Was tun bei Angst vor Männern und anderen Hunden?

  
svenja_rauchmann schrieb am 15.06.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
wir haben seit zwei Wochen unseren (laut Tierschutz) dreijährigen Teddy aus Griechenland. Er lebte dort fast 3 Jahre im Tierschutz auf einem alten Militärgelände. Seit er bei uns ist, hat er schon viele Fortschritte gemacht. Er kannte ja im Prinzip gar nichts. Kein Halsband/Geschirr, keine Leine, kein eigenes Körbchen etc. In seinem Körbchen fühlt er sich sehr wohl. Auch Spaziergänge kann er so langsam genießen. Nicht weit, aber immerhin. Mit uns Frauen kommt er super aus. Leider hat er große Angst vor meinem Partner. Er zieht das Genick ein und würde am liebsten wegrennen. Er beobachtet ihn auch immer aus sicherem Abstand. Wir wissen leider nicht, ob er schlechte Erfahrung mit Männern gemacht hat oder ob er Männer gar nicht kennt. Mein Partner weiß nicht, was er machen soll und er kommt sich doof vor. Leider kann er auch nicht mit anderen Hunden. Er macht nichts, aber er verkriecht sich, sobald ein anderer Hund in die Nähe kommt. Was können wir machen? Einfach noch Zeit geben? Immerhin ist er erst seit zwei Wochen hier. Vielen Dank im Voraus und viele Grüße Svenja

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 15.06.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Svenja,
    viele Tierschutzhunde haben Angst vor Männern. Wichtig ist, dass Ihr Partner nicht versucht, ihn zu locken. Sie schreiben ja, dass Teddy ihn beobachtet. Lassen Sie ihn selbst raus finden, dass Ihr Partner nicht gefährlich ist. Er soll ihn einfach nicht beachten. Vielleicht das Futter hinstellen, dann aber weg gehen. Ab und zu ein Leckerchen so nebenbei in Richtung des Hundes werfen oder im Vorbeigehen fallen lassen.
    In Gegenwart anderer Hunde sollten sie Ihren Hund beschützen. Dazu ist eine gute Leinenführigkeit sehr wichtig, an der Sie arbeiten sollten. Das heißt, Sie gehen vor, der Hund läuft an lockerer Leine hinter oder neben Ihnen. Die lockere Leine ist wichtig, weil eine gespannte Leine die Spannung auf den Hund überträgt.
    Gehen Sie dazu so, als hätten Sie keinen Hund dabei. Gehen Sie Kurven, ändern Sie die Richtung. Wichtig dabei ist, das Sie nicht nach dem Hund schauen, sondern nach vorne. Das heißt jetzt aber nicht, dass Sie den Hund hinter sich her schleifen sollen. Wenn Sie merken, dass er stehen bleibt, bleiben Sie auch stehen, immer noch mit Blick nach vorne und leichter Spannung auf der Leine. Er wird dieser Spannung und somit Ihnen dann folgen.
    Sinn der Sache ist, dass SIE dann führen und er sich auf Sie verlassen kann. Geht hingegen Teddy vor, Sie folgen ihm möglicherweise mit ausgestrecktem Arm, führt der Hund, ist damit vollkommen überfordert und die Angst wird schlimmer.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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