Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Angst in geschlossenen Räumen

  
joelle.franck@gmail.com schrieb am 18.07.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo!


Es gibt auf ihrer Seite schon ein ähnliches Thema, leider passt es nicht auf unsere aktuelle Situation. Wir haben einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert, einen 9 Monate alten Schäferhund Mischling. Mein Mann und ich sind beide mit Hunden aufgewachsen. Wir haben den Hund draußen als lieben, offenen und verspielten Hund kennengelernt. In Innenräumen ist er jedoch wie ausgewechselt. Er traut sich fast nicht ins Haus und traut sich nicht das Haus zu erkunden (es liegt nicht am Haus, er betritt generell keine geschlossenen Räume). Wir haben ein großes offenes Wohnzimmer mit angrenzender Küche (50 m2), wovon er nur rund 5 m2 beschnuppert hat. Er legt sich sofort auf den Teppich und bewegt sich nicht mehr.


Auch Aufforderungen und liebes zureden um wenigstens das Wohnzimmer zu erkunden, blockt er ab und dreht uns den Rücken zu. Er ist drinnen wie versteinert. Wir würden uns freuen wenn er sich zu uns aufs Sofa gesellen würde, jedoch traut er sich nicht aufs Sofa, er hat regelrecht Angst das Sofa zu betreten. Er wurde vom Vorbesitzer geschlagen und getreten und war im Keller angekettet. Danach war er 5 Wochen bei einem Betreuer an den er sich auch gebunden hat. Es bricht uns das Herz wie dieser Hund leidet. Er ist unglücklich. Wir wissen nicht wie wir uns verhalten sollen damit der Hund sich besser fühlt und sich auch mal traut das Haus zu erkunden. Wir hatten geplant dass er bei uns im Schlafzimmer schläft. Jetzt schläft einer von uns beim Hund im Wohnzimmer, in der Hoffnung dass dies dazu beiträgt dass der Hund Vertrauen gewinnt.


Die Situation überfordert uns, da wir ein solches Verhalten nicht erwartet hatten. Wenn wir verstehen könnten warum draußsen alles klappt und drinnen plötzlich kompletter Terror beim Hund entsteht, dann könnten wir besser auf ihn eingehen. Es ist so schlimm dass wir uns fragen ob der Hund nicht doch glücklicher wäre wenn er nicht bei uns wäre, sondern wieder bei seinem Betreuer.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 12.08.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    das ist wirklich ganz schrecklich für den Hund und für Sie. Gibt es etwas Neues oder ist diese Frage noch aktuell?
    Ich beantworte Sie dann gern,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

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