Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Ängstliches Verhalten

  
meggy gietl schrieb am 12.10.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo

Meine 17 Monate alte Schäferhündin zeigt zeitweise ganz plötzlich auf eigentlich bekannte Situationen Angst und versucht dann der Situation zu entfliehen und zieht wie verrückt in die andere Richtung.
Das ist aber immer nur zeitweise.
Es kann Wochenlang nichts sein und ganz plötzlich hat sie paar Tage da ist alles unheimlich und sie will überall fliehen.
Wie soll ich dann reagieren?
Ich möchte es ihr nicht durchgehen lassen und umdrehen, da ich ja sonst ihre Angst "bestätige".
Aber sie vorbeizuschleifen z.B an spielende Kinder oder einen Traktor finde ich auch nicht richtig...

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Antworten(2)

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Hallo,ist dein Hund wie meine aus dem Tierschutz/Ausland?
    Meine Mischlingshündin (habe sie seit Januar‘19),war 6 Monate alt und aus Rumänien,als ich sie bekam. Wo ich sie bekam,war sie erst ca 3 Wochen in D‘Land. Die ersten Wochen war rausgehen eine Qual. Neue Umgebung,direkt Stadtmitte,fremde Menschen. Da war ich selbst sehr überfordert. Habe Gott sei Dank immer die Möglichkeit,die Person von der pflegestelle zu kontaktieren und sie hilft mir weiter,wenn ich sie brauche. Sie sagte,egal wann,ich kann sie immer anrufen. Heute hat sie noch panikattacken,wo sie plötzlich,gewohnte Strecken meidet und versucht zu fliehen. Habe ein ausbruchsicheres Geschirr,dass klappt Gott sei Dank. Was ich heute mache ist,erstmal die anderen Leute ignorieren. Das war mein größtes Problem. Sie haben sich überall eingemischt,wollten sie streicheln (das lasse ich heute nicht mehr zu,solange sie nicht freiwillig geht,biete ich ihr Schutz. Sie sucht dann auch meine Nähe und versteckt sich hinter mir). Heute bleibe ich stehen und lasse sie „Sitz“ machen. Ich bleibe dicht bei ihr,halte sie am Geschirr (nicht immer),aber streichel sie nicht/keine Leckeries. Sie beruhigt sich dann wieder. Wenn ich merke,es geht langsam,mache ich paar schritte. Wenn sie wieder so reagiert,bleibe ich stehen. Ohne ein Wort. Plan besser etwas mehr Zeit mit ihr ein. Manchmal kann das dauern. Wodurch das bei meiner heute noch ausgelöst wird,weiß ich leider nicht,aber die panikattacken werden weniger und kürzer. Also so habe ich es damals erklärt bekommen. Klappt noch nicht 100%,aber es wird wie gesagt langsam besser. Viel Glück!

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 21.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Meggy,
    vielleicht reagier Ihre Hündin nur manchmal so, weil auch Sie an solchen Tagen nervös sind oder "nicht so gut drauf". Beobachten Sie das einmal. Aber egal, warum sie so ängstlich ist, weitergehen oder überhaupt auf die Angst reagieren, ist auf jeden Fall nicht richtig.
    Besser ist es, stehen zu bleiben und die Hündin sich mit der angsteinflößenden Situation oder dem Objekt auseinandersetzen zu lassen, in aller Ruhe. Nicht versuchen, zu beruhigen, sondern einfach nur dastehen, bis sie sich beruhigt hat.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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