Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst vor Menschen und Verkehr

  Bayern
Jaycebe schrieb am 10.07.2015   Bayern
Angaben zum Hund: Husky-Labrador-Dt.Schäferhund, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Meine Hündin Momo ist knapp 8 Monate alt. Ich habe sie vor ca 3 Monaten aus Bosnien aus einem privaten Tierheim bekommen. In ihren ersten 2 Monaten lebte sie mit ihren Geschwistern auf der Straße. Es wird zwar ganz langsam besser, aber sie hat immer noch panische Angst vor Fremden,Straßenverkehr und Kindern. Meine Freundin und ich üben täglich mehrmals mit der Momo,indem wir uns zb einfach ruhig auf eine Bank setzen und die Leute an uns kommentarlos und ohne Streicheln vorbeiziehen lassen. Was kann ich noch machen? Wenn wir im Wald spazieren sind, läuft sie prima mit, auch ohne Leine. Wenn sie dann vor etwas Angst hat, läuft sie entweder ganz nah bei uns oder sie macht einen Bogen um die "Gefahr". An einigen Tagen allerdings lässt sie sich regelrecht von der Gefahr vertreiben und läuft entgegen unserer Spazierrichtung. Haben Sie noch Tipps für uns?
MfG Jana B.

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Antworten(1)

  • Hundetrainerin Janna Krebs
    Janna Krebs
    schrieb am 13.07.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Jana,

    in Ihrem Fall wäre es sehr wichtig, dass Ihre Hündin beginnt, alle furchteinflößenden Situationen mit einer POSITIVEN Emotion zu verbinden.
    D.h. es ist leider noch deutlich zu wenig, Passanten einfach vorübergehen zu lassen. Stattdessen sollten Sie mit Ihrer Hündin ein Alternativverhalten trainieren, das sie in solchen Situationen zeigen kann - und für das Sie sie dann äußerst großzügig und hochwertig belohnen.
    Ein Alternativverhalten wäre es z.B. zu Ihnen zu kommen und vor Ihnen abzusitzen, wenn "Gefahren" auftauchen. Dafür könnten Sie Ihrer Hündin dann sehr schmackhafte Leckerchen geben (Leberwursttube, gekochte Hühnerherzen, Käsewürfelchen,...) - einfach etwas, das Ihre Hündin ganz besonders mag.

    Bitte üben Sie das Alternativverhalten zunächst zu Hause, also ungestört in einem für Ihre Hündin sicheren Rahmen und ohne Ablenkung. Rufen Sie sie zu sich, geben Sie ihr das Sitz-Signal und belohnen Sie sie. Dann können Sie das neue Verhalten nach und nach auf schwierigere und auch auf angsteinflößende Situationen übertragen.
    Mit der Zeit werden dann fremde Personen, Kinder etc. zur Ankündigung für Ihre Hündin, dass nun etwas ganz Tolles passiert: Besonders hochwertige Leckerchen bei Ihnen. Damit werden die Situationen nach und nach weniger bedrohlich.

    Herzliche Grüße,
    Janna Krebs

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