Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

übertriebener Beschützerinstinkt

  Rheinland-Pfalz
Patsy schrieb am 20.05.2015   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: unbestimmt (könnte Rottweiler oder Boxer drin sein), männlich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo, mein Hund kommt urspr. aus Rumänien und hat wohl Schlimmes erlebt. Er mag keine Männer und fühlt sich sehr schnell bedroht. Eine "dumme" Bewegung reicht aus, dass er glaubt sich selbst oder mich verteidigen zu müssen. Er beißt dann blitzschnell und ohne Vorwarnung zu. Zum Glück ist bisher nichts ernsthaftes passiert, aber ich bin ratlos und setze im Moment aus Vermeidung. Ansonsten gehorcht er prima, ist nicht dominant oder aggressiv und ich kann alles mit ihm machen) Der Rat einer Trainerin ihm ständig Leckerchen zu geben wenn wir einen Mann sehen, bringt absolut nichts.

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Ihre Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 21.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Guten Abend,
    beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wuchtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.Wenn der Hund Ihnen mehr vertrraut und Situationen Ihnen überläßt, können Sie mit einem Maulkorbtraining und einem "Männertraining" beginnen.
    Ich habe einen Hund aus Rumänien mit einem Gelassenheitstraining des Menschen wieder dazu gebracht unter dem Schutz seines Menschen sich Männern zu nähern - aber trotzdem würde ich auf "Vermeiden" setzen, ehe es schiefgeht.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • Bibj
    Bibj
    schrieb am 06.03.2016

    Ich habe ein ähnliches problem nur das mein hund einen extrem ausgeprägten beschützer instinkt hat weil ich angst vor hunden und menschen habe. Wir üben das jetzt intensiv seit über 1jahr mal klappts dann wieder überhaupt nicht. Nach wie vor ist der beschützerinstinkt ausgeprägt. Je mehr ich versuche entspannt zu sein desto schlimmer ist ihr verhalten. Sie schlägt auch an wenn gar nichts ist im dunklen. ich erschrecke mich und gerate natürlich wieder in angst. Was soll ich blos machen wir puschen uns immer wieder gegenseitig hoch

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 07.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    wir wissen, dass uns unsere Hunde zu 100% spiegeln. "Wie der Herr so's G'scherr", werden Sie schon mal gehört haben. Ihr Hund spürt Ihre Unsicherheit und Angst vor Hunden und Menschen. Ich würde es auch nicht Beschützerinstinkt nennen, sondern Ihr Hund versucht sich selbst zu beschützen und reißt Sie mit.
    Sie verkrampfen sich auch, wenn Sie "versuchen, entspannt zu sein" - ein Teufelskreis.
    Ich würde Ihnen raten, sich in eine verständnisvolle Behandlung zu begeben, die Sie zusammen mit Ihrem Hund führt und mit Ihnen rausgeht. Wir haben damit schon viele Erfolge. Wir lehren, wie man den Hund liest, beschützt und ihn führt. Wenn Sie es schaffen, über Ihren Schatten zu springen, können Sie Ihrem Hund Sicherheit vermitteln -
    ich wünsche Ihnen alles Gute
    Inge Büttner-Vogt

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deinem Problem?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Angst vor rabiaten Kindern

Hallo, meine knapp 5 jährige Vizla Hündin war mit mir zu Besuch in... mehr

Angst vor Männern

Moin. Meine Hündin hat Angst vor fast jedem Mann. Wir haben sie von... mehr

Unser wird bissig gegenüber unseren Sohn was kann ich machen

Unser hund ist seit dem wir um gezogen sind sehr auf beiß laune und... mehr

Angst vor menschen und gerauschen

Mein rüde rambo ist 2,5 jahre alt und kastriert. Wenn ich mit ihm... mehr

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.