Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Kein spaziergang ohne stress

  Nordrhein-Westfalen
zero schrieb am 20.04.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Labrador, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Guten Abend
Wir haben einen10 Monate alten labrador mix zuhause. Und das große Problem ist, dass sobald ich mit ihr raus gehe sie an der Leine zieht, knurrt und mich anspringt. Sobald ich ruckartig ziehe und aus sage wird sie noch aggressiver. Sie macht es leider nur bei mir. Zuhause läuft es gut aber sobald wir die Tür verlassen geht es los. Ich bin schon verzweifelt und bekomme jedes mal bauch weh, wenn ich mit ihr raus muss.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 21.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Zero,

    Ihr Bauchweh merkt auch Ihr Hund. Er testet Sie und macht was er will. Setzen Sie sich durch -aber nicht mit mit ruckartig an der Leine ziehen und AUS sagen -. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß man gute und schlechte Tage hat und wenn der Hund dann auch noch so ist, wie er ist - kommt in diese ganze Situation eine große Anpassung und z.T. auch Aggressivität hinein. Sie ziehen, der Hund zieht, usw. dadurch lernt der Hund aber leider nichts.

    Werden Sie für Ihren Hund zu einer respektablen Person, der er vertrauen kann und nicht zu einer Person, mit der man machen kann, was er will. Sie sagen, daß Ihr Hund es nur bei Ihnen macht. Was machen die anderen Personen anders?

    Wenn er noch nicht leinenführig ist, üben Sie es in kleinen Schritten. Achten Sie dabei, daß die Leine locker ist und Ihr Hund neben oder hinter Ihnen geht - wenn es sein muss, schränken Sie ihn körpersprachlich ein. Wenn er sich noch nicht konzentrieren kann, fangen Sie z.B. mit 5 Schritten an und machen dann eine Pause. Lassen Sie sich nicht von ihm irgendwo hinziehen. Ist er zu aufgeregt, warten Sie bis er sich beruhigt hat. Reden sie dabei nicht auf ihn ein, sondern warten Sie einfach ab. Wenn Ihr Hund zu sehr gestresst ist, lernt er nichts. Hier ist weniger mehr.

    Lasten Sie ihn auf dem Spaziergang geistig (z.B. Üben von Kommandos) und auch körperlich entsprechend seiner Rasse aus (Apportieren). Geben Sie ihm auch zu Hause nicht ständig Aufmerksamkeit, sondern belohnen ihn, wenn er das macht, was Sie wollen! Grundvoraussetzung ist natürlich, daß er weiß, was Sie wollen. Wenn Sie z.B. AUS sagen, Ihr Hund aber gar nicht weiß, dass er mit dem Ziehen aufhören soll oder mit dem Beißen, muss ihm das erst einmal klar gemacht werden. Überlegen Sie sich, was Sie bei den ausgesprochenen Kommandos vom Hund wollen. Am Beispiel AUS: soll er mit dem aufhören, was er gerade tut oder soll er die Zähne auseinander machen und das, was er im Maul hat ausgeben?

    Außerdem ist Ihre Hündin auf dem Weg zum Erwachsenwerden, da spielen auch manchmal die Hormone mit.

    Wichtig ist, daß Sie in allen Situationen ruhig und gelassen bleiben. Wenn es Ihnen draußen zuviel wird, drehen Sie einfach um und gehen wieder nach Hause und starten einen 2. Anlauf, wenn Sie und Ihr Hund wieder bereit sind.

    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de





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