Jagdverhalten

  
ingrid-hermann-geist schrieb am 13.01.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser sehr lieber und fröhlicher Hund Onix, den wir seit 1 1/2 Jahren aus Spanien haben , ist sehr intelligent und hat schon sehr viele Kunststücke gelernt. Beim Spazierengehen ohne Leine war er in der ersten Zeit ganz brav aber jetzt ist er sofort weg, wenn er etwas interesanntes sieht oder wenn er Wild wittert. Er kommt zwar immer wieder zurück, aber es ist sehr gefährlich und das Wild tut mir sehr leid. In einem Buch über Hundeerziehung habe ich gelesen, dass man es Ihnen abgewöhnen kann indem man in den ersten Monaten , wenn sie weglaufen, sie zurücklocken kann durch pfeifen oder klickern und dann Leckerbissen gibt,die sie besonders mögen(Käse, Teile von Hühnersch.). nach Monaten reduziert man die Leckerbissen langsam. Auch bei Jagdhunden würde das gehen, man würde nur bis zum Erfolg viel länger brauchen (1/2 Jahr-1Jahr). Wie ist Ihre Meinung hierzu? Oder hätten Sie mir einen anderen Ratschlag? Ich wäre Ihnen sehr dankbar, denn immer mit der Leine spazierengehen ist nicht schön. Viele Grüße Ingrid Geist

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 14.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Geist,

    wenn der eigene Hund jagen geht, ist es tatsächlich sehr sinnvoll, an dem Problem zu arbeiten - wegen des Wildes und auch wegen der Unfallgefahr (wenn der Hund bspw. beim Jagen einen Fahrradweg oder eine Straße kreuzt).

    Ein so genanntes Anti-Jagd-Training kann sehr viele verschiedene Aspekte umfassen. Dazu gehören z.B.
    - das Training eines Rückrufs
    - das Training eines Notsignals
    - das Training eines Stoppsignals (Sitz oder Platz)
    - alternative Auslastung auf dem Spaziergang
    - alternative Auslastung im Alltag (generell)
    und vieles andere mehr.

    Da Sie gezielt nach dem Rückruftraining fragen: Ziel des Rückruftrainings ist nicht unbedingt, den Hund zurück zu sich zu locken. Vielmehr möchte man hier, dass der Hund lernt, auf ein bestimmtes Signal hin (Wort, Pfeife, ...) zuverlässig zurückzukommen. Sicherlich bekommt der Hund, wenn er schnell angerannt kommt, dafür auch immer wieder eine hochwertige (!) Belohnung. Für eine sehr gute Leistung darf ein Hund ruhig eine sehr gute Bezahlung erhalten - wir selbst würde auch nicht arbeiten gehen ohne einen anständigen Arbeitslohn zu bekommen ...

    Ob und wie erfolgreich ein Anti-Jagd-Training ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Manche Hunde sind mit nur sehr wenig Training gut mit anderen Dingen als mit Jagen zu beschäftigen. Andere Hunde hingehen sind so jagdlich motiviert, dass für sie eine lebenslange Leinenführung notwendig ist. Wo sich Onix auf dieser Skala von "leicht zu lösendes Problem" bis "schwerlich zu lösendes Problem" befindet, ist für mich von hier aus auf die Entfernung nicht abschätzbar. Vielleicht kann hierzu jemand Stellung nehmen, der Sie und Onix einmal auf einem Spaziergang begleitet?

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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