Leinenführigkeit

  
Mandy Busch schrieb am 08.01.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo.
Ich habe drei französische Bulldoggen, 4+1 Jahr und einmal 4 Monate jung.
Die mittlere zieht an der Leine wie verrückt. Egal was ich tue, nichts hat bisher geholfen.
Außerdem sind die beiden großen aggressiv gegenüber anderen Hunden, vor allem an der Leine. Seit einem Umzug werden auch Menschen angebellt und -geknurrt. Meine Nerven liegen blank. Jedes Gassi wird zur Zerreißprobe...

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    dass die beiden Hunde aggressiv gegenüber anderen Hunden sind, hängt mit der fehlenden Leinenführigkeit zusammen. Hunde, die an der Leine ziehen oder vorne gehen, führen das "Rudel" an und müssen dann regeln.
    Üben Sie die Leinenführigkeit zuerst am besten mit jedem Hund einzeln.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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