Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie bringe ich ihr mehr Gehorsam bei und das sie an der Leine nicht so

MichaelaR schrieb am 27.07.2016
Angaben zum Hund: Akita Staff Mix, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo! Ich habe einen Akita Staff Mix. Wir haben sie von einem Pflegeplatz. Sie war mit anderen Hunden in einem verlassenen Haus eingesperrt. Die anderen Hunde sind leider verhungert. Unser Problem ist sie versteht sich nicht mit anderen Hunden. Wenn sie einen auf der Straße sieht flippt sie total aus. Sie knurrt fletscht die Zähne und stellt alle Haare auf. Wir haben die Hundeschule abgebrochen da sie durch das Stachelhalsband richtig akresiv wurde. Gebracht hat das ganze sowieso nicht's! Sie kugelt einem fast den Arm aus wenn sie an der Leine ist. Spazieren gehen mit ihr ist nicht schön und sehr anstrengend! Ohne Leine geht überhaupt nicht,da sie jedes rufen jeden Befehl ignoriert! Sie hat unsere Coutch gefressen 4 Matratzen und den Fußboden raus gerissen. Das letzte mal hat sie sogar in mein Bett gepinkelt. Was sie noch nie gemacht hat. Mir graust es wenn ich weiß ich muss mit ihr raus. Wenn wir einen anderen Hund sehen hab ich Probleme sie zu halten. Wir haben alle Tips die wir so bekommen haben schon ausprobiert aber nichts hat was gebracht.Meine Tochter 11 ging mal mit ihr raus, die hat sie dann übern ganzen Hof geschleift,weil sie eine Katze gesehen hat. Egal was man sagt oder wenn man sie ruft,das geht ihr alles am A.... vorbei! Sobald man vor die Wohnung geht schaltet sie total ab und wenn sich nur ein Blatt bewegt wird erstmal drauf los gestürzt. Was kann ich machen das es etwas besser wird? Ich weiß einfach nicht mehr weiter und weggeben möchte ich sie auf keinen Fall!!

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 28.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    wenn Sie in einem fremden Land sind und jemand redet in der fremden Sprache auf Sie ein, werden Sie ganz sicher auch nicht reagieren. Genauso geht es Ihrer Hündin. Woher soll sie wissen, was Sie von ihr wollen?
    Wenn in der von Ihnen besuchten Hundeschule Stachelhalsbänder benutzt werden, war es ganz sicher die falsche Hundeschule.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
    Im Haus geben Sie der Hündin Grenzen wir z. B. wenn sie etwas von Ihnen fordert, wie Streicheleinheiten, spielen oder Futter, ignorieren Sie es.
    Springt der Hund von sich aus auf Bett oder Sofa, wird er sanft weggedrückt. Er darf dort nur hin, wenn Sie es erlauben.
    SIE agieren, der Hund reagiert, NIE umgekehrt. Dann sind Sie der "Boss". Wenn es umgekehrt ist, wie jetzt, ist es der Hund.
    Lassen Sie vor allem Ihre Tochter nicht mehr alleine mit der Hündin gehen!

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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