Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hund jagt

  Nordrhein-Westfalen
SiDe schrieb am 24.04.2017   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Rhodesian Ridgeback, männlich, kastriert, Alter 1-3 Jahre

Unser Hund vergisst jeden Rückruf wenn er Hasen sieht. Ja er ist ei n Jagdhund aber ohne Leine geht garnicht. Im Spiel mit anderen Hunden ist es ähnlich

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 05.05.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, Hunde, die starkes Jagdverhalten zeigen haben es natürlich schwerer als andere Hunde. Sie müssen eine sehr hohe Konzentration aufbauen, um sich zurückzuhalten und nicht jeder Spur oder jedem Tier hinterher zu hetzen, denn das ist für den Hund das Tollste. Es ist wichtig, daß Ihr Hund unter starker Ablenkung zu fast 90 % das macht, was Sie wollen, dazu ist die Schleppleine gut geeignet. Desweiteren muss es auf dem Spaziergang gewisse Regeln geben, er darf den Radius nicht endlos ausdehnen, nicht ins Unterholz oder gar vom Weg abgehen. Viele fallen schon in Jagdverhalten, wenn sie mit anderen Hunden ein wenig gespielt haben und hauen aus dem Spiel einfach ab. Ja auch Leckerlies ersetzen oft nicht das Hetzen. Der Hund muss lernen, sich zurückzuhalten und Reizen zu widerstehen, daß ist ein langer Prozess und gleichzeitig muss ihm ein Verhalten beigebracht werden, was er in den Situationen zeigen kann. Also im Klartext: Der Hund sieht einen Hasen und will losrennen. In dem Moment, wo er den Hasen wahrnimmt, muss er das Ersatzverhalten abrufen können, z.B. zu Ihnen schauen und dann laufen Sie in die entgegengesetzte Richtung und wenn er hinter Ihnen anstatt des Hasens läuft, wird er belohnt. Oder es fliegt in dem Moment ein Futterbeutel in die entgegengesetzte Richtung, den er dann apportieren kann. Dies verlangt aber gutes Timing und Training und Sie müssen zunächst ohne Ablenkung üben, z.B. Apportieren des Futterbeutels, und dann weiter steigern, bis es im Notfall dann auch klappt. Außerdem sollte Ihr Hund sich draußen an Ihnen orientieren, belohnen Sie jeden Blickkontakt, geben Sie ihm Aufgaben etc. Er muss geistig und körperlich ausgelastet werden. Machen Sie Suchspiele mit ihm, üben Sie Kommandos und versuchen Sie herauszufinden, wann er eigentlich schon mit dem Jagen anfängt. Melden Sie sich gerne bei mir - wenn Sie in der Nähe von Düsseldorf wohnen - sofern Sie sich alleine unsicher fühlen.

    Damit ein Abrufen von anderen Hunden klappt, braucht es ein gut aufgebautes Signal, was mit steigender Ablenkung aufgebaut werden muss.

    Hallo, Hunde, die starkes Jagdverhalten zeigen haben es natürlich schwerer als andere Hunde. Sie müssen eine sehr hohe Konzentration aufbauen, um sich zurückzuhalten und nicht jeder Spur oder jedem Tier hinterher zu hetzen, denn das ist für den Hund das Tollste. Es ist wichtig, daß Ihr Hund unter starker Ablenkung zu fast 90 % das macht, was Sie wollen, dazu ist die Schleppleine gut geeignet. Desweiteren muss es auf dem Spaziergang gewisse Regeln geben, er darf den Radius nicht endlos ausdehnen, nicht ins Unterholz oder gar vom Weg abgehen. Viele fallen schon in Jagdverhalten, wenn sie mit anderen Hunden ein wenig gespielt haben und hauen aus dem Spiel einfach ab. Ja auch Leckerlies ersetzen oft nicht das Hetzen. Der Hund muss lernen, sich zurückzuhalten und Reizen zu widerstehen, daß ist ein langer Prozess und gleichzeitig muss ihm ein Verhalten beigebracht werden, was er in den Situationen zeigen kann. Also im Klartext: Der Hund sieht einen Hasen und will losrennen. In dem Moment, wo er den Hasen wahrnimmt, muss er das Ersatzverhalten abrufen können, z.B. zu Ihnen schauen und dann laufen Sie in die entgegengesetzte Richtung und wenn er hinter Ihnen anstatt des Hasens läuft, wird er belohnt. Oder es fliegt in dem Moment ein Futterbeutel in die entgegengesetzte Richtung, den er dann apportieren kann. Dies verlangt aber gutes Timing und Training und Sie müssen zunächst ohne Ablenkung üben, z.B. Apportieren des Futterbeutels, und dann weiter steigern, bis es im Notfall dann auch klappt. Außerdem sollte Ihr Hund sich draußen an Ihnen orientieren, belohnen Sie jeden Blickkontakt, geben Sie ihm Aufgaben etc. Er muss geistig und körperlich ausgelastet werden. Machen Sie Suchspiele mit ihm, üben Sie Kommandos und versuchen Sie herauszufinden, wann er eigentlich schon mit dem Jagen anfängt. Melden Sie sich gerne bei mir - wenn Sie in der Nähe von Düsseldorf wohnen - sofern Sie sich alleine unsicher fühlen.

    Viele Grüsse aus Düsseldorf
    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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