Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wir brauchen dringend Hilfe

  Sachsen
cwilli schrieb am 25.04.2015   Sachsen
Angaben zum Hund: Deutscher Schäferhund, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo zusammen,
wir haben momentan große Probleme mit unserer 6Monate alten Schäferhündin.
Sie rennt den ganzen Tag umher und fängt ihren eigenen Schatten dabei bellt sie und klappert mit den Zähnen, desweiteren hat sie ganz starke Probleme mit Autos wenn wir an einer Straße mit ihr laufen und ein auto kommt dreht sie durch, sie zieht zum auto hin, hupft, bellt und wenn wir sie zurückziehen zeigt sie uns die Zähne bzw. beißt. Wir haben es bereits mit einer Sprühflasche Wasser versucht sie abzuschrecken doch das macht sie nur noch aggressiver und bissiger. Auch wenn wir sie ausschimpfen und es ihr nicht passt fängt sie an nach unseren Händen zu schnappen. Wir sind langsam total verzweifelt. Wir wären echt Dankbar wenn uns jemand helfen könnte.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 26.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    auweia, da ist aber sehr viel schief gegangen! Bitte stellen Sie jede Art von Aggression ein - Sprühflaschen, Klapperboxen, Schimpfen sind ganz furchtbar bei der Hundeerziehung. Ihrre Hündin ist derart verunsichert und beißt schon, nur um zu zeigen - Ihnen zu zeigen . wie unglücklich sie ohne Führung und Regeln ist. Ihr fehlt ganz dringend Ihr Schutz. Ich denke, sie ist schon verrhaltensgestört.
    Zuerst einmal braucht ein Schäferhund unbedingt eine Aufgabe, aber nicht auf einem Hundeplatz sondern von Ihnen, in Ihrer Nähe. Das kann Leckerchen-Suche sein, spielen, mit viel Futter und Lob. Sie sollten in der nächsten Zeit nur am Vertrauen arbeiten - sehr viel überr Futter und Zuwendung. Beginnen Sie Ihren Hund zu BESCHÜTZEN!
    Hunde ziehen von uns weg, schnappen oder verhalten sich auffällig, weil wir vielleicht nicht spannend sind und nur „Gassi-gehen“.
    Ein Hund, der VOR unseren Füßen ist, trifft eigene Entscheidungen wie Kreuzen, Zerren, Bellen, weil er uns nicht zutraut, dass wir mit „Ereignissen“ (andere Hunde,Kinderwagen etc,) klarkommen.
    In allen Strukturen gibt es „Vorgesetzte“, die die Regeln bestimmen, führen und beschützen – Hunde lieben Regeln!

    Nehmen Sie bitte eine kurze Leine, die sich später verlängern lässt und versuchen Sie Ihrem Hund zuerst einmal beizubringen, dass er HINTER Ihren Füßen geht.
    Ihr Arm bleibt an der Hosennaht, atmen Sie aus, um den Druck herauszunehmen. Bleiben Sie stur – kein Leinenruck – Sie führen – basta! Gehen Sie mit dem LINKEN Fuß los und stellen Sie sich auf einen schwierigen Anfang ein. Wenn Ihr Arm nach vorne geht, haben Sie verloren! Ihr Hund wird springen, zerren und kreuzen.
    Halten Sie ihn HINTER Ihren Füßen. Wenn er da bleibt, loben, annehmen und lockerlassen der Leine zeigt dem Hund, was Sie von ihm wollen. Es ist nicht einfach, das in Worten zu erklären. Bleiben Sie nicht stehen, lassen Sie kein Sitz oder Schnüffeln zu, sondern gehen Sie IHREN Weg. Gehen Sie an einer Mauer oder Hauswand entlang und bestehen Sie auf Führung, indem Sie ihn etwas zurückdrängen. Setzen Sie auch gern ein Leckerchen ein, aber „keksen“ Sie ihn nicht bei Fuss. Zeigen Sie ihr die Autos von weitem, HINTER Ihren Füßen, mit viel Leckerchen - Stress und Fressen geht nicht.
    Wenn er Ihre Führung anerkennt, bekommt er mehr Raum. Ehe Sie ihn ziehen, gehen Sie ein Stück rückwärts, rufen, locken Sie ihn, werden Sie spannend! Wenn wir für Hunde spannend geworden sind, haben sie keinen Grund mehr, zu ziehen. Rufen Sie den Hund nur Mit RÜCKWÄRTS gehen.
    Viele Vorschläge und genaue Anleitungen finden Sie in meinen Büchern über meine Homepage www.hundimedia.de. „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Arbeiten Sie mit dem Futterbeutel an der 5-m-Leine und spielen Sie viel.
    Ich wünsche Ihnen und besonders Ihrem Hund alles Gute,
    Inge Büttner-Vogt

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