Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst im Kofferraum, doch nicht auf der Rückbank

  Bayern
luna_s schrieb am 05.01.2015   Bayern
Angaben zum Hund: Golden Retriever, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Golden Rüde, 4 Jahre, den wir seit Anfang an haben, hat immer wieder Angst beim Autofahren. Früher hatten wir einen Touran mit Hundegitter, da konnte er nicht nach vorn springen, ist jedoch sichtlich ungern eingestiegen und hat viel gesabbert. Er hat sich auf längeren Fahrten nie hin gelegt und immer beim Gitter abgestützt, so als hätte er einen Schwindel?! heute haben wir einen Kleinwagen, so er auf der Rückbank sitzt und das funktioniert super, er sabbert nicht und legt sich hin, er sieht auch richtig entspannt aus. Da wir Ein Kind erwarten haben wir einen Kombi gekauft, mit einem Gepäcknetz. Da ist links und rechts ein kleines Loch, wo der Hund mit dem Kopf durch passt, jedoch vermutlich nicht mit dem ganzen Körper. In diesem Kombi hält er das mitfahren überhaupt nicht aus. Er versucht ständig durch das viel zu kleine Loch beim Gepäcknetz zu springen, einmal ist er sogar mit den Vorderpfoten durchgekommen und stecken geblieben. Er sabbert auch wieder viel und beginnt teilweise zu winseln, bzw zu zittern. Ich sehe, dass es ihm dabei sehr schlecht geht, er leidet total, obwohl er sonst ein sehr stabiler, selbstbewusster und selbstständiger Hund ist.

Ist es eine Erziehungssache oder leidet er womöglich an Übelkeit? Es könnte auch eine Art Frusttoleranz sein, aber eigentlich weiß er, dass ich bzw. mein Mann das Ruder in der Hand hat, doch im Autohilft weder schimpfen noch beruhigen.

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Antworten(10)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 05.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, fängt er erst an zu sabbern wenn das Auto fährt oder schon, wenn er nur rein soll?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer

  • luna_s
    luna_s
    schrieb am 05.01.2015

    erst, wenn das auto ein weilchen fährt. wir haben auch einmal eine box probiert, doch da wars nicht besser. nach 2-monatigem einsatz haben wir sie wieder verkauft.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 05.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hmmm, das ist schwer, weil es nicht nach Frust und auch nicht nach Angst vor dem Kofferraum aussieht. Vielleicht wird ihm wirklich schlecht im Kofferraum. Haben Sie mal mit einem Tierarzt darüber gesprochen?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer

  • luna_s
    luna_s
    schrieb am 05.01.2015

    Nein hab ich noch nie, da die vermute, dass ich nur Tabletten oder andere Chemie für ihn bekomme. Der Hund hat sich auch noch nie übergeben, drum bin ich auch nicht sicher ob ihm schlecht wird. Könnte es vielleicht eine Art Trennungsangst sein, weil er nicht ungehindert zu mir kann? Bei einer Trainingsstunde in der Hundeschule war er mal 10 Minuten an einem Baum angebunden, da hat er mich auch gesehen und ähnliche Symptome wie vermehrtes Speicheln, Zittern und starkes Winseln gezeigt, da meinte der Trainer, dass es eine Trennungsanst ist, weil mich der Hund sieht, aber nicht zu mir kann, kann das auch beim Autofahren sein?

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Das ist natürlich auch eine Möglichkeit. Hat er sonst auch diese Trennungasangst? Kann er alleine bleiben? Was hat der Hundetrainer vorgeschlagen?

  • luna_s
    luna_s
    schrieb am 06.01.2015

    alleine bleiben kann er gut, er jault und bellt nicht. wenn ich ihn jedoch vor einem geschäft anbinde, dreht er fast durch. er schaut furchtbar gequält und würde mir am liebsten am schoß springen. zum glück jault und winselt er nicht. wenn ich ihn aber nicht anbinde sondern die leine fallen lasse und ihm ein bleib gib und meinen rucksack oder etwas anderes von mir dazu lege, funktionierts. das ist eine spezielle "bleib 3" übung die wir in der HuSchu gelernt haben. wenn ich das gleiche aber im kofferraum mache, funktionierts nicht, weiß nicht warum?

    der hundetrainer hat damals gesagt, dass ich eben zum hund gehen soll, weil er in der situation sehr gelitten hat. auf die kofferraumsituation habe ich ihn nie angesprochen.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Wie ist es denn zuhause, wenn Sie z. B. aus dem Raum gehen?

  • luna_s
    luna_s
    schrieb am 06.01.2015

    Das ist alles kein Problem. Verschlossene Türen oder so akzeptiert er und wartet ruhig und entspannt davor.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Sie haben weiter oben geschrieben, dass er erst nach einer Weile anfängt zu sabbern. Ich würde ganz von vorne anfangen und ihn in ganz kleine Schritten ans Autofahren im Kofferraum gewöhnen. Wenn Sie größere Strecken fahren müssen, lassen Sie ihn, bis es im Kofferraum funktioniert, auf dem Rücksitz.
    Zum Üben lassen Sie ihn immer mal wieder, am besten mehrmals am Tag, in den Kofferraum und fahren so lange, wie er es ertragen kann. Ich denke, Sie wissen mittlerweile, wie lange das sein könnte. Bevor er anfängt, zu sabbern, darf er auf den Rücksitz. Vielleicht hat er ein Lieblingsleckerchen welches er nur bekommt, wenn er im Kofferraum mitfährt. Steigern Sie dann, ganz langsam, die Zeit, die er im Kofferraum fährt. Wenn er anfängt zu sabbern, wieder einen Schritt zurück.
    Zusätzlich üben Sie noch mit ihm das Anbinden und weggehen. Auch hier ganz langsam steigern. Beobachten Sie, welche Entfernung er noch ertragen kann und bleiben dann stehen, ohne ihn zu beachten. Dann zurückgehen und loben oder Leckerchen geben.
    Es wird wahrscheinlich eine Zeitlang dauern, aber ich denke, wenn Sie am Ball bleiben, werden Sie Erfolg haben.

    Viel Glück....
    Ellen Mayer

  • luna_s
    luna_s
    schrieb am 06.01.2015

    Danke vielmals für Ihre Hilfe wir werden das so ausprobieren!

    Beste Grüße, Sandra Sieber

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