Tochter die Katze aus dem Zimmer "schmeißt" wenn ihre Merlis Freilauf haben. Es stimmt auch das Lea wärme empfindlich ist, ab spät Frühling bis Herbst ist Lea gefühlte 120 Jahre wärend sie seit einigen Wochen wieder immer mehr wie ein übermütig durch die Welt springt. Relativ warm ist es in der Einrichtung immer . Glaube aber nicht das dies das Problem ist da sie ja auch ruhig ohne Hecheln liegt (gelegentlich) . Viele Kommandosw bekommt sie nicht da sie mich sehr genau beobachtet u das meiste ohne Worte geht. Sie geht auch viel ihre eigenen Wege u. schaut lediglich das ich nicht zu weit weg bin u. agiert mit ihrer Umwelt eigenständig, mal mehr oder weniger Aufgeregt aberdennoch immer souverän u. mich im Blick . Sie entscheidet eigenständig von wem sie angefasst werden möchte u. wem nicht . Sie geht dann einfach u. kommt zu mir oder geht zu jemanden der sie interessiert. Das ist für mich ok , da ich ja auch nicht von jedem angefasst werden möchte. Ich würde es nur gerne schaffe das sie mich zunächst an den kurzen Tagen u. langfristig an allen auch den langen Tagen begleiten kann. Meine Kinder sind fast erwachsen und sind dann durch Studium u. Berufskolleg ausser Haus, jetzt ind sie in den Pausen u Freistunden daheim so das Lea nie lange allein sein musste. Sie jammert nicht aber sie liegt dann nur in meinem Bett u. rührt sich nicht außer die Kinder sprechen sie an um eine Runde mit ihr zu gehen oder zu spelen oder sie in den Garten zu lassen.Unter der Woche laufe ich Abends nur kleine Runden , am Wochenende oder freien Tagen täglich ca 15 km da wir viel Bush Craften oder Geochaing machen. Das genießt Lea in vollen Zügen , manchmal spreche ich sie dann 3-5 Stunden gar nicht an. Sie geht einfach ihrer Wege - mal rechts, mal links , mal vor oder hinter uns , sieht aber zu uns nie zu verlieren. Einfach unkompliziert, einzig wenn andere Hunde welche uns im Wald selten begegnen an der Leine sind rufe ich sie um sie auch an zu leinen, man weiß ja nie ... Ich weiß einfach nicht wie ich ihr den meiner Meinung nach Stress nehemen kann wenn sie mit zur Arbeit kommt. Und wenn es das ist es allen recht zu machen, wie kann ich ihr beibringen das sie das nicht muss ?
    Ganz liebe Grüße
    Aradia

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 20.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    0Hallo Aradia,
    super - Sie machen es ganz toll. Ich würde mir wünschen, dass alle Hundebesitzer so wären!
    Versuchen Sie folgendes. Das hat mir bei meinem arbeitswütigen Hund auch geholfen.
    Wenn er es noch nicht konnte/wollte und ich hatte die Befürchtung, dass heute dies oder das passiert - in Ihrem Fall hecheln, aufgeregt sein usw. - habe ich es ausgeblendet - ich habe auf keine Fall daran GEDACHT. Wenn Sie vorher DENKEN, dass Leo sich heute aufregt, tut Sie es auch. Hunde spiegeln uns zu 100%.
    Sie gehen also selbstsicher, ohne jede UNSICHERHEIT, dass Lea etwas stressen könnte, EINFACH Ihrer Arbeit nach und nehmen Sie mit. Ich denke, wenn ich mich einigermaßen ausdrücken konnte, das Ihre Lösung ist - EINFACH SEIN EINFACH MACHEN - denn indem Sie denken, Lea könnte denken, verunsichern Sie sich gegenseitig. Das können Sie auflösen - puuhhhh - klar?
    Ja, Sie wissen, fühlen und setzen um, was ich meine - Sie schaffen das,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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