Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Ängstlicher Hund

  Nordrhein-Westfalen
Elena231 schrieb am 17.09.2015   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Labrador-Schäferhund Mix, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo, mein Hund heißt Lani und kommt aus Der Türkei. Anfangs war sie noch viel ängstlicher als heute und sie hat sich positiv entwickelt, doch ein großes Problem haben wir noch. Bei Spaziergängen kommt es oft vor das laute Geräusche wie ein knallen oder ähnliches aufkommen und dabei erschreckt sie sich so das sie dann in alle Richtungen Rennen möchte, zittert und man sie eine ganze Weile nicht mehr beruhigt bekommt. Was kann ich an dieser Stelle am besten tun um ihr diese Angst etwas zu nehmen oder gibt es da ein paar Tipps?
LG Elena&Lani

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 23.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, wahrscheinlich wird ihr Hund diese Ängste nicht mehr vollständig ablegen können.
    Sie können trotzdem verschiedene Sachen versuchen, um ihrem Hund wenigstens ein klein wenig die Angst zu nehmen.
    Im Internet finden sie verschiedene Möglichkeiten, wo sie unterschiedliche Geräusche downloaden können. Diese können sie GANZ LEISE!!!! als Dauerschleife z.B. beim Frühstück oder anderen Situationen in denen alle entspannt sind, laufen lassen. Bitte beachten, für sie sollte es kaum hörbar sein, Hunde ein haben ein sehr viel besseres Gehör als wir Menschen! In dem Raum, in dem sie diese Geräusche abspielen, können sie auch noch einen Adaptilzerstäuber aufstellen. Adaptil imitiert ein beruhigendes Pheromon der Mutterhündin.
    Bleiben sie ruhig, wenn sie ihre Angstattacken bekommt. Bedauern sie sie nicht, seien sie einfach nur da.
    Sollten sie zum Spaziergang aufbrechen, können sie ihr vorher Adaptiltabletten, Bachblüten rescue Tropfen oder Vetplus calmex geben.
    Vielleicht gelingt es ihnen, sie irgendwann mit etwas sehr leckerem zu "ködern", so dass sie ihre Angst "wegfressen" kann.
    Alles in allem werden sie sehr viel Geduld benötigen und müssen auch immer wieder mit Rückschlägen rechnen. Auch bei einem anfänglichen Erfolg kann sich ihr Angstverhalten im Alter wieder verstärkt zeigen.
    Ich würde ihnen trotz allem noch empfehlen, sich an einen erfahrenen Hundetrainer zu wenden.
    Möglicherweise könnten sie auch noch andere Dinge versuchen (Alternativverhalten, Entspannungstraining etc.) dieses kann man aber nur vor Ort beurteilen, je nach den gegebenen Möglichkeiten.
    Adressen von Hundetrainern finden Sie z.B auf den Seiten des BHV unter http://www.bhv-net.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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