Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

kleiner shitzu

  Nordrhein-Westfalen
biju schrieb am 11.01.2015   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: shitzu, männlich, nicht kastriert, Alter 0-3 Monate

..hallo..habe mir vor ca 4wochen einen shitzu geholt..zucker süss der kleine knubbel:)..nun ist er 13wochen..kannte vorher also ca 9wo lang nur seinen laufstall in dem alle gehalten wurden..problem 1..er jagt meine katzen..ich versuch es mit leckerli das er bleit..usw..bringt alles nichts..probl2..er schnappt richtig zu..zb..ich will ihm die pfoten sauber machen..beisst er um sich setz ich ihn ab..und sage bös..nein..springt er und versucht weiter nach mir zu schnappen.

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Antworten(2)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 11.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Biju, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem kleinen Welpen.. Ich freue mich, dass Sie sich so frühzeitig Rat einholen. Der kleine Mann ist jetzt gerade in einem Alter, wo er viel lernen muss und kann. Bis zur 12.-16. Woche sind 80 % der neuronalen Verbindungen im Gehirn angelegt. Die Beisshemmung ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden. Schnappt er also nach Ihnen, versuchen Sie bitte mal ihn so festzuhalten, dass er Sie nicht beißen kann und sagen Sie freundlich, aber bestimmt "nein". Wenn Sie in festhalten, beschränken Sie seine Bewegungsfreiheit, was in den Augen des Hundes eine Maßregelung ist. Sie können ihm das Beißen auch verleiden, indem er lernt, dass die Hand in seinem Maul unangenehm ist. Drücken Sie ihm leicht! Auf die Zunge oder halten sie einen Moment fest. Achten Sie aber darauf, dass er das zwar unangenehm findet, aber keine Schmerzen hat. Denn es könnte die ein oder andere Situation geben, in der Sie in das Mäulchen greifen müssen, und das soll er sich ja dann gefallen lassen.
    Im Punkto Katzen und Leckerchen müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht falsch belohnen. Sie können das Hinsehen und nicht hinspringen belohnen. Bieten Sie ihm stattdessen ein Spiel mit Ihnen an. Wenn er den Katzen hinterherlaufen möchte, verhindern Sie dass, indem Sie ihm z.B. den Weg absperren.
    Trainieren Sie ein Abbruchsignal. Verwenden Sie ein neutrales Wort wie "äh-äh" oder "schade". Halten Sie ihm ein Leckerchen vor die Nase, sagen das Abbruchsignalwort so lange, bis er die kleinste Bewegung nach hinten macht, dann bekommt er aus der anderen! Hand ein noch besseres Leckerchen. Sobald er beim ersten Wort abwartet, steigern Sie den Schwierigkeitsgrad, Leckerchen auf die offene Hand, dann auf den Boden usw. Wichtig ist nur, dass Sie imm gleich gelassen bleiben und er das Lokleckerchen nicht bekommt. Ab der zweiten Stufe wird das Signalwort nur noch einmal gegeben.
    Ich wünsche Ihnen noch ganz viel Spaß.
    Liebe Grüße
    Ihre Gabriele Holz

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 11.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Der Kleine erobert nun die Welt und testet einfach aus, was erlaubt ist und was nicht.
    Nun ist es an ihnen, ihm seine Grenzen zu zeigen. Für kleine Hunde ist es günstig in der Wohnung eine Hausleine mit Geschirr zu benutzen. So muß man sich nicht jedesmal über den Hund beugen, was dieser durchaus bedrohlich empfinden kann, zumal man dann auch direkt körperlich auf ihn aufwirkt.
    Wenn er den Ansatz macht den Katzen nachzusetzen, verbieten sie dies mit einem energischen "Nein" und stellen ihren Fuß auf die Hausleine. Er wird keinen Erfolg haben. Der Versuch mit dem Leckerli war schon ein guter Ansatz. Zeigen sie ihm, dass sie etwas tolles (Leckerli) haben. Gehen sie mit dem Hund zu den Katzen. Er wird losrennen , es kommt ihr "Nein". Dreht er sich zu ihnen um, loben sie ihn und geben sie ihm sofort das Leckerchen. Bellt er weiter, lassen sie ihn, nehmen sie die Leine auf und gehen aus dem Zimmer. Er wird rasch lernen, dass es sich für ihn nicht lohnt, die Katzen zu jagen, sondern das es lohnenswerter ist, sich zu ihnen umzudrehen um das Leckerchen zu bekommen. Wenn er dies erst einmal begriffen hat, können sie weiter aufbauen, Katze sehen bedeutet für ihn - gehe zu Frauchen und hole dir eine Belohnung. Später schleichen sie die Belohnung einfach aus.
    Welpen haben spitze Zähnchen und es tut richtig weh, wenn sie zwicken. Da ihre Geschwister mehr Fell haben als wir, müssen sie lernen, dass es uns weh tut und es nicht erlaubt ist in Hände oder Füße zu zwicken.
    Schnappt er nach den Füßen und springt an ihnen hoch, ist auch hier die Hausleine ideal. Sie stellen einfach einen Fuß drauf, schon kann er nicht mehr hochspringen. Dazu ein "Nein" und so wird er schell lernen, anspringen lohnt auch nicht.
    Wenn er beim Pfotenreinigen zuschnappt brechen sie ihre Aktion nicht ab. Sagen sie laut "Nein" und schränken sie ihn körperlich so ein, dass er sie nicht mehr zwicken kann. Beruhigt er sich, machen sie weiter. Bis sie fertig sind. Wenn sie ihn vorher absetzen lernt er ganz schnell, oh es bringt etwas, wenn ich zwicke. Die (unangenhme) Handlung hört auf. Sie sollten ihn aber auch schon zwischendurch belohnen, wenn er ruhig ist.

    Handlingsübungen finden sie z.B. in diesem Buch - Cadmos: Mein Hund beim Tierarzt
    Auch Hundeschulen bieten Kurse an, in denen gerade diese Dinge geübt werden.

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