Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Bindung

Tülay schrieb am 04.12.2015
Angaben zum Hund: Chihuahua, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

hallo, ich hab ein großes Problem welches mich seh belastet. meine kleines Chihuahua Mädchen (9 Monate) hat glaub ich Angst vor mir, bzw vertraut mir nicht. sie schaut mich nicht an und wenn ich sie hoch nehmen möchte, zieht sie die Rute ein und kauert Irgendwie.ich weiß nicht warum, denn mehr lieb haben kann ich sie gar nicht. sie ist in der Woche immer bei meinen Eltern, da ich arbeite muss. bringe sie morgens hin und hole die nachbessern Arbeit wieder ab.
andere Hundebesitzer machen das doch aber auch so?! :(
fühlt sie sich einfach bei mir nicht wohl? kann ich das noch ändern?
versuche ja schon überall miteinzunehmen, das sie auch bei mir is, aber irgendwie ist es nicht die Bindung die man so zwischen Hund und Besitzer kennt.
wäre sehr dankbar für Ratschläge

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 07.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    nicht die Quantität einer Beziehung ist für die Bindung wichtig, sondern die Qualität.

    Doch zuerst einmal zu den angesprochenen Verhaltensweisen, die Ihre Hündin nicht tut. Sie sagen, Sie schaut sie nicht an. Das mag ein wenig Charaktersache sein. Es gibt einige Hunde, die einen direkten Blick vermeiden. Dies mag ein wenig in einer Unsicherheit liegen, ist aber in der Hundesprache ein höfliches Verhalten.

    Dass Ihre kleine Hündin nicht hochgenommen werden möchte, ist auch normal. Die wenigsten Hunde möchten das. Nur merken das viele Leute nicht.

    Daher finde ich es erst einmal ganz toll, dass Sie feststellen, was Ihre Hündin mag und was nicht. Um die Bindung zu Ihrer Hündin zu verbessern, schlage ich Ihnen vor, dass Sie viele schöne Dinge mit Ihrer Hündin machen, die Dinge, die Ihnen und Ihrer Hündin Spaß machen. Das können Suchspiele sein, dass kann Agility sein, das kann ein Abenteuerspaziergang sein oder auch Tricks, die Sie Ihrer Hündin beibringen. Finden Sie heraus, was Ihrer Hündin Spaß macht, bauen Sie das Training immer so auf, dass der Spaß bei Ihnen und Ihrer Hündin erhalten bleibt und Ihre Hündin leicht Erfolge hat.

    Es ist schön, wenn Sie Ihre Hündin überall mit hinnehmen. Das können Sie auch weiterhin tun. Aber hinterfragen Sie auch bitte kritisch, ob das Ihrer Hündin genauso viel Spaß macht wie Ihnen.

    Natürlich müssen Sie Ihre Freizeit mit Ihrem Hund jetzt nicht nur auf die Interessen Ihrer Hündin abstimmen, aber nehmen Sie sich bewusst Zeit, wo Sie sich mit Ihrer Hündin artgerecht beschäftigen.

    Dann wird das Verhältnis bestimmt sehr schnell richtig gut sein.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside.de

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