Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Leinenführigkeit

  Nordrhein-Westfalen
Daniela703 schrieb am 23.10.2015   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Boxer, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
Diego geht richtig schlecht an der Leine. Er zieht und zerrt, vorallem wenn er aufgeregt ist. Was kann ich tun? Wir haben klicker probiert, stehen bleiben, Richtungswechsel, zuppeln an der Leine, Umstellung auf ein Geschirr, Belohnung über leckerlies...die nimmt er allerdings nur wenn er nicht zu aufgeregt ist. Gibt es noch eine Idee?

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Antworten(5)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 24.10.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Daniela,

    das Trsning mit dem Klicker bzw. mit der Belohnung grht in die korrekte Richtung. Sehr gerne würde ich nun verstehen, weshalb sich hier kein Erfolg eingestellt hat. Vielleicht könnten Sie mir einmal beschreiben, wie das Training genau aussah?

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott

  • Daniela86
    Daniela86
    schrieb am 24.10.2015

    Hallo,
    Wir haben angefangen, dass er unangeleint auf einer Wiese wR und belohnt wurde, wenn er zu mir kam. Danach kam der Schritt, daSs ich ihn an die Leine genommen habe und immer wenn er mit mir Blickkontakt aufnahm, hat er eine Belohnung bekommen. Und dann Blickkontakt und neben mir gegangen. Das System habe ich erst mit Klicker versucht und dann mit Leberwurst. Erst fing er irgendwann an den Klicker zu ignorieren und da konnte ich klickern so viel ich wollte, es hat ihn nicht interessiert.kein Blickkontakt mehr und nur noch Zug. Dann habe ich die Leberwurst gezückt. Erst wieder alles gut, irgendwann hat er die Leberwurst auch nicht mehr angerührt. Andere Leckerlies genommen, alle ausgespuckt. Danach seinen Ball als Belohnung, darauf war er so stark fixiert, dass er nichts anderes mehr gemacht hat außer den Ball anzuschmachten. Wenn er aufgeregt ist, dann ignoriert er alles. Er hat 32kg da schaffe ich es auch nur schwer ihn hinter mir herzuziehen. So das ist die Ausgangslage

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 27.10.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    vielen Dank für die Informationen. Ich würde vorschlagen, dass wir uns an die Leinenführigkeit herantasten und dabei versuchen, bereits bekannte Dinge bei Ihrem Hund zu nutzen.

    Kann ich davon ausgehen, dass Sie den Klicker zunächst einmal konditioniert haben? Konditionieren bedeutet, dass Sie geklickt haben und Ihrem Hund 0,5 Sekunden später ein hochwertiges Leckerchen gegeben haben, und dass diese - recht einfache Übung - mehrfach wiederholt wurde, bis Ihr Hund auf den Klick hin eine Erwartungshaltung (Klick = ich bekomme jetzt ein Stück hochwertiges Futter) gezeigt hat.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott

  • Daniela86
    Daniela86
    schrieb am 27.10.2015

    Ja, Klick bedeutet Belohnung also erst Leckerlies....aber sobald er in eine für ihn interessantere Situation kommt, ist ihm das egal. Heute bspw habe ich mit ihm wieder geübt. Ich habe ihn links neben mir laufen lassen und er hat ein Leckerlie bekommen wenn er locker neben mir ging und mich angeguckt hat. Es ging ein Stück gut. Irgendwann bekam er was in die Nase und er zog nach vorne und ab da gab es auch keinen sichtkontakt mehr. Wenn ich ihn rufe reagiert er auch nicht

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 09.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    ich denke, es ist sinnvoll, dass Fußgehen nach und nach in kleinen Schritten auszubauen. Dabei können wir an dem Punkt beginnen, den Sie oben beschreiben.

    Nehmen Sie sich vor, pro Übungseinheit erst ein mal nur 10 Wiederholungen zu machen. Eine einfache Möglichkeit ist, wenn Sie 10 hochwertige Leckerchen für die Übung einstecken - sind die Leckerchen aufgebraucht, ist die Übung vorbei.

    Gehen Sie nun an eine Stelle, an der Ihr Hund sich konzentrieren kann. Gehen Sie einen Schritt mit Ihrem Hund locker neben Ihnen und belohnen Sie ihn für korrektes Verhalten. Wiederholen Sie dies und beenden Sie dann die Übung.

    Wenn die Übung mit allen 10 Leckerchen gut klappt, ändern Sie für die nächste Trainingseinheit - später am Tag oder an einem anderen Tag - den Trainingsort. Wenn es noch irgendwo hakt, bleiben Sie bei der nächsten Trainingseinheit am selben Ort.

    Zudem sollten Sie überlegen, ob Sie ein "Ritual" für die Leinenführigkeit aufbauen - bspw.
    - Leine am Geschirr = Freizeit
    - Leine am Halsband = Leinenführigkeit

    Nach einer Woche würde ich gerne von Ihnen erfahren, wie die Übungen verlaufen sind.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott

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