Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Rückruf

  Niedersachsen
Lilu69 schrieb am 08.04.2015   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Chihuahua , männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, ich habe einen wundervollen, lieben Chihuahua Rüden, der sich wirklich mit jedem verträgt. das einzige Problem, das ich mit ihm habe ist, dass er überhaupt nicht hört. ich könnte ihn nie von der Leine lassen, weil er sonst einfach weg laufen würde. einmal ist das schon passiert, dabei lief er über ein vierspurige Hauptstrasse. er ist schon seit kleinauf in der Hundeschule gewesen und ich habe wirklich ALLES versucht um ihm den Rückruf beizubringen. er hört einfach gar nicht auf mich. an der Leine zieht er nur und will markieren und schnüffeln. ich bin wirklich verweifelt weil ich immer Angst habe, dass er wegläuft und ich ihn nie wieder sehe. vielleicht haben sie einen wirksamen letzten Tipp für mich. ich habe Klickern, Superleckerlie, Schleppleinentraining, Pfeife, einfach ALLES probiert.
Vielen Dank im Voraus
Lieben Gruß
Iris

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Antworten(5)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Lilu,
    Sie schreiben, Schleppleinentraining haben Sie probiert. Wie weit sind Sie damit gekommen und warum hat es nicht funktioniert?.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Mißerfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, damit er keinen Erfolg hat. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen.

    Ich freue mich auf Ihre Antwort
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Lilu69
    Lilu69
    schrieb am 08.04.2015

    Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort. das mit dem Stehenbleiben und/oder in eine andere Richtung gehen habe ich auch ausdauernd praktiziert ohne Erfolg. wenn ich stehen bleibe und die Leine straff ist kommt er kurz zu mir, weil er das so gelernt hat, macht sich dann aber wieder auf den Weg und zieht. will sagen, der Lerneffekt ist gleich null. er läßt sich auch einfach zur Seite fallen oder bleibt einfach stehen wenn er schnüffeln oder markieren will.
    das mit der Schleppleine haben wir sehr oft geübt. wenn er vorläuft und ich ihn rufe, kommt er nur wenn da nichts ist, das ihn ablenkt (wie ein toller Geruch). ich weiß mir wirklich keinen Rat mehr, denn ich weiß, dass er falls er die Chance bekäme, einfach weglaufen würde. er hört null, auch im Haus ist das so. ebenso im Garten. ich kann die vielen Bücher gar nicht zählen die ich gelesen habe. es scheint mir so, als hätte mein Hund nicht die Verbindung zu mir die er bräuchte um mich interessanter zu finden als alles andere.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    Sie schreiben, er kommt an der Schleppleine nur, wenn da nichts ist. Die Schleppleine ist ja dran, damit Sie ihn, gerade, wenn er abgelenkt ist, zu sich ziehen können. Dann belohnen und sofort wieder laufen lassen. Wenn Sie das gezielt üben, lernt er mit der Zeit, dass er kommen MUSS.
    Ich kann natürlich aus der Entfernung nicht sagen, was schiefläuft, aber meiner Erfahrung nach liegt es auch oft daran, dass Frauchen zuviel auf den Hund achtet. Der weiß das ganz genau und denkt sich, zu recht, dass er ja dann nicht auf Frauchen achten muss.
    Wenn er schon im Haus nicht hört, warum setzen Sie sich nicht durch? Wenn er nicht kommt, wenn Sie rufen, machen Sie eine Hausleine an sein Halsband (ca. 1 m langes Seil/Schnur) und holen ihn.
    Meistens ist das Rufen für die Hund ein Hintergrundgeräusch. Es wird gerufen und nichts passiert. Was lernt der Hund daraus? Es wird gerufen und nichts passiert. Achten Sie darauf, dass, wenn Sie Ihrem Kleinen ein Kommando geben, egal welches, es von Ihnen durchgesetzt wird. Seien Sie einfach dickköpfiger als Ihr Hund, bis er aufgibt. Ich denke, bis jetzt haben immer Sie aufgegeben, dadurch hat Ihr Hund gewonnen.

    Viel Erfolg wünscht Ihnen
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Lilu69
    Lilu69
    schrieb am 08.04.2015

    ich fürchte zwar, dass sie Recht haben und ich nicht konsequent genug war und bin aber so gar kein Erfolg ist schon frustrierend. bestechlich ist mein Hund übrigens nicht. er würde draussen nie etwas nehmen (was in anderen Fällen natürlich gut ist). natürlich achte ich immer auf ihn weil ich Angst habe, dass er was Dummes anstellt. er ist eben völlig ignorant. auch die Hundetrainerin hat sich schon die Zähne an ihm ausgebissen. während alle Labbis und Retriever brav folgten machte mein Hund was er wollte. ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass er nicht kastriert ist so wie viele behaupten.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Wie Sie selbst schreiben, sind Sie wahrscheinlich nicht konsequent genug. Wenn Sie das ändern, wird sich auch Ihr Hund ändern. Hunde sind, im Gegensatz zu uns, sehr konsequent. DAS ist der Grund, warum sich Menschen daran die Zähne ausbeißen. Seien Sie genauso ignorant und konsequent wue Ihr Hund. Wenn Sie einmal nachgegeben haben, müssen Sie wieder von vorne anfangen.
    Es liegt sicher nicht daran, dass er nicht kastriert ist. Es liegt daran, dass er gelernt hat, dass er nicht gehorchen muss.
    Solange Sie der Meinung sind, es liegt am Hund, wird sich nichts ändern.
    Also, IMMER Schleppleine dran, IMMER Kommandos durchsetzen. Dann müssen Sie auch nicht mehr frustriert sein, weil Sie ja dann Ihre Kommandos durchsetzen.

    Viel Erfolg wünscht Ihnen
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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