Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

BELLT FREMDE AN

  Mecklenburg-Vorpommern
Franka22 schrieb am 18.11.2015   Mecklenburg-Vorpommern
Angaben zum Hund: Terrier, Jack Russel, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Jack russel bellt fremde Menschen an , sie ist sehr ängstlich. ..was kann ich da tun....normal spazieren gehen ist nicht möglich ...manchmal befreit sie sich auch ihrem Geschirr

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 20.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, als erstes wäre es sinnvoll den Hund mit einem sogenannten Sicherheits- oder Panikgeschirr auszustatten. Diese speziellen Geschirre verhindern das Entschlüpfen wie bei herkönmmlichen Geschirren. Viele Modelle finden sie bei verschiedenen Anbietern im Internet.
    Wenn sie nicht von klein auf gelernt hat, dass SIE durchaus in der Lage sind, auf sich alleine aufzupassen, übernehmt sie diese Aufgabe. Damit ist sie jedoch heillos überfordert.
    Für sie bedeutet es, mehr die Führung bei Begegnungen zu übernehmen. Agieren, nicht nur reagieren.
    Wenn sie sehen, es kommt jemand auf sie zu, geben sie dem Hund zu verstehen, dass es okay ist. Geben sie ihr ein "Sitz" oder "Platz" und belohnen sie sie dafür. Nicht immer sind Leckerchen der Renner, schauen sie, was für ihren Hund eine Belohnung ist (streicheln? Spielzeug?).Bieten sie ihr eine Alternative zu ihrem Verhalten an. Z.B. ein Hund/Mensch kommt - schaue mich an. Setze dich neben mich etc.
    Eventuell können sie ihre unsichere Phase auch mit Adaptil überbrücken, bis sie sich gefestigt hat. Adaptil imitiert das Hormon der Mutterhündin und signalisiert dem Hund: Alles okay, bleibe entspannt. Dies kann das Training, welches unbedingt erfoderlich ist, positiv unterstützen.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund lernt, dass andere Menschen keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Menschen okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden/Menschen gemeinsam trainieren, später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde/Menschen.
    Sie soll und muß nicht mit anderen Menschen Kontakte knüpfen, wenn sie nicht möchte. Sozialpartner für ihren Hund sind sie. Sie soll aber lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Menschen auch ihren Weg kreuzen dürfen. Das ist meines Erachtens das wichtigste Trainingsziel - der Hund muß Vertrauen in ihre Führungsqualitäten aufbauen.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert.
    Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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